Das ABC der Agilität in einer digitalen Arbeitswelt – Teil 2 (J bis R)

Weiter geht´s mit dem zweiten Teil unserer ABC-Liste der Agilität – heute von J wie „Jour Fixe“ bis R wie „Retrospektive“. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen und Inspiration!

 

J             

 

Jour Fixe

In agilen Teams sind Jour Fixe ein regelmäßig stattfindendes Treffen (auch teilweise Stand-ups genannt) von Projektteams, die sich in wenigen Minuten gegenseitig auf den aktuellen Bearbeitungsstand bringen. Sie berichten, wo es gut läuft oder wo es Engpässe und Schwierigkeiten geben könnte. Sie informieren sich gegenseitig, was sie in einem Zeitraum –  z. B. innerhalb eines Tages – erreichen wollen. Der Jour Fixe ist ein Element aus dem agilen Projektmanagement Scrum (siehe Buchstabe S).

 

K          

 

Kanban

Das Team arbeitet an einer maximalen Anzahl von Aufgabenpaketen parallel, bevor es aus einem Backlog ein neues beginnt. So werden etwaige Probleme schnell sichtbar.

 

Kundenbeziehungen

Der Dreh- und Angelpunkt von agilen Teams sind Wertschöpfungsprozesse, die einen starken und unmittelbaren Kundenfokus haben. Daher werden Kunden und Kundenmeinungen bei agilen Teams großgeschrieben.

 

Konfliktfähigkeit

Eine der wichtigsten Fähigkeiten bei agilen und selbstorganisierten Teams ist es, sich auf Augenhöhe zu begegnen und gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten. Das setzt voraus, dass die Teams untereinander zielorientiert kommunizieren, mit negativem Feedback souverän umgehen und Konflikten begegnen können.

So diskutieren Sie richtig!

 

Konsultativer Einzelentscheid

Der konsultative Einzelentscheid ist eine Praktik zur Entscheidungsfindung in agilen Strukturen, bei der eine Person entscheidet, aber dabei andere Mitarbeiter konsultiert, die mitunter eine größere Gruppe repräsentieren. Der Input der konsultierten Personen fließt dann in die Entscheidung mit ein. Diese Vorgehensweise stellt quasi einen Kompromiss dar zwischen dem „einsamen Einzelentscheid“, der dem Gedanken der flachen Hierarchien im agilen Umfeld widerspricht, und konsensorientierten Mehrheitsentscheidungen, die alle mit einbeziehen und damit sehr aufwändig und oft nicht praktikabel sind.

 

Komplexität

In der heutigen Arbeitswelt sind viele Probleme und Fragestellungen nicht mit einfachen Wenn-Dann-Formeln zu lösen. Denn der Markt und die Rahmenbedingungen sind sehr dynamisch, dadurch mangelt es oft an eindeutigen Erfahrungswerten und der Vorhersagbarkeit von Ergebnissen aufgrund bestimmter Entscheidungen. Um sich auf komplexen Problemfeldern zu bewegen, sind Kreativität und Ideenreichtum gefragt, die durch die richtige Führung unterstützt werden können. Sie ist selbst dynamisch, indem sie neue Ansätze zulässt, um komplexen Problemstellungen zu begegnen.

Erfolgreiche Führung bei komplexen Problemfeldern

 

L             

 

Leadership

Im deutschen Sprachgebrauch wird Leadership häufig als „Führung“ übersetzt. In Amerika hat Leadership eine noch größere Dimension: Es ist tatsächlich „Führerschaft“ damit gemeint. Zum Beispiel Führerschaft über einen Markt oder Führerschaft über sich selbst im Rahmen der Persönlichkeitsentwicklung. Im Deutschen sprechen wir dann eher über „Selbstführung“. Leadership als neues Führungsverständnis geht über moderne Führungstechniken hinaus und hat ausdrücklich einen starken Fokus auf die Persönlichkeitsentwicklung der Mitarbeiter und Führungskräfte in einer sich stark verändernden Arbeitswelt.

 

Leadership-Box

Die Leadership-Box bietet für jedes Unternehmen ein maßgeschneidertes Paket zur effizienten Mitarbeiterentwicklung, das mobiles, vernetztes und agiles Lernen ermöglicht. Das Konzept basiert auf dem Blended-Learning-Prinzip, das Präsenz-Formate wie Seminare oder Workshops mit digitalen Angeboten kombiniert, zum Beispiel Videos und Audio-Dateien, Webinare, Apps, Veranstaltungen in virtuellen Seminarräumen oder Lernmanagementsysteme. Ziel ist eine effektive Wissens- und Kompetenzvermittlung, die auch individuelles, zeit- und ortsunabhängiges Lernen ermöglicht.  

Führungskräfte-Entwicklung mit der Leadership-Box

 

         

 

Mut

Agile Arbeitsweisen sind für traditionelle Unternehmen noch sehr befremdlich. Sie fühlen sich mit dem klassischen Projektmanagement nach dem Phasenmodell sehr erfahren. Viele Projektleiter haben die früheren Methoden quasi mit der Muttermilch aufgesogen. Wer sich jetzt dem „agiler werden“ verschreibt, braucht Mut!
Mut, neu zu denken, Mut umzudenken. Mut, Entscheidungen zu treffen.
Die digitale Arbeitswelt zwingt uns immer stärker, etwas zu unternehmen. In klassischen Unternehmen fehlen häufig noch Referenzrahmen, Erfahrungswerte, auf deren Basis sich Entscheidungen souverän treffen lassen, wenn Unternehmen in agile Projekte investieren oder sie steuern wollen. Aber genau das macht Agilität auch aus. Mehr Mut zur Vorausschau und zum “Experimentieren”. In agilen Unternehmen sehen die Beteiligten in Fehlern auch Möglichkeiten zum Lernen und Entwickeln.

 

N           

 

New Work

Keine Fachabteilungen, keine Hierarchien: New Work bricht mit konventionellen Arbeits- und Unternehmensstrukturen und ersetzt sie vollständig durch agile Strukturen mit crossfunktionalen Teams. In letzter Konsequenz werden die Abteilungsleiter und sogar der „Chef“ abgeschafft. Die Zusammenarbeit basiert auf Transparenz, Eigenverantwortung, Vertrauen und sehr viel Austausch untereinander.

Wie das tatsächlich in der Praxis funktioniert, lesen Sie in diesem spannenden Interview!

 

O           

 

Open Friday

 

Am Open Friday findet ein fachlich übergreifender Mitarbeiteraustausch statt mit Themen, die von Mitarbeitern initiiert und aktiv gestaltet werden. Sie diskutieren Probleme aus aktuellen Projekten oder erörtern das übergeordnete Innovationspotenzial. Die Häufigkeit und der Umfang des Open Friday können variabel gestaltet werden.

 

Online-Lernen

Agile Strukturen wirken sich auch auf die Art des betrieblichen Lernens aus: Arbeit und Lernen sind eng miteinander verkoppelt, und das vernetzte Arbeiten außerhalb starrer Strukturen macht kontinuierliches Lernen notwendiger denn je. Genauso wie die Digitalisierung, die für rasante Veränderungen in nahezu allen Bereichen sorgt. Digitale Weiterbildungsformen kommen da gerade richtig: Sie ermöglichen überall schnelles, ortsunabhängiges und individuelles Lernen. Die Bereitschaft, online zu lernen, die Vielfalt neuer Lernformen zu nutzen und fachlich über den Tellerrand zu schauen, wird zur Kernkompetenz.

10 Gründe für agiles betriebliches Lernen

 

 

P            

 

Prototyping

Prototyping ist ein wichtiger Schritt in der kundenzentrierten Innovationsentwicklung: Nachdem Ideen entwickelt wurden, empfiehlt es sich, sie anhand von Prototypen „am Kunden“ zu testen. Nutzer können Dinge ausprobieren und befragt werden, was für noch detailliertere Erkenntnisse sorgt, die ins Endprodukt einfließen können. Anhand mehrerer verschiedener Prototypen können bestimmte Eigenschaften verglichen und auf ihre Markttauglichkeit hin überprüft werden.

Prototyping als Teil von Design Thinking – hier als Video

 

Persönlichkeitsentwickung

Neben dem reinen „Wissen“ und fachlichen Kompetenzen spielt die Persönlichkeit eine entscheidende Rolle für den beruflichen Erfolg und Aufstieg. Dazu sollte man sich selbst und seine Wirkung auf andere erst einmal gut kennen(lernen), zum Beispiel anhand professioneller Persönlichkeits- und Potenzialanalysen. Auf dieser Basis können entsprechende Anpassungen erfolgen, die Stress und Missverständnisse reduzieren, während sie die Zufriedenheit und vor allem erfolgreiche persönliche Entwicklungen unterstützen.

Entdecken Sie Ihr Potenzial! 

 

Q           

 

Qualitätssicherung in agilen Projekten

Agilität berücksichtig mehr Qualitätssicherungsaspekte, als es im ersten Moment vermuten lässt. Gerade mit agilen Projektenmanagement-Methoden wie Srcum und Kanban sind regelmäßige Retrospektiven oder Feedback-Loops, die auch das Ziel der Qualitätssicherung haben, fester Bestandteil im agilen Prozess. Diese Qualitätssicherungs-Anker werden bereits sehr frühzeitig in der Leistungserbringung gesetzt und laufend reflektiert.

 

R            

 

Retrospektive

Retrospektiven sind Teamtreffen, bei denen es darum geht, aus der Vergangenheit zu lernen. Dazu schauen die Teammitglieder gemeinsam auf ein Thema, eine Aufgabe zurück und bewerten, was gut und was schlecht gelaufen ist, um so zu Verbesserungsmaßnahmen zu kommen. Regelmäßige Retrospektiven führen zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess; darüber hinaus fördern sie die Zusammenarbeit in Teams und das Lernen.

Kontakt

Stefanie Meise

Ihre persönliche Ansprechpartnerin

Stefanie Meise
Leitung Business Akademie
Tel.: 04161 516589

Seminarfinder

Kundenstimmen

Die gesamte Organisation vor und während des Kurses war hervorragend und ich bin mir sicher, dass ich die erlernten Fähigkeiten höchst effizient anwenden kann. Die praxisbezogenen Übungen und Aufgaben waren ...

Christian Scheifele, Steuerkanzlei Fehlner & Partner München
Weitere Kundenstimmen