Innovationsentwicklung mit Design Thinking: In 6 Schritten zum erfolgreichen Produkt

Unternehmen müssen in immer kürzeren Zyklen Produkte und Dienstleistungen auf den Markt bringen, die die Kunden begeistern. Dabei sind die Innovationsentwicklungen am wirkungsvollsten, wenn sie den Nerv der Zeit treffen – und vor allem den des Kunden. Nur so bleiben Sie wettbewerbsfähig. 

Aber wie kann das möglichst effizient und wettbewerbstauglich gelingen?

Die derzeit beliebteste Methode, um neue Ideen zu entwickeln, ist Design Thinking. Die Design Thinking Methode ist geleitet von der Frage: Welche Bedürfnisse hat der Zielkunde? Mit Unterstützung eines interdisziplinären Teams und auch durch Einbeziehung der Kunden werden Bedürf

nisse, Wünsche und Vorbehalte ans Tageslicht gebracht, die für eine neue Produktentwicklung entscheidend sein können. Denn der Fisch muss dem Angler – dem Kunden – schmecken und nicht anders herum.

Die Methode verläuft in sechs Schritten. Lassen Sie uns die einzelnen Abschnitte anhand der Entwicklung eines neuen Online-Computerspiels durchgehen:

 

1. Schritt: Was sind die Kundenbedürfnisse?

Ein Produkt soll in erster Linie ein Bedürfnis des Kunden befriedigen.   Mit welchen Problemen ist er konfrontiert? Worauf hat er Lust, kann aber seine Wünsche nicht verwirklichen? Was motiviert ihn wirklich?

 

2. Schritt: Feedback und Beobachten

Ein altes Sprichwort sagt: „Man kann den Menschen nur vor den Kopf gucken, hineinschauen geht nicht.“ Unternehmen kennen die tatsächlichen Gedanken ihrer Kunden kaum. Um aber auf der richtigen Spur zu sein, ist es wichtig, den Kunden besser kennenzulernen. Dabei hilft es, das Verhalten im Alltag zu beobachten. Für welche Computerspiele interessiert sich die Zielgruppe bereits, was sind die Favoriten und warum? Zu welchen Uhrzeiten wird gespielt? Wird eher alleine oder in kleinen Gruppen gespielt? Oder gibt es sogar eine Online-Community? Tipp: Kundeninterviews helfen, hierauf gute Antworten zu finden. Dabei sollte man die Kommunikation der eigenen Überzeugungen aber vermeiden. Das verfälscht sonst die Ergebnisse. Mit dem Ohr dicht am Kunden erfährt das Unternehmen mehr über die Stärken und Schwächen der Produktinnovation.

 

3. Schritt: Gemeinsame Sichtweisen

Wenn die Beobachtungen zusammengetragen werden, ergibt sich ein großes Bild. Darin finden sich häufig viele Gemeinsamkeiten und Schnittmengen – Dinge, die uns verbinden. Nehmen wir an, Sie haben eine besondere Beobachtung gemacht: Gamer verlassen immer dann ein Online-Computerspiel, wenn von einem zum nächsten Level Werbung eingeblendet wird. Jetzt gilt es, mehr ins Detail zu gehen und eine allgemeine Hypothese aufzustellen: Bezieht sich die Beobachtung nur auf Banner-Werbung und/oder gibt es auch einen Zusammenhang zur Größe der Anzeige und Dauer der Einblendung? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Ausstiegsrate und Werbeinhalt? Es ist aufwändig, diesen Dingen auf die Spur zu kommen, aber es lohnt sich. Denn allgemeingültige Erkenntnisse sind sehr wertvoll für die Produktentwicklung.

 

4. Schritt: Ideen entwickeln

Jetzt geht es darum, den Wunsch des Nutzers zu befriedigen bzw. sein Problem zu lösen. Dafür ist am besten ein interdisziplinäres Team geeignet. Denn außenstehende Personen bieten durch ihre unabhängige Perspektive besonders viel Potenzial, das Projekt mit frischem Input zu bereichern. Dadurch kommt der Design Thinking Process weiter in Schwung: Geben Sie ausgefallenen Ideen eine Chance und spielen Sie sie in ihrem Szenario durch. Die bequemste Lösung ist nicht immer die beste. Innovationen entstehen außerhalb der Komfortzone.

 

5. Schritt: Prototypen entwickeln

Mithilfe eines Prototyps kann der User erstmals Dinge ausprobieren – und Sie können ihn dazu befragen. Holen Sie sich Feedback ein, das für noch detailliertere Erkenntnisse sorgt und in die weitere Entwicklung einfließen kann. Entwickeln Sie am besten mehrere kostengünstige Prototypen – in unserem Fall Spielevarianten: Sie bieten die Möglichkeit, verschiedene Ideen zu vergleichen und auf ihre Markttauglichkeit zu überprüfen.

 

6. Schritt: Testen unter realen Bedingungen

Der letzte Schritt der Innovationsentwicklung: Testen! Kundenbefragungen und Benchmarks alleine reichen nicht aus, um zu wissen, ob das Produkt am Markt funktioniert oder nicht. Es muss getestet werden. Nur so kann das Unternehmen herausfinden, ob der Kunde von der Idee, vom Prototyp begeistert und emotional berührt ist. Das funktioniert am einfachsten, wenn echte Kunden das Produkt im normalen Alltag ausprobieren und richtig nutzen können. Das ist Testen unter realen Bedingungen. Unternehmen haben so die Möglichkeit, direktes Kundenfeedback zum Produkt zu erhalten. Dabei wird es auch kritische Töne geben und möglicherweise tauchen Entwicklungsfehler auf. Genau dazu ist die Testphase aber da: Sie macht das Produkt Schritt für Schritt einfach besser.

 

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