Dem Fachkräftebedarf gerecht werden mit rechtzeitigen Qualifizierungsmaßnahmen

(Buxtehude, 21.12.2011) In ihrem diesjährigen Vorstandsbrief hat die Spitze der Bundesagentur für Arbeit ihre geschäftspolitischen Ziele im Bereich der Arbeitslosenversicherung definiert. Zu den übergeordneten Zielen zählen nach wie vor die Verbesserung von Beratung und Integration sowie das wirkungsorientierte und wirtschaftliche Arbeiten der Agenturen.

Ausdrücklich fordert der Vorstand die einzelnen Agenturen auf, die regionalen zukünftigen Arbeitskräftebedarfe zu erkennen und durch rechtzeitige Qualifizierungsmaßnahmen zu bedienen. Als Instrument wird auf die Bildungszielplanungen der Agenturen verwiesen. Explizit wird - trotz aller Vorgaben bezüglich der Wirtschaftlichkeit von Fördermaßnahmen - darauf hingewiesen, dass für eine bessere Nachhaltigkeit auch hochwertige und damit teurere Produkte (wie z. B. Umschulungen) zum Einsatz kommen können.

Betont wird auch die Notwendigkeit, Behinderte bei ihrem Weg auf den ersten Arbeitsmarkt zu unterstützen: „Der Arbeitsmarkt wird von einer anhaltenden Nachfrage an qualifizierten Arbeitskräften geprägt sein. Dies bietet die Chance, verstärkt Menschen mit Behinderung entsprechend ihrer individuellen Bedarfe und Leistungsfähigkeit zu fördern und mit qualifizierten Berufs- und Bildungsabschlüssen in den Arbeitsmarkt zu integrieren.“

Die z. T. deutliche Kritik von Verbänden und Parteien an der Arbeitsmarktpoltik der Bundesregierung richtet sich nicht gegen diese Erkenntnisse und Vorgaben der BA, sondern an den von der Poltik zur Verfügung gestellten finanziellen Mitteln. So befinden sich z. B. die Ausgaben der BA für die berufliche Weiterbildung in 2011 gegenüber 2010 nochmals im Sinkflug. Dieser Trend wird sich in 2012 fortsetzen. Auch die Jobcenter haben deutlich weniger finanzielle Ressourcen für die Förderung Langzeitarbeitsloser zur Verfügung als im Vorjahr.