Das ABC der Agilität in einer digitalen Arbeitswelt – Teil 1 (A bis I)

Wie können Unternehmen und Organisationen in Zeiten der Digitalisierung bestehen, sich weiterentwickeln, neue Potenziale nutzen? Was ändert sich und wie?

„Agilität“ ist ein wichtiges Stichwort, wenn es um Antworten geht: Arbeitsprozesse und Organisationsstrukturen wandeln sich, um schneller und effektiver auf die beschleunigte Dynamik des Marktes, der Kundenpräferenzen und der Rahmenbedingungen zu reagieren.

Von virtuellen Teams bis zur „Abschaffung“ von Vorgesetzten: Agiles Arbeiten bringt zum Teil erhebliche Veränderungen für die Führung und jeden einzelnen Mitarbeiter mit sich – und bietet dabei neue Chancen bei aktuellen Herausforderungen.

„Das ABC der Agilität“ verschafft Ihnen anhand pointierter Begriffserklärungen einen guten Überblick über das Thema – von A wie „Agiles Manifest“ bis Z wie „Zwölf-Geschworenen-Prinzip“. Viele Links geben Ihnen die Möglichkeit, einzelne Aspekte zu vertiefen.

Teil 1 von 3 führt Sie bis zum Buchstaben I wie „Innovationsentwicklung“. Die weiteren Teile folgen in Kürze. Wir wünschen Ihnen viele erkenntnisreiche Einsichten!

 

A

 

Agiles Manifest

Das agile Manifest stammt aus der Softwareentwicklung. Erfolgreiche Softwareentwickler haben sich in Utah Anfang 2000 getroffen und die Frage gestellt, was ihre Unternehmen so erfolgreich macht und was sie von anderen, weniger erfolgreichen Unternehmen unterscheidet. Diese Ergebnisse, ihre Werte haben sie aufgeschrieben und das Agile Manifest genannt. Das Agile Manifest ist eine Inspiration für agile Unternehmen und bildet zentrale Leitgedanken ab.

 

Ambiguität

Ambiguität beschreibt die zunehmende Viel- und Mehrdeutigkeit von Informationen, mit der es agile Organisation zu tun haben.

 

Agiles Arbeiten

In der modernen Arbeitswelt ist Hierarchiedenken fehl am Platz. In einem immer komplexer werdenden beruflichen Umfeld treffen hochqualifizierte Experten mit Spezialwissen zusammen, um im Team gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten und Visionen zu verwirklichen. In einer agilen Organisation nimmt die Führungskraft nicht mehr nur die Rolle des Entscheiders ein. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen. Dabei steht der Vorgesetzte seinem Team als beratender und koordinierender Moderator und Mentor zur Seite.

Was macht agile Organisationen aus, wie funktioniert agile Führung? Erfahren Sie es hier!

 

B

 

BIG Data

Big Data bezeichnet Datenmengen, die beispielsweise zu groß, zu komplex, zu schnelllebig oder zu schwach strukturiert sind, um sie mit manuellen und herkömmlichen Methoden der Datenverarbeitung auszuwerten. Für diese Datenmengen werden riesige Serveranlagen benötigt, die die Informationen verarbeiten, auswerten und Unternehmen bedarfsorientiert aufbereitet zur Verfügung stellen.

 

BarCamp

Ein BarCamp ist eine Veranstaltung im Großgruppenformat, in dem (alle) Mitarbeiter gleichberechtigt Anliegen einbringen und in Form von Sessions selbstorganisiert behandeln können. Dabei werden jede Menge Wissen und Erfahrungen ausgetauscht, Projekte erarbeitet oder neue Ideen entwickelt. Die Inhalte der Sessions ergeben sich typischerweise kurzfristig und ohne lange im Voraus festgelegte Agenda.

 

C

 

Community

Eine Community besteht aus Menschen, die sich zu bestimmten Themen und Bedürfnissen via Twitter, Facebook, Slack & Co. finden und vernetzen. Eine typische Community bildet sich bei der Methode „Working Out Loud“ (WOL), bei der Erfahrungen, aktuelle Entwicklungen und Problemstellungen aus dem eigenen Arbeitsbereich mit Gleichgesinnten geteilt und besprochen werden. So profitieren letztendlich alle gemeinsam davon und es entstehen neue Perspektiven und Ideen. WOL hat sich als einfache und wirksame Methode für eine bessere Zusammenarbeit in der digitalen Arbeitswelt etabliert.

Mehr zu „Working Out Loud“ erfahren Sie hier!

 

D

 

Design Thinking

Unternehmen möchten und müssen in immer kürzeren Zyklen Produkte und Dienstleistungen auf den Markt bringen, die die Kunden begeistern. Dabei sind die Innovationsentwicklungen am wirkungsvollsten, wenn sie den Nerv der Zeit treffen – und vor allem den des Kunden. Nur so bleiben Unternehmen wettbewerbsfähig. Mit der Kreativ-Methode Design Thinking gelingt eine kundenzentrierte Produktentwicklung.

Mit Design Thinking zum erfolgreichen Produkt

Mehr zum Design Thinking erfahren Sie im Video!

 

Disruption

Disruption beschreibt einen Umbruch, der auf eine Innovation zurückgeht, die die bestehenden Technologien, Produkte oder Dienstleistungen vollständig verdrängt. Neue Geschäftsmodelle entstehen und lösen dadurch tradierte Geschäftsmodelle vollständig ab, so dass sie vom Markt verschwinden. Disruption stellt damit eine große Herausforderung für etablierte Firmen dar.

Agilität als Antwort auf Disruption – wie´s geht, lesen Sie hier.

 

Digitale Transformation

Das digitale Zeitalter mit seinen kontinuierlichen technologischen Veränderungen erfordert von Unternehmen eine Umstellung von Prozessen und Wertschöpfungsketten, teilweise bis hin zur Veränderung des ganzen Geschäftsmodells. Die digitale Transformation ist damit eine Herausforderung, aber auch eine Chance, um zum Beispiel neue Absatzwege, Geschäftsfelder und Kundengruppen zu erschließen. Der Umgang mit digitalen Veränderungen wird damit zu einem sehr wichtigen Wettbewerbsfaktor. Entscheidend sind vor allem die Ansprüche der Kunden, die sich mit den neuen digitalen Möglichkeiten verändern.

Mehr zum Thema erfahren

 

Digitales Mindset

Digitales Mindset ist vor allem eine positive und aufgeschlossene Grundhaltung gegenüber Veränderungen, die durch die Digitalisierung und andere Megatrends hervorgerufen werden und ein neues Denken und Handeln erfordern.

Wie gut sind Sie für die Digitalisierung aufgestellt?

 

E

 

Experimente

Lernen in Organisationen findet immer stärker durch Experimente statt. Erfahrungswissen und Lernergebnisse werden in Unternehmen geteilt.

 

E-Learning

Im digitalen Zeitalter verändert sich auch das Lernen: Durch E-Learning, also das Nutzen digitaler Lernangebote, wird (Weiter-)Bildung ortsunabhängig und oft zeitlich flexibel ermöglicht. Dazu zählen u. a. Webinare, Podcasts, virtuelle Seminarräume und andere virtuelle Foren und Plattformen zum (teils interaktiven Live-)Austausch. Vor allem lässt sich das Lernen damit individueller und bedürfnisgerechter gestalten hinsichtlich der Lernarten und -formate, der Inhalte und des Lerntempos. E-Learning erfordert eine höhere Selbstlernkompetenz als bei klassischen Formaten. E-Learning-Formate lassen sich mit anderen (traditionellen „analogen“) Bildungsformen kombinieren; man spricht dann von „Blended Learning“.

Mehr zu den verschiedenen Formen des E-Learnings erfahren Sie hier.

 

F

 

Fehler und der richtige Umgang damit

Über Fehler muss gesprochen werden! Vor allem, wenn unterschiedliche Meinungen herrschen, was richtig und falsch – also überhaupt ein Fehler – ist. Wichtig ist es hierbei, den anderen richtig zu verstehen und sich in seine Lage zu versetzen, also auch erst einmal gut zuzuhören. Gespräche auf Augenhöhe sind besser als „Moralpredigten“, Kritik muss sachlich und konstruktiv geäußert werden. Auch eine Prise Humor kann manchmal nicht schaden.

Richtig diskutieren: 8 Schritte für ein besseres Ergebnis

 

G

 

Generationen X, Y, Z

Verschiedenen Generationen werden unterschiedliche Charakterisierungen zugeschrieben.

Die Generation X (Jahrgänge 1965-1980) legt demnach weniger Wert auf Statussymbole und Konsum als die Generation ihrer Eltern.

Die Generation Y (Jahrgänge 1980-2000) ist häufig gut ausgebildet und hinterfragt tradierte Lebensstile noch stärker. Eine ausgeglichene Work-Life-Balance, Freude an der Arbeit und flache Hierarchien sind dieser Generation wichtig. Sie besitzt eine hohe Affinität zu Technik, neuen Medien und sozialen Netzwerken.

Für die selbstbewusste, aber auch entspanntere Generation Z (Jahrgänge 2000-2015) ist der Gebrauch digitaler Technologien vollends zur Selbstverständlichkeit geworden („Digital Natives“); Netzwerke und Karriere haben einen noch höheren Stellenwert als in der Generation Y.

Für Unternehmen sind solche Charakterisierungen in zweierlei Hinsicht interessant: für die Bestimmung von Zielgruppenbedürfnissen und für die Personalbeschaffung.

Kritiker führen allerdings an, dass sich solche pauschalen Einordnungen kaum empirisch nachweisen lassen; sie spiegeln eher Tendenzen wieder.

 

H

 

Herausforderung: Führen ohne Vorgesetztenfunktion

Mit dem Rückgang hierarchisch geprägter Organisationsformen, der nicht nur, aber auch durch die Digitalisierung beschleunigt wird, stehen Führungskräfte vor neuen Herausforderungen: Verlangt wird eine Anpassung des Führungsstils, der weniger auf disziplinarischer Weisungsbefugnis „von oben“ basiert, sondern zunehmend „von der Seite“ stattfindet. Noch wichtiger als zuvor werden gute Kommunikation (Führungskraft als Vermittler) und Verständigung (bzgl. Auffassungen und Überzeugungen). Die Führungskraft muss Regeln für die Zusammenarbeit festlegen und überwachen und sollte vor allem durch Wissen und Charisma überzeugen.

Mehr zum Thema lesen Sie hier!

 

I

 

Innovationsentwicklung

Innovativität ist einer der wichtigsten Wettbewerbsfaktoren. Das entscheidende Kriterium ist dabei der Kundenwunsch und seine Befriedigung. Eine genaue Beobachtung und Analyse des Kundenverhaltens sowie die richtigen Schlussfolgerungen daraus sind somit eine wichtige Basis für die Innovationsentwicklung. Die weiteren Schritte bilden die Ideenentwicklung und die Nutzung von Prototypen zum Testen.

In sechs Schritten zum erfolgreichen Produkt

 

Interkulturelle Kompetenz

Mit der zunehmenden Globalisierung und internationalen Zusammenarbeit nehmen interkulturelle Begegnungen zu. Damit steigt auch das Risiko, ins „Fettnäpfchen“ zu treten. Wichtig sind daher interkulturelle Kompetenzen für eine adäquate Interaktion und Kommunikation ohne Irritation. Die Weisheit „Andere Länder, andere Sitten“ kommt schließlich nicht von ungefähr!

Mehr erfahren: So stärken Sie Ihre interkulturelle Kompetenz.

Kontakt

Stefanie Meise

Ihre persönliche Ansprechpartnerin

Stefanie Meise
Leitung Business Akademie
Tel.: 04161 516589

Seminarfinder

Kundenstimmen

Es hat Spaß gemacht, war sehr interessant und regt zum Nachdenken an. Es war ein richtig gutes Team-Event. Ein toller Referent, der sehr gut auf alle eingegangen ist.

Claudia Sult visitBerlin - Berlin Tourismus & Kongress GmbH
Weitere Kundenstimmen