5 Faktoren für erfolgreiches Blended Learning

Blended Learning ist eines der beliebtesten Weiterbildungsformate des Mittelstands. Unter Blended Learning versteht man „eine effektive und effiziente, nahtlose Verbindung verschiedener formaler und informeller Online- und Offline-Trainingsmethoden in unterschiedlichen sozialen Kontexten.“ Eine Lernmethode, die den Nerv der Zeit trifft.

Leider erleben wir es in der Praxis immer wieder: Es wird mit viel Aufwand in Trainingskonzepte, Lernmanagement-Systeme und sonstige Technik investiert, um die Mitarbeiter fit für die Herausforderung der Zukunft zu machen. Die Anschaffung alleine reicht häufig nicht aus. Denn danach fängt die eigentliche Arbeit an.

 

Viele Fragen prasseln auf die Weiterbildungsverantwortlichen ein, zum Beispiel:

  • Wie schaffen wir es, moderne und effiziente Weiterbildungskonzepte zu entwickeln und umzusetzen?
  • Wie schaffen wir es, dass der Mitarbeiter von der neuen Art der Weiterbildung begeistert ist und das Angebot regelmäßig nutzt?
  • Wie schaffen wir es, dass die Lerneinheiten „schmecken“, d. h. den Lernanforderungen und den technischen, zeitlichen Möglichkeiten der Mitarbeiter gerecht werden?
  • Wie schaffen wir es, dass Lernen Lust auf Vernetzung und Zusammenarbeit weckt und Menschen motiviert sind, Neues auszuprobieren, umzusetzen und die Ideen wieder an die Personalentwicklung zurückgespielt werden, um das Wissensnetzwerk zu vergrößern?
  • Wie schaffen wir es, neue Lern- und Entwicklungsideen zu berücksichtigen, sie anderen zur Verfügung zu stellen und voneinander zu profitieren?

 

Fünf Orientierungspunkte für eine erfolgreiche Umsetzung von Blended-Learning-Konzepten:

5-schritte

 

  1. Denke wie ein Koch, ein Bäcker oder Konditor

Bevor ein Koch das Menü  auswählt, fragt er sich, wer seine Gäste sind. Für wen wird er kochen? Soll es ein einfaches Gericht sein oder ein raffiniert anspruchsvolles Essen? Entsprechend sind die Zutaten und die Zubereitung gewählt. Der Koch wird seine Zeit gut einteilen, das Menü vorbereiten und dann erst das Essen kochen. Auch die Nachbereitung liegt dem Koch am Herzen. Hat es allen geschmeckt, war die Stimmung gut und gab es Verbesserungsvorschläge?

Unser Tipp: Diese Denkweise lässt sich wunderbar auf die Erstellung eines Blended-Learning-Programms übertragen.  Für welche Zielgruppe ist das Konzept angedacht? Was macht sie beruflich, wie ist die Altersstruktur und wie sieht es mit der aktuellen Medienkompetenz der Mitarbeiter aus? Was ist der Zielgruppe besonders wichtig, mit welchen Punkten kommen sie weniger gut klar? Was sind die Bedürfnisse der Mitarbeiter und der Stakeholder? In manchen Unternehmen wird extra für diese Vorhaben ein Lastenheft erstellt. Planen Sie für die Konzeptionsphase auf dieser gewonnen Basis ausreichend Zeit für die Entwicklung des Programms ein. Zu empfehlen ist eine Testgruppe, die auch als Promotor im Unternehmen geeignet ist.

 

  1. Schaffe Lern- und Erfolgserlebnisse

Anfängliche Unsicherheiten sind ganz normal bei Lernenden, die an einem Weiterbildungsprogramm teilnehmen dürfen, das mehr ist als ein „normales Seminar“. Neuen Tools und Techniken muss deshalb mit einer positiven Grundstimmung begegnet werden.

 Unser Tipp: Starten Sie zu Beginn mit kleinen Aufgaben, die den Teilnehmern besonders Spaß machen – z. B. mit einer „Schnitzeljagd“ im Blended-Learning-Programm, bei der bestimmte Tools und Funktionen entdeckt werden müssen. So werden Mitarbeiter spielerisch mit den Neuerungen vertraut gemacht und haben ganz nebenbei noch ein Erfolgserlebnis.

 

  1. Denke in „kleinen Schritten“

Ein Blended-Learning-Programm entstehen zu lassen ist ein Erlebnis. In einem Projekt haben es die Verantwortlichen häufig mit vielen Beteiligten zu tun. Da sind der Geschäftsführer, die IT und der Datenschutzbeauftragte,  der Personalentwickler, der Trainer, die Führungskräfte verschiedener Ebenen und viele mehr. Jeder kann einen Beitrag zum Erfolg leisten – und manchmal auch die „Bremse“ spielen.

 Unser Tipp:  Auch wenn Sie das Projekt wie ein Koch planen, bereiten Sie noch nicht alle Zutaten auf einmal vor. Denn in diesen Phasen wird das Menü (das Blended-Learning-Programm) häufig noch einmal neu bewertet.

 

  1. Werde Macher

Viele Köche verderben den Brei. Das Feedback der Projektmitarbeiter ist wichtig, damit das Programm der Zielgruppe und den Projektmitarbeitern gefällt. Aber irgendwann muss man auch ins Tun kommen und starten.

Unser Tipp: Werden Sie Macher und starten Sie einen Testpiloten. Mit Erfahrung reift das Vorhaben, die Vorteile eines Blended-Learning-Programms dringen real ins Bewusstsein. Ein guter Koch veranstaltet  zunächst auch erst ein Testessen, damit die Premiere dann allen richtig schmeckt.

 

  1. Dokumentiere, entwickle und teile Ideen

Am Anfang eines Projekts steht immer eine Idee, und oft wird auch schon das Ziel ins Auge gefasst. Es ist wichtig, den ersten Schritt zu machen und dann aus allen weiteren Schritten zu lernen. Je mehr Stakeholder, Kollegen und Mitarbeiter diese Ideen unterstützen und Feedback geben, umso wahrscheinlicher wird die Akzeptanz und der Erfolg eines Blended-Learning-Programms.

Unser Tipp: Visualisieren Sie das Konzept, aber nehmen Sie dabei auch die Ideen anderer auf. Um beim Bild des Kochs zu bleiben: So entsteht eine Verbundenheit nicht nur zu den Zutaten, sondern auch zu den Menschen. Und gerade die machen ja auch ein gutes Essen aus.

 

Sie möchten noch mehr über Blended Learning erfahren? Klicken Sie hier!

Kontakt

Stefanie Meise

Ihre persönliche Ansprechpartnerin

Stefanie Meise
Leitung Business Akademie
Tel.: 04161 516589

Seminarfinder

Kundenstimmen

Wir hatten bereits Präsenzseminare im Programm, aber wir wollten unseren Mitgliedsunternehmen und ihren Mitarbeitern  auch die Möglichkeit bieten, sich vor allem zeitsparend und ohne Reisekosten online fortzubilden.

Georg Schareck Hauptgeschäftsführer des Baugewerbeverbands Schleswig-Holstein
Weitere Kundenstimmen