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    Informationsmanagement in Unternehmen

    Informationsmanagement ist die Verbindung von Wirtschaftswissenschaften und Informatik

    Die Bedeutung von Informationsmanagement für Unternehmen nimmt im Zeitalter der Digitalisierung stetig zu. Informationen und deren Qualität bestimmen das Risiko für den Erfolg von Entscheidungen und Maßnahmen einzelner Institutionen wie zum Beispiel Unternehmen, Ministerien und Organisationen.

     

    Informationen sind deshalb ein betriebswirtschaftlicher Produktionsfaktor und die Grundvoraussetzung für wirtschaftliches Handeln innerhalb eines Unternehmens. Insbesondere im Hinblick auf die permanente Veränderung externer und interner Faktoren bedarf die Beschaffung, Aufbereitung und der Einsatz von Informationen deshalb eines entsprechenden Managements.

    Eine besondere Bedeutung hat das Verarbeiten von Informationen in Bezug auf strategische Ziele und Innovationsmanagement. Beim heutigen Innovationswettbewerb ist das Vertrauen auf rein „zufällig“ erfolgreiche Erfindungen und deren Markteinführung nicht mehr ausreichend, stattdessen benötigt es hochwertige Informationsbeschaffung.

    Mangelnde Informationsaufbereitung in technischer, wirtschaftlicher, sozialer und politischer Entwicklung, Wettbewerbssituation, Rechtsvorschriften, Ökologie und Management-Technologien führen zum Misserfolg am Markt und bedrohen im schlimmsten Fall die Existenz eines Unternehmens.

    Unternehmensführung auf Basis von Informationsmanagement

    Die Reichweite der Aufgabenfelder des Informationsmanagements erstreckt sich von operativen Tätigkeiten derInformationsverarbeitung bis zur Unterstützung der strategischen Unternehmensführung. Die Software und dazugehörige IT beim Informationsmanagement ist deshalb in der Regel auf die wirtschaftlichen Unternehmensziele ausgerichtet. Da Informationen gezielt verarbeitet werden, besitzt die Wirtschaftsinformatik somit eine starke strategische Komponente. Die Informationslogistik innerhalb der IT beeinflusst deshalb auch organisatorische Unternehmensabläufe, als dass sie die Rahmenbedingungen des Informationsfluss definiert

    Informationsmanagement ist die Schnittstelle zwischen der IT und den Mitarbeitern, in der gesteuert wird, wer welche Informationen erhält. Sie stellt einen Teil der Kommunikationspolitik der Institution dar, die der Unternehmensführung zugrunde liegt.

    Ziele des Informationsmanagements

    Das Informationsmanagement hat die Aufgabe, den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens durch gezielte Darlegung von Informationen zu optimieren. Dabei gibt es unterschiedliche Teilziele, die in vielfältiger Art und Weise miteinander verknüpft sind und dadurch eine Verbindung zwischen Wirtschaftswissenschaften und Informatik schaffen.

    Versorgung der Führungskräfte mit Informationen

    Um Führungskräfte hinsichtlich wirtschaftlicher Entscheidungsprozessemit zielführenden Informationen zu versorgen, bedarf es eines optimalen Informationsmanagements. Relevante Informationen müssen gesammelt, selektiert, aufbereitet und dem Nutzer in entsprechender Qualität auf dem richtigen Medium zugänglich gemacht werden. Um die Relevanz der einzelnen Information bewerten zu können, wird eine Unternehmensstrategie vorausgesetzt, die wiederum selbst aus Informationen bezüglich Stärken und Schwächen sowie des wirtschaftlichen Umfelds eines Unternehmens besteht.

    Zielgerichtete Verarbeitung von Informationsdaten durch die IT-Abteilung

    Aus der Notwendigkeit der Bereitstellung von relevanten Informationen ergibt sich das zweite Ziel des Informationsmanagements: Die Überwachung, Kontrolle und Verarbeitung der Informationsdaten mithilfe von leistungsfähigen, computergestützten Informationssystemen. Die Software selbst muss wirtschaftlich und effizient gestaltet sein. Es ist das Ziel eines Informatikers, ein perfekt auf den Unternehmensbereich zugeschnittenes Datensystem zu konzipieren. Dies bereitzustellen und zu pflegen.

    Aufgaben des Informationsmanagements

    Abgeleitet von den zuvor genannten Zielen ergeben sich folgende Aufgaben des Informationsmanagements innerhalb eines Unternehmens oder einer Institution.

    Schnittstelle zum Unternehmens-Controlling

    Eine zentrale Aufgabe des Informationsmanagements ist es, Nutzeranforderungen an die bereitzustellenden Informationen zu überprüfen. Es ist von elementarer Bedeutung, sicherzustellen, dass die Qualität von bereitgestellten Informationenden Ansprüchen einer Unternehmensführung entspricht. Deshalb müssen im Austausch mit dieser die Anforderungen genau definiert und bei Bedarf nachjustiert werden.

    Erstellung einer Informationslogistik

    Durch die Abbildung der zuvor definierten Nutzerprofile, der Informationsobjekte (z.B. Kunden, Werke, Produkte) sowie der Informationsflüsse wird die Informationslogistik erstellt und bei Bedarf angepasst. Sie ist die Grundlage für die Infrastruktur und Applikationen des Informationsmanagements.

    Strategisches Informationsmanagement – die langfristige Ausrichtung

    Beim strategischen Informationsmanagement wird die IT-Struktur an die Unternehmensstruktur angepasst (Business-IT-Alignment). Außerdem wird eine IT-Governance definiert und implementiert. Dabei handelt es sich um ein Rahmen- und Regelwerk zur Führung der Informatik.

    Operatives Informationsmanagement – kurzfristige Planung, Kontrolle und Steuerung

    Die Prozesse, Organisation und Ressourcen der Informatik-Systeme müssen durchgängig überwacht und durch geeignete Methoden und Werkzeuge gesteuert werden. Das Informationsmanagement muss jederzeit in der Lage sein, gezielte Informationen abzurufen und zu verarbeiten.

    Qualitätsmanagement

    Die Qualität des Informationsmanagement wird durchgängig kontrolliert, verbessert und auf einen vorbestimmten Qualitätsstandard ausgerichtet. Durch gezielte Maßnahmen werden zum Beispiel die Durchlaufzeit der Informationsbereitstellung, die Fehlerrate in den verschiedenen Teststufen oder die Ausfallzeiten optimiert.

    Berufliche Perspektiven mit einem Studium Informationsmanagement

    Um auf die Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung zu reagieren, besteht die Möglichkeit, Informationsmanagement zu studieren. Dabei handelt es sich um Studiengänge, die sowohl eine wirtschaftswissenschaftliche Komponente als auch eine Informatik-Komponente beinhalten. In vielen Städten in Deutschland gibt es sowohl Bachelor- als auch Masterstudiengänge zu diesem Thema.

    Absolventen eines Studienganges Informationsmanagement sind qualifiziert, Informationsinfrastrukturen zu überwachen, zu steuern, weiterzuentwickeln und zu managen.

    Die Studienrichtung ist generell an keine bestimmte Branche gebunden, da Informationsmanagement in fast allen Wirtschaftsbereichen eine große Rolle spielt. Absolventen arbeiten nach dem Studium an der Schnittstelle von Kommunikation und Informationsverarbeitung. Ein besonderes Feld, das auch als spezialisierte Form des Informationsmanagements studiert werden kann, ist der Gesundheitsbereich.

    Das Gehalt eines Informationsmanagers hängt von seiner Qualifizierung, Erfahrung und seinem Abschluss ab, weshalb sich eine recht große Spanne im Verdienst ergibt. Grundsätzlich kann nach dem Studium aber mit einem Gehalt zwischen 4.200 und 5.300 €brutto pro Monat gerechnet werden.

    Zukunftsperspektiven bei Berufen im Informationsmanagement

    Da Studenten und Fachkräfte in diesem Bereich wertvolles Wissen aus Wirtschaft und Informatik kombinieren, sind sie auf dem Arbeitsmarkt sehr beliebt und erhalten oft Stellen als Führungskräfte. Generell sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sehr groß, da die Digitalisierung immer weiter fortschreiten und der Arbeitsmarkt vermehrt Experten der Datenverarbeitung und Informatik brauchen wird.

    Weiterbildungen zum Thema Informationsmanagement beim IBB

    Neben dem klassischen Masterstudium, welches auf einen Wirtschafts- oder Informatik-Bachelor aufbaut, gibt es auch noch andere Weiterbildungsmöglichkeiten:

    Unterschiedliche private und staatliche Anbieter haben Kurse und Schulungen im Programm, die teilweise zertifiziert sind. Aufgrund des hohen Bedarfs anFachpersonal im IT-Bereich sind Absolventen dieser Fortbildungskurse auf dem Arbeitsmarkt beliebt und erhalten sehr wahrscheinlich schnell passende und gute Jobangebote.

    Auch Umschulungen im Informationsmanagement sind besonders interessant für Berufstätige, die vorrangig auf entweder den wirtschaftlichen- oder den Informatikbereich spezialisiert sind und sich breiter aufstellen wollen. Auch das IBB bietet Ihnen einige passende Weiterbildungen im Bereich Informationsmanagement an.

    Weiterbildung Basisqualifikation IT-Berufe: Ein­führung in IT-Systeme und Projekt­durch­führung

    • IT-Systeme
    •         Einsatzfelder und Entwicklungstrends
    •         Systemarchitektur, Peripherie, Hardware & Betriebssysteme
    •         Digital-/Elektrotechnik, Schutzmaßnahmen, EMV
       
    • Qualitätsmanagement/Projektmanagemen
    •         Normungslandschaft
    •         Anforderungsanalyse
    •         Konzeption
    •         Projektvorbereitung
    •         Projektdurchführung
       
    • Englisch
    •         Grammatik und Vokabeln (individuelles Sprachniveau)
    •         Fachliches Englisch verstehend lesen
    •         Englisch kommunizieren / Support

    Weiterbildung Basis­qualifikation IT-Berufe: Netzwerke und Anwender­systeme

    •     Vernetzte IT-Systeme
    •     Netzwerkarchitekturen
    •     Systeme / Bestandteile OSI-Layer- Subnetting
    •     Domain Name System Entwickeln und Bereitstellen
          von Anwendungssystemen
    •     Grundlagen der Programmierung
    •     Ist-Analyse und Konzeption
    •     Programmiertools - Struktogramme /
          relevante Codes
    •     Rechnungswesen und Controlling
    •     Kosten und Erträge
    •     Ergebnisse der Betriebsabrechnung auswerten
    •     Daten für Statistiken beschaffen, darstellen, interpretieren
    •     Geschäftsprozesse und betriebliche Organisation
    •     Leistungserstellung und -verwertung
    •     Betriebliche Organisation
    •     Kaufmännische Steuerung und Kontrolle

    Weiterbildung Fachinformatiker - Fach­informatikerin, Anwendungs­entwicklung - Vor­bereitung auf Externen­prüfung / Externen­regelung (inkl. Prüfungs­gebühren) - 24 Wochen

    • Vorbereitung auf die Abschlussprüfung mit den Schwerpunkten:
    •         Ganzheitliche Aufgaben 1 (berufsspezifische Fachqualifikation)
    •         Ganzheitliche Aufgaben 2 (Kernqualifikation)
    •         Wirtschafts- und Sozialkunde
    •         Projektdurchführung mit schriftlicher Dokumentation
    •         Projektpräsentation und Fachgespräch

    Fach­informatiker - Fach­informatikerin, Anwendungs­entwicklung - Umschulung (IHK)

    •     Lern- und Arbeitstechniken
    •     Geschäftsprozesse und betriebliche Organisation (BWL)
    •     Arbeitsorganisation und -techniken
    •     Informations- und telekommunikationstechnische
          Produkte und Märkte
    •     Einfache IT-Systeme
    •     Entwickeln und Bereitstellen von Anwendungssystemen
    •     Vernetzte IT-Systeme
    •     Öffentliche Netze und Dienste
    •     Betreuen von IT-Systemen
    •     Fachliches Englisch
    •     Markt- und Kundenbeziehungen
    •     Qualitätsmanagement / Projektmanagement
    •     Rechnungswesen und Controlling
    •     Systementwicklung
    •     Durchführung von Schulungen
    •     Kundenspezifische Anwendungslösungen
    •     Bewerbungstraining

    Fach­informatiker - Fach­informatikerin, Anwendungs­entwicklung - Umschulung (IHK) inkl. Cambridge Sprach­zertifikat

    •     Lern- und Arbeitstechniken
    •     Geschäftsprozesse und betriebliche Organisation (BWL)
    •     Arbeitsorganisation und -techniken
    •     Informations- und telekommunikationstechnische
          Produkte und Märkte
    •     Einfache IT-Systeme
    •     Entwickeln und Bereitstellen von Anwendungssystemen
    •     Vernetzte IT-Systeme
    •     Öffentliche Netze und Dienste
    •     Betreuen von IT-Systemen
    •     Fachliches Englisch
    •     Markt- und Kundenbeziehungen
    •     Qualitätsmanagement / Projektmanagement
    •     Rechnungswesen und Controlling
    •     Systementwicklung
    •     Durchführung von Schulungen
    •     Kundenspezifische Anwendungslösungen
    •     Bewerbungstraining
    •     Cambridge Sprachzertifikat

    Fach­informatiker - Fach­informatikerin, System­integration - Umschulung (IHK)

    •     Lern- und Arbeitstechniken
    •     Geschäftsprozesse und betriebliche Organisation (BWL)
    •     Arbeitsorganisation und -techniken
    •     Informations- und telekommunikationstechnische
          Produkte und Märkte
    •     Einfache IT-Systeme
    •     Entwickeln und Bereitstellen von Anwendungssystemen
    •     Vernetzte IT-Systeme
    •     Öffentliche Netze Dienste
    •     Betreuen von IT-Systemen
    •     Fachliches Englisch
    •     Markt- und Kundenbeziehungen
    •     Qualitätsmanagement / Projektmanagement
    •     Rechnungswesen und Controlling
    •     Systementwicklung
    •     Durchführung von Schulungen
    •     Systemintegration
    •     Service und Benutzerunterstützung
    •     Bewerbungstraining

    Weiterbildung Informationsquellen und Arbeitsmethoden für IT-Berufe

    • Informationsquellen und Arbeitsmethoden
    •         Informieren und Kommunizieren
    •         Planen und Organisieren
    •         Teamarbeit
       
    • Der Betrieb und sein Umfeld
    •         Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
    •         Umweltschutz

    Weiterbildung Geprüfte/-r Medien­fachwirt/-in (IHK)

    • Vorbereitung auf den Prüfungsteil 'Grundlegende Qualifikationen' mit folgenden Prüfungsteilen:
    •         Rechtsbewusstes Handeln
    •         Betriebswirtschaftliches Handeln
    •         Anwenden von Methoden der Information, Kommunikation
              und Planung
    •         Zusammenarbeit im Betrieb
       
    • Vorbereitung auf den Prüfungsteil 'Handlungsspezifische Qualifikationen'
      mit folgenden Qualifikationsschwerpunkten:
    •         Medienproduktion
    •         Produkte und Prozesse der Print- und Digitalmedienproduktion
    •         Medienproduktion
    •         Medienprozesse
    •         Medienkalkulation und Produktionsplanungssysteme
    •         Führung und Organisation
    •         Personalmanagement
    •         Marketing
    •         Kosten- und Leistungsmanagement
    •         Medienrechtliche Vorschriften