Führungskräfte fürchten den digitalen Wandel

… aber erkennen auch zunehmenden Kompetenzbedarf

 

Innovationen und neue Technologien lösen bei Mitarbeitern, aber auch bei Führungskräften oftmals ein eine ablehnende Haltung aus. Sie fühlen sich in der Konfrontation mit Veränderungsprozessen überfordert. Woran liegt das? Und wie begegnet man den Herausforderungen? Die Studie „Digitale Überforderung im Arbeitsalltag“ offenbart einige interessante Ergebnisse.

„Digitale Transformation“ gilt in der Arbeitswelt als das Schreckgespenst schlechthin. Ein deutliches Gefühl der Überforderung macht sich bei der Unternehmensleitung, bei Führungskräften und unter den Mitarbeitern breit. Viele Unternehmen setzen sich  ganz aktiv mit den Herausforderung der digitalen Transformation auseinander und implementieren digitale Innovationen. Nicht immer freiwillig – häufig vom Wettbewerb getrieben.

 

Der digitale Wandel rüttelt an bewährten und gewohnten Arbeitsabläufen

Management- und Führungsprozesse waren in betrieblichen Organisationen aufeinander abgestimmt. Dieses Gleichgewicht gerät immer häufig ins Wanken.  Das ist ein Ergebnis der  Studie zum Thema „Digitale Überforderung im Arbeitsalltag“ im Auftrag von Sopra Steria Consulting. Laut dieser Studie grault es tatsächlich jedem fünften Arbeitnehmer vor der digitalen Transformation. Diese Vorbehalte sind im Kreise der Führungskräfte ebenfalls verblüffend stark ausgeprägt.

So deutliche Vorbehalte im Führungskreis sind problematisch. Gerade Führungskräfte sind die natürliche Schnittstelle zwischen der Unternehmensführung und den Beschäftigen. Sie verantworten die Umsetzung der Strategie und damit einherge

hende Ablauf- und Organisationsveränderungen. Wenn dieses Bindeglied nicht mehr voll den neuen transformalen Weg mitgeht, wird der Wandel ausgebremst und Chancen werden vertan.

 

Verblüffend: Die Jungen sind besonders skeptisch

Ein weiteres Ergebnis der Studie lässt aufhorchen: Auch ein hoher Anteil der Unter-30-Jährigen tritt der digitalen Veränderung skeptisch entgegen. Das verwundert insofern, als dass diese Generation als sogenannte Digital Natives mit den neuen Technologien eigentlich eng verbunden ist.

Interessant: Die 40-50 Jährigen haben deutlich weniger Vorbehalte gegenüber dem digitalen Wandel als die jüngere Beschäftigungsgeneration. Diese Gruppe hat im Laufe ihres Berufslebens offenbar gelernt, dass Veränderungen – auch durch technologische Innovationen – nicht aufzuhalten sind und Vorteile bringen. Beschäftigte dieser Altersgruppe können auf Erfahrungswissen zurückgreifen, die in Veränderungsprozessen offensichtlich Sicherheit gibt.

Ganz offenbar gibt es bei Führungskräften und Mitarbeitern eine hohe Unsicherheit bezüglich der Auswirkungen digitalen Wandels. „Ursache für die verbreitete Skepsis gegenüber digitalen Lösungen ist in den meisten Fällen Unsicherheit hinsichtlich der konkreten Auswirkungen auf den eigenen Arbeitsplatz“, kommentiert Matthias Frerichs, Senior Manager Digital Banking bei Sopra Steria Consulting.

 

Bessere Kommunikation, stärkere Thematisierung und digitale Fortbildung nötig

Es ist erstaunlich, dass jeder sechste Studienteilnehmer nicht versteht, warum bestimmte digitale Hilfsmittel eingesetzt werden sollen. Umso entscheidender ist es, dass Führungskräfte ihren Beschäftigten die betrieblichen Digitalisierungsziele so klar wie möglich aufzeigen. Digitalisierungsziele gehören als extra Gesprächspunkt mit in die Mitarbeiter-Jahresgespräche. Führungskräfte müssen ihre Mitarbeiter rechtzeitig über Digitalisierungsmaßnahmen informieren und sie so auf zukünftige Prozessveränderungen vorbereiten.

Laut der Studie haben sich im Business zwei Lösungsansätze bewährt: Digitale Fortbildung für bestimmte Zielgruppen – z. B. das TOP-Management – und die Einstellung eines qualifizierten Technologiestrategen, der in der Unternehmensführung die Rolle eines Chief Digital Officer (CDO) einnimmt.

 

Betriebliche Weiterbildung als Schlüssel

Unternehmen erkennen immer mehr die Notwendigkeit, digitale Kompetenzen bei ihren Mitarbeitern aufzubauen und weiterzuentwickeln. 60 % der befragten Studienteilnehmer haben bereits betriebsintern eine adäquate Weiterbildung absolviert. Bei den Führungskräften sind es zehn Prozentpunkte mehr.

Die Studie zeigt aber auch deutlich, dass die bisherigen Qualifikationsmaßnahmen noch keineswegs ausreichen. Mehr als 25 % der Beschäftigten geben an, auf private Bildungsangebote zurückzugreifen, oder sie erwerben autodidaktisch digitale Fähigkeiten und Kenntnisse, die im Job benötigt werden.

Es ist davon auszugehen, dass in Zukunft das Thema Lernen & Digitalisierung einen deutlichen Fokus in Unternehmen erhalten wird. Denn fast 90 % der Führungskräfte sehen in diesen Themenfeldern wichtige Voraussetzungen für digitales Wissen und Können.

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