Lean Management – die Unternehmensphilosophie der Zukunft

Lean Management – die Unternehmensphilosophie der Zukunft

Mit zunehmender Globalisierung stehen Unternehmen immer stärker unter Wettbewerbsdruck. Um nachhaltig konkurrenzfähig zu bleiben, müssen Abläufe in Unternehmen optimiert werden. Ein möglicher Ansatz hierfür ist das Prinzip des Lean Managements.

Lean Management bedeutet direkt übersetzt „schlankes Management“ und beschreibt grundlegend, dass eine kontinuierliche Prozessoptimierung innerhalb von Unternehmen angestrebt wird. Diese soll vor allem dadurch realisiert werden, dass die Verschwendung von Ressourcen jeglicher Art vermieden und höchstmögliche Qualität erreicht werden soll. Mithilfe verschiedener Methoden und Denkprinzipien wird die Wirtschaftlichkeit maximiert. Hierbei stehen vor allem Kundenorientierung und Effizienz im Vordergrund.

 

Lean Management – ein Denkansatz, von dem alle profitieren

Lean Management will unternehmensinterne Prozesse kontinuierlich verbessern. Dabei steht nicht nur das Endprodukt im Fokus, sondern die gesamte Wertschöpfungskette industrieller Güter. Somit ist nicht nur die Führungsetage für das Ausführen der Lean Management Methoden zuständig, sondern sämtliche Mitarbeiter nehmen direkt und aktiv an der Umsetzung der Prinzipien teil. Dadurch steigt die Eigenverantwortung auf Seiten der Mitarbeiter und entbindet diese von einer strikten Führung ihres Vorgesetzten.

Lean Management – Profit durch ein Denkansatz

Dies wiederum bietet die Möglichkeit einer Selbstentfaltung. Durch den Gedanken, Ressourcen zu sparen, kann sich jeder Mitarbeiter auf seine individuellen Stärken konzentrieren. Alle Prozesse werden optimal aufeinander abgestimmt. Alle Abteilungen stehen im ständigen und offenen Austausch miteinander. Als Resultat wird die Teamarbeit gestärkt.

Für das Unternehmen selbst ergeben sich Vorteile des Lean Management im Bereich der Kostensenkung; eine höhere Wirtschaftlichkeit und Effizienz haben zur Folge, dass weniger Ressourcen verschwendet werden und somit Kosten niedrig gehalten werden können. Da die Mitarbeiter mehr Eigenverantwortung tragen, kann sich das Unternehmen außerdem auf seine Kernkompetenzen konzentrieren. Lean Management basiert auf dem Prinzip der Kundenorientierung, welches somit immer im Mittelpunkt aller Bemühungen steht. Das aus den Lean Management Bemühungen hervorgegangene Endprodukt ist in der Regel von sehr hoher Qualität und deckt individuelle Wünsche und Bedürfnisse ab.

 

Die Grundprinzipien des Lean Management

Anders als bei anderen Unternehmensprinzipien basiert das Lean Management nicht auf einem Regelwerk, welches strikt umgesetzt wird. Vielmehr geht es beim Lean Management darum, mehrere Prinzipien und Denkansätze individuell zu entwerfen und miteinander zu verbinden, dass letztendlich alle Arbeits- und Herstellungsprozesse miteinander harmonieren. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es verschiedene Grundprinzipien. Die Grundprinzipien des Lean Management werden nach Womack und Jones in fünf verschiedene Kategorieren eingeordnet.

Lean Management – Grundprinzipien

 

Definieren des Werts aus Sicht des Kunden

Es wird genau analysiert, was die individuellen Bedürfnisse der Kunden sind. Das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Das Produkt selbst wird dabei von höchster Qualität und zu einem angemessenem Preis angeboten.

 

Identifizieren des Wertstroms

Der Wertstrom definiert sich über alle erforderlichen Prozesse zur Herstellung eines Produktes. Durch das Identifizieren des Wertstroms lässt sich genau ermitteln, welche Rohstoffe, Materialien, Maschinen und Mitarbeiter für die Produktherstellung benötigt werden. Auf Grundlage dieser Analyse lässt sich sicherstellen, dass nur genau die Ressourcen bereit gestellt werden, die nötig sind, ohne dabei zusätzliche Ressourcen zu verschwenden.

 

Das Fluss-Prinzip

Anders als in vielen Unternehmen, in denen Zwischenlager und Pufferbestände ein Bestandteil der Herstellungsprozesse von Produkten sind, soll beim Lean Management auf eben diese verzichtet werden. Verschiedene Arbeitsschritte sollen möglichst optimal aufeinander abgestimmt werden (Supply Chain Management). Hohe Lagerkosten entfallen und das gewünschte Produkt wird zur gewünschten Zeit geliefert (Just-in-time).

 

Das Pull-Prinzip

Beim Pull-Prinzip werden Arbeitsprozesse auf individuelle Bedürfnisse und Wünsche von Kunden ausgerichtet. Dabei wird nicht nach strikten Planungsvorgaben produziert, sondern zum jeweiligen Zeitpunkt, zu dem es vom Kunden gewünscht ist. Der „Pull-Faktor“ ist hierbei der Kunde, der die jeweiligen Produkte mit seinen Abruf durch den Produktionsprozess zieht.

 

Kontinuierliches Anstreben von Perfektion

Beim Lean Management geht es nicht darum, einen vorgegeben Zustand zu erreichen und in diesem anschließend zu verweilen. Vielmehr streben die Lean-Management-Prinzipien eine kontinuierliche Optimierung an. Mitarbeiter sind dazu aufgefordert, Arbeitsabläufe kritisch zu betrachten und Verbesserungsideen einzubringen. Lean Management beruht auf dem Gedanken, dass Stillstand mit Rückschritt gleichzusetzen ist und dass Optimierung kein zu erreichender Zustand, sondern ein kontinuierlicher Prozess ist.

 

Lean-Management-Methoden

In der Praxis wird Lean Management mithilfe verschiedener Methoden und Tools umgesetzt.

 

Einbeziehung aller Mitarbeiter

Um die Methoden des Lean Management erfolgreich umzusetzen, müssen die Mitarbeiter miteinbezogen werden und für Fehler und Verschwendungen sensibilisiert werden. Gleichzeitig stärkt dies auch die Motivation der Mitarbeiter und deren Expertise.

Lean Management – Methoden

 

Kennzahlsysteme

Ein Kennzahlsystem wird verwendet, um die Fortschritte der Unternehmensoptimierung zu messen. In diesem System werden Faktoren wie beispielsweise Arbeitszeiten, Verrichtungszeiten und die Anzahl der Mitarbeiter erfasst.

 

Wertstromanalyse

Die Wertstromanalyse ist die Kernmethode des Lean Managements. In dieser Methode werden Unternehmensprozesse visuell dargestellt. Ein Unternehmen bekommt damit Aufschluss und Transparenz über den Ist-Zustand. Diese visuelle Darlegung hilft den Mitarbeitern , bestimmte Zustände und Optimierungsbedarfe zu erkennen.

 

Anwendbarkeit des Lean-Management-Gedanken

Das Lean Management hat seinen Anfang in der Automobilbranche genommen und galt lange Zeit als eine spezifische Methode für diesen einzelnen Sektor. Lean-Management-Methoden sind jedoch nicht nur automobil- oder produktspezifisch, sondern lassen sich in allen denkbaren Bereichen anwenden. Auch Dienstleistungsunternehmen haben mittlerweile das Prinzip des Lean Management für sich entdeckt, angewendet, ausgedehnt und erweitert.

Lean Management – Anwendbarkeit des Gedanken

 

Lean Management hilft Mitarbeitern und Unternehmen

Lean Management erfährt in der heutigen Zeit eine immer größere Bedeutung. Es stellt eine Möglichkeit dar, dem steigenden Konkurrenzdruck aufgrund Globalisierung und Digitalisierung standzuhalten.

Aus diesen Gründen lohnt es sich, sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer, sich in diesem Bereich fortzubilden. Mitarbeiter werden in diesem Zusammenhang für die Faktoren Verschwendung und Fehler sensibilisiert und Arbeitgeber lernen, wie sie ihre Mitarbeiter dabei unterstützen, ihr Potential auszuschöpfen und sich eigenverantwortlich an den Optimierungsprozessen zu beteiligen.

Lean Management – Hilft Mitarbeitern und Unternehmen

 

Weiterbildungen Lean Management beim IBB

Weiterbildung Erfolgreiches Beschwerdemanagement

Ein funktionierendes und gelebtes Qualitätsmanagement wird von vielen Unternehmen und Kunden mittlerweile als Aushängeschild für echte Qualität und professionelles Arbeiten wahrgenommen. Das Einführungsseminar gibt Ihnen eine begriffliche und inhaltliche Orientierung und vermittelt Ihnen, welche Mechanismen, Methoden und Tools im operativen Qualitätsmanagement für Ihre Tätigkeit relevant sind.

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Weiterbildung Führung 2.0 – Virtuelle Teams führen

Die Führung regional verteilter Mitarbeiter und Teams stellt eine besondere Herausforderung dar. Im Rahmen des Seminars werden Methoden und Instrumente zur Mitarbeiterführung, Teambildung und -entwicklung sowie -kommunikation unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Führens über Distanz behandelt. Gezielte Umsetzung der Erfolgsfaktoren und Erarbeitung optimaler Rahmenbedingungen einer virtuellen Zusammenarbeit stehen dabei im Vordergrund.

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Weiterbildung Management und Projektmanagement

Erfolgreiche Führung schließt sowohl den kreativen Einbezug und die Entwicklung von Mitarbeitern als auch das kompetente Projektmanagement ein. In diesem Kurs lernen Sie die wichtigsten Grundlagen der Führung kennen. Sie verschaffen sich einen praxisnahen und kompakten Überblick über das strategische Management, integrierte Managementsysteme sowie über interpersonelle Ansätze der Mitarbeiterführung. Zu den Inhalten dieses Moduls gehört Vermittlung von Managementtheorien und -ansätzen sowie Einführung in Grundlagen und Anwendung des Projektmanagements inkl. MS-Project.

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Weiterbildung Prozessmanagement & Performance

Gestalten Sie Prozessmanagement aktiv. In Zeiten ständiger Veränderung sind Unternehmen permanent gefordert, sich wirtschaftlich auf dem Markt zu behaupten. Viele bekannte und bewährte Managementansätze bauen auf Prozessen auf, seien es die DIN ISO, die Balanced Scorecard oder andere Managementkonzepte. Ausgangspunkt ist immer der Prozess mit dessen Kennzahlen. Dabei stehen die effiziente Gestaltung von Prozessen und die Steigerung der eigenen Unternehmensperformance im Fokus der Betrachtung.

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Weiterbildung Agiles Projektmanagement mit Scrum

Arbeit in agilen Projekten ist in der modernen Arbeitswelt längst zum Alltag geworden. Mit der Scrum-Methode können selbstorganisierte Teams in kurzer Zeit – unter Anwendung klarer Regeln und konsequenter Methoden – kreative und flexible Lösungen ausarbeiten. In diesem Seminar erhalten Sie einen Überblick, was Scrum in Projekten leisten kann und welche Voraussetzungen erfüllt sein sollten, um mit Scrum zu arbeiten.

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Weiterbildung Betriebliches Gesundheitsmanagement, Basics

In diesem Modul geht es um das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) in einer Organisation. Die Grundlagen des BGM bilden die Basis für dieses Modul; auch die rechtlichen Rahmenbedingungen gehören dazu. Sie lernen Aufgaben und Aufbau eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements von der Analyse über die Durchführung bis hin zur Auswertung kennen. Abschließend kennen Sie den Unterschied zwischen Gesundheitsförderung und -management. 

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Weiterbildung Betriebliches Gesundheitsmanagement, Aufbaukurs I (IHK)

In diesem Modul lernen Sie, Ihr System zu analysieren, Ziele festzulegen und ein betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) in Ihrer Organisation aufzubauen. Am Ende können Sie Führungskräfte mit datenbasierten Informationen für das Thema gewinnen und den Nutzen belegen.

In diesem Modul wird der Inhalt als Führungsaufgabe betrachtet. Sie wissen, welche Werkzeuge Ihnen zur Verfügung stehen und wie sie angewendet werden können. Sie lernen die DIN SPEC 91020 – Betriebliches Gesundheitsmanagement kennen und sie für sich nutzbar zu machen. Anhand eines Projektes wenden Sie Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen an und können diese auf eine Organisation übertragen. Die Weiterbildung endet mit einer Prüfung vor der IHK.

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Weiterbildung Geprüfter Fachwirt - Geprüfte Fachwirtin für Güterverkehr und Logistik (IHK)

Fachwirte und Fachwirtinnen für Güterverkehr und Logistik steuern und überwachen kaufmännische Geschäftsprozesse in Betrieben des Gütertransportgewerbes und der Logistikdienstleistungen. So sind die Absolventen dieser Aufstiegsfortbildung optimal auf ihren Einsatz als Führungskraft im mittleren Management. Sie erstellen Angebote und überwachen die Auftragsabwicklung, entwickeln neue Transport- und Logistikangebote. Die Planung und die Verwendung von Budgets gehören ebenso zu ihren Aufgaben wie die Ermittlung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen und die Analyse der Kostenentwicklung. Hinzu kommen die Berechnung von Tarifen für Gütertransporte und Logistikdienstleistungen und die Erstellung von Abrechnungen. Bei grenzüberschreitenden Transporten sind sie für die Zollpapiere verantwortlich und holen bei in- und ausländischen Behörden die Genehmigungen für Spezialtransporte ein. Die Fortbildung schließt mit einer anerkannten Prüfung vor einer Industrie- und Handelskammer (IHK) ab.

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Weiterbildung Prozessorientiertes Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement ist in vielen Unternehmen ein wesentlicher Bestandteil. Die Anforderungen an die Mitarbeiter auf diesem Gebiet steigen, da die Verantwortungen direkt in den Prozessen angelegt sind.

In diesem Modul lernen Sie die Ziele und den Nutzen eines prozessorientierten Qualitätsmanagements kennen. Der Organisation von Prozessen kommt dabei große Bedeutung zu. Sie lernen, diese unter Qualitätsaspekten zu identifizieren, zu analysieren, zu konzipieren und zu optimieren.

Außerdem spielen die Inhalte der DIN EN ISO 9001 in vielen Unternehmen eine Rolle. Sie lernen deshalb die wichtigsten Aspekte daraus kennen.

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Weiterbildung Qualitätsmanagement (QM) Basisqualifikation - QMB inkl. Interner Auditor - Interne Auditorin mit Zusatzqualifikation Betriebliches Gesundheitsmanagement

Das Qualitätsmanagement managt im wahrsten Wortsinne die Qualität der Prozesse, der Leistungen und der Produkte. Damit verhilft es Unternehmen zu einem besseren Image, mehr Markanteilen und damit zu mehr Umsatz. Schritt für Schritt setzen sich die Teilnehmer mit dem Qualitätswesen auseinander und qualifizieren sich dabei nicht nur zum Qualitätsmanagementbeauftragten (QMB), sondern auch zum internen Auditor. Den Abschluss bildet die sinnvolle Zusatzqualifikation „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ (BGM), um auch diese wichtigen Strukturen im Unternehmen kompetent implementieren zu können.

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Weiterbildung SAP® ERP PP Produktionsplanung - Anwender Basis - Anwenderzertifikat Foundation Level (FL)

Der Schwerpunkt dieses Kurses liegt bei den Grundstrategien für die Produktionsplanung als Basis für optimale Produktionsprozesse. Die Teilnehmer lernen den Umgang in SAP mit dem Materialstamm, den Stücklisten, den Arbeitsplänen und Arbeitsplätzen aus Sicht der Planung und Fertigung. Die grundlegenden SAP-Kenntnisse in den Planungsprozessen der Produktion werden praxisnah am Live-System vermittelt und mit einem IBB-Zertifikat nachgewiesen.

Das IBB ist offizieller SAP®-Bildungspartner. Als Absolvent dieses Kurses erhalten Sie daher nach erfolgreich bestandener Prüfung außerdem ein Original-SAP®-Zertifikat. Sollten Sie die Prüfung beim ersten Mal nicht bestehen, können Sie sie als IBB-Teilnehmer kostenlos wiederholen. Alle SAP®-Weiterbildungen finden beim IBB mit Original-SAP®-Trainingssystemen auf den aktuellen SAP®-Releases und mit Originalunterlagen statt.

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Weiterbildung SAP® ERP - PP Produktionsplanung und -steuerung - Anwender Aufbau - Anwenderzertifikat Advanced Level (AL) (C_UCPP)

  • Übersicht über das Lifecycle Data Management
  • Dokumentenverwaltung
  • Produktstrukturen
  • Prozessstrukturen
  • Änderungs- und Replikationsmanagement
  • Master Data Management
  • Überblick der Supply-Chain-Planung
  • Langfristplanung
  • Durchführung der Bedarfsplanung
  • Systemtechnische Abläufe der Bedarfsplanung
  • Weiterführende Prozesse der Bedarfsplanung
  • Auftragsgesteuerte Fertigung mit Prozessaufträgen
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