Vorbildfunktion von Führungskräften

Es gibt viele Arten von Führungsstilen und Führungspersönlichkeiten. Steve Jobs oder Mark Zuckerberg gelten beispielsweise als charismatische Führungskräfte, die sich unter anderem durch ihr außergewöhnliches und einnehmendes Wesen hervorheben. Es ist umstritten, ob Charisma angeboren oder erlernbar ist. Es hilft jedoch dabei, Menschen zu beeinflussen und somit zu führen. Führung zeichnet sich immer dadurch aus, dass eine Beeinflussung anderer Personen stattfindet. Mitarbeiter schauen zu Führungspersönlichkeiten auf, sehen diese als Vorbilder und orientieren sich an ihnen.

Identifikation mit dem Unternehmen durch gute Führung

Führung dient in erster Linie der Einhaltung der Corporate Governance. Eine Corporate Governance bezeichnet – vereinfacht ausgedrückt – den rechtlichen und faktischen Ordnungsrahmen eines Unternehmens. Dabei sollten Führungskräfte Mitarbeiter durch Schaffung einer Identifikation mit den Zielen des Unternehmens erfolgreich an das Unternehmen binden.

Geschieht dies nicht, nutzen Mitarbeiter und Führungskräfte möglicherweise Vertragslücken zu ihren Gunsten aus. Dies kann dem Ansehen des Unternehmens in der Wirtschaft und schlimmstenfalls auch bei den Kunden schaden. Die Einhaltung der Corporate Governance und weitere positive Effekte können für das Unternehmen und die Mitarbeiter durch eine erfolgreiche Führung geschaffen werden.

Was ist der richtige Führungsstil?

Im Unternehmensmanagement wird zwischen zwei dominierenden Führungsstilen unterschieden: der aufgabenorientierte Führungsstil und der mitarbeiterorientierte Führungsstil. In der Praxis als Führungspersönlichkeit ist trotz dieser Unterscheidung fast immer eine Kombination aus beiden Stilen anzutreffen und erfolgreich.

Transaktionale Führung und transformationale Führung

Bei einer transaktionalen Führung wird das schnelle Abschließen von Projekten und Aufgaben durch die Führungskraft gefördert. Bedürfnisse der Mitarbeiter werden bei diesem Führungsstil jedoch vernachlässigt. Die transaktionale Führung beinhaltet Strenge und Schärfe, Sanktionen bei Fehltritten und Belohnungen bei guten Leistungen. Als transaktional wird dieser Führungsstil deshalb bezeichnet, weil ein Austausch zwischen der Führungskraft und dem Mitarbeiter stattfindet. Sie vergibt Belohnungen und bekommt dafür Leistung in Form schnell abgeschlossener Aufgaben.

Eine transformationale Führungspersönlichkeit zeichnet sich hingegen dadurch aus, dass es ihr neben der eigentlichen Aufgabenerfüllung gelingt, eigene Visionen auf die Zukunftsvorstellungen der Mitarbeiter zu übertragen

Eine transformationale Führung kann erlernt werden. Führungseigenschaften lernen Sie beispielsweise in Seminaren zur Personalführung und können diese mit anderen Weiterbildungen zum Thema Führung vertiefen. Ihr Führungsverhalten ist eines der wichtigen Instrumente zur Mitarbeiterführung. Es erhöht Mitarbeitermotivation, Arbeitszufriedenheit, Identifikation mit dem Unternehmen und infolgedessen auch die Arbeitsleistung.

Kernelemente eines transformationalen Führungsverhaltens sind inspirierende Motivation der Mitarbeiter, eine Vision für die Zukunft, eine Vorbildfunktion, individuelle Mitarbeiterorientierung und intellektuelle Stimulation. Transformationale Führungskräfte sind in der Lage, diese Eigenschaften in ihre Führung zu integrieren und damit die eigentliche Aufgabenorientierung um emotionale Werte zu erweitern.

Inspirierende Motivation und Vision

Inspirierende Motivation bedeutet, dass eine Führungskraft ein Vision entwickelt, welche eine bessere Zukunft für Mitarbeiter und Unternehmen darstellt. Die Unternehmensführung verfolgt diese Vision zielstrebig und in Zusammenarbeit mit allen Mitarbeitern. Wichtig ist, dass diese Vision nur durch die Mitarbeiter und mit den Mitarbeitern im Unternehmen realisierbar ist und diese ein essenzieller Teil davon sind. So wird eine authentische Begeisterung geschaffen. Arbeitnehmer fangen an, sich für das angestrebte Zukunftsbild zu begeistern und werden im positiven Sinne mitgerissen. Mitarbeiter werden so von der Führungskraft dazu gebracht, dieser nachzueifern und diese Vision als erstrebenswert zu verinnerlichen sowie als ihre eigene zu akzeptieren. Es entstehen ein Teamgeist und ein gemeinsames Ziel.

Individuelle Mitarbeiterorientierung und intellektuelle Stimulation

Individuelle Mitarbeiterorientierung beinhaltet Wertschätzung und Förderung jedes einzelnen Arbeitnehmers. Eine Führungspersönlichkeit weiß um die individuellen Stärken und Schwächen ihrer Mitarbeiter. Sie ist in der Lage, deren Stärken zu fördern und ihren Defiziten gezielt entgegenzuwirken. Sie interessieren sich für das Wohl ihrer Mitarbeiter, deren persönliche Sorgen und Nöte und sehen sie als vielseitige Menschen mit ebenso vielfältigen Bedürfnissen.

Intellektuelle Stimulation der Mitarbeiter durch die Führungskraft bedeutet explizit, dass Mitarbeiter dazu ermutigt werden, neue Wege zu erschließen und ungewohnte Denkweisen zu entwickeln. Neben den eigenen Werten, Überzeugungen und Erwartungen sollen Mitarbeiter auch die Arbeitsweisen anderer Mitarbeiter infrage stellen. Damit innovatives Denken und Problemlösen umzusetzen sind, müssen natürlich auch daraus resultierende Fehler möglich sein und akzeptiert werden.

Alle genannten Punkte werden von einer Führungspersönlichkeit als Vorbild vorgelebt. Mitarbeiter können sich so an diesem Verhalten orientieren und diese Lebenseinstellung übernehmen.

Welches Führungsverhalten eignet sich in welcher Situation?

Die vorgestellten Führungsstile funktionieren meistens nie einzeln, sondern sind häufig eine Kombination. Wenn Sie Ihre Mitarbeiter vernachlässigen und nur die Beendigung der Aufgabe im Vordergrund steht, ist dies schädlich. Falls Sie sich jedoch nur um die Belange Ihrer Mitarbeiter sorgen und die anstehenden Projekte zweitrangig behandeln, ist dies ebenso schlecht für das Unternehmen. Auch gibt es keine allumfassende Lösung, die in jeder Situation angewendet werden kann.

Eine gute Führungspersönlichkeit zeichnet sich dadurch aus, dass sie weiß, in welcher Situation welche Führungseigenschaften und welcher Führungsstil angebracht sind. Eine gesunde Mischung aus den Stilen und Eigenschaften zeichnet herausragende Führungspersönlichkeiten aus.

Vorbereitet sein mit einem Seminar zum Thema Führung

In unseren Seminaren lernen Sie Entscheidungen situationsabhängig korrekt zu treffen. Instrumente der Mitarbeiterführung sollten immer wohlüberlegt eingesetzt werden, um Fehlentwicklungen oder Unzufriedenheit unter den Mitarbeitern bzw. im Unternehmen zu vermeiden.

Unabhängig von allen transformationalen Verhaltensweisen bleibt außerdem Authentizität ein ausschlaggebendes Kriterium für eine erfolgreiche Führung.

Verschiedene, erlernte Führungseigenschaften müssen in ihrer Durchführung selbstverständlich wirken, damit Mitarbeiter diese akzeptieren. Auch authentisches Auftreten kann erlernt werden. Wenn das eigene Führungsverhalten intensiv verinnerlicht wird, dann erscheint es nach außen nicht nur selbstverständlich, sondern ist es auch.

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