Kölner Kooperations-Modell – Bewerbersuche „andersherum“

(Buxtehude, 12.03.2013) Erst die Ausbildung, dann die Jobsuche – das ist die klassische Methode. Dass es auch andersherum geht, und zwar sehr erfolgreich, zeigt ein Kooperationsmodell des IBB Köln mit dem Personaldienstleister „KFPersonal“.

„Alle reden vom Pflegenotstand – wir tun etwas dagegen“, ist sich Christina Scherb, IBB-Bildungsreferentin, sicher. Gemeinsam mit dem Dienstleister aus Köln veranstaltet sie nun schon zum dritten Mal eine Art Kontaktbörse. Das Ziel: Bewerber und Arbeitgeber sollen sich bereits vor der Qualifizierung kennenlernen. „Das Vorgehen ist ganz einfach: Wir suchen zum Beispiel über Stellenanzeigen in unseren regionalen Zeitungen Altenpflegehelfer“, erläutert Scherb. Die Bewerber benötigen dafür kaum Vorkenntnisse. „Wichtiger sind Persönlichkeit und Charakter, alles andere kann man lernen.“

Stellt der Kooperationspartner nach dem Kennenlernen fest, dass der Bewerber geeignet ist, bekommt dieser vor Beginn der Qualifikation eine garantierte Jobzusage und ein Beratungsgespräch im IBB. So gerüstet, erhält der Interessent von Arbeitsagentur bzw. Jobcenter in der Regel einen Bildungsgutschein. „Das ist fast ein Selbstläufer“, erzählt die IBB-Fachfrau. „Liegt eine feste Jobzusage vor, gibt’s den Bildungsgutschein ohne Probleme.“

Die Qualifizierung zum Helfer in der Altenpflege findet dann unter der Leitung des IBB-Teams Köln statt und beinhaltet fünf Monate theoretischen Unterricht und einen Monat Praktikum. Alle Kursteilnehmer wissen von Anfang an, dass sie anschließend eine Beschäftigung finden. „Das motiviert ungemein“, weiß Scherb. Und sie hat schon Zukunftspläne: „Dieses Modell funktioniert ja nicht nur im Bereich der Altenpflege, wir können uns Ähnliches zum Beispiel auch für den kaufmännischen Bereich vorstellen.“

Der mittlerweile dritte Kurs startet im April 2013, der zweite mit acht Teilnehmern läuft noch. Aus dem ersten Kurs konnten neun Pflegehelfer in eine feste Beschäftigung vermittelt werden.