Ausgelernt? Unmöglich!

(Buxtehude, 15.07.2011) Unter dem Namen „Faktor A“ gibt die Bundesagentur für Arbeit ein neues Magazin für Arbeitgeber heraus. Die aktuelle Ausgabe beschäftigt sich mit dem Thema Weiterbildung. Tenor: Ohne Weiterbildung geht in der deutschen Wirtschaft auf Dauer nichts.

„Faktor A“ beleuchtet das Thema von verschiedenen Seiten. Da kommt eine 52-jährige 4-fache Mutter, die nach der Familienphase eine Fortbildung im Bereich Solartechnik absolvierte und in der Branche heute beruflich tätig ist, genauso zu Wort wie die Wissenschaftlerin Ursula Staudinger von der Uni Bremen. Sie ist überzeugt: „Wenn einem Chef daran gelegen ist, seine guten Leute zu motivieren und zu halten, sollte er auf deren Lernwünsche eingehen“.

Ulrich Schoof von der Bertelsmann Stiftung sieht eine zunehmende Bedeutung bei der Vermittlung interdisziplinärer Kompetenzen, also „Soft Skills“ wie Teamfähigkeit, aber auch übergreifende Methodenkompetenz. „Arbeitgeber sollten sich mit diesen Themen verstärkt befassen – und dabei auch und gerade neue informelle Lernformen stärker berücksichtigen.“ Auf besondere Probleme für Klein- und Mittelbetriebe weist Ute Leber vom IAB hin. Je kleiner das Unternehmen, umso schwieriger ist es, Weiterbildung zu organisieren, wie das IAB-Betriebspanel zeigt: Während nahezu alle Betriebe mit mehr als 500 Kräften aktiv weitergebildet haben, sind es bei Firmen mit bis zu 49 Angestellten nur rund zwei Drittel und bei Firmen mit maximal neun Kräften sogar nur 39 Prozent. In dem Magazin der BA erläutern noch eine Reihe anderer Spezialisten ihre Sichtweise. Die Online-Version kann unter www.faktor-a.arbeitsagentur.de aufgerufen werden. Dort kann auch ein Abo-Service genutzt werden.