Qualitätsprüfungen beim IBB

Trotz überdurchschnittlicher Ergebnisse: „Ausruhen geht nicht“

(Buxtehude, 12.03.2013) Gute Qualität abzuliefern steht auf dem Aushängeschild fast aller Unternehmen, die ein Produkt oder eine Dienstleistung anbieten. Die Weiterbildung macht da keine Ausnahme. Im Bereich der SGB-geförderten Bildung hat der Qualitätsgedanke in den letzten Jahren einen immer größeren Stellenwert bekommen. Der Gesetzgeber hat gesonderte Verordnungen (AZWV/AZAV) erlassen, die ein hohes Niveau bei den Arbeitsmarktdienstleistungen gewährleisten sollen, und unterhält eigene Prüfgruppen zur Kontrolle der Einhaltung dieser Maßstäbe. Bei den Ergebnissen ist das IBB regelmäßig ganz vorne zu finden.

„Natürlich sind wir stolz auf unsere Prüfergebnisse. 2011 hatten wir mit 98,2 von 100 möglichen Punkten das beste Ergebnis aller Prüfungen bundesweit. Unser Prüfdurchschnitt der letzten zwölf Monate kann sich ebenfalls sehen lassen: Er lag bei 91 %, also deutlich über dem Ergebnis aller Träger (ca. 69 %). Aber wir wissen sehr genau, dass wir uns darauf nicht ausruhen dürfen. Die Anforderungen wachsen weiter und verändern sich ständig“, so Bärbel Peters, Vorstandsmitglied beim Institut für Berufliche Bildung und verantwortlich für das Qualitätsmanagement. Zukünftig werden Träger z. B. verstärkt daran gemessen, wie sie ihre Kursteilnehmer auf dem Weg auf den ersten Arbeitsmarkt unterstützen – also einer Leistung, die mit der Vermittlung fachlicher Kenntnisse nichts zu tun hat. „Unsere Bildungsarbeit ist ja kein Selbstzweck, sondern dient der Wiedereingliederung unserer Teilnehmer“, ergänzt Bärbel Peters.

Das IBB hatte sich bereits 1996 für eine Zertifizierung nach der DIN-ISO-Norm entschieden und als erster überregionaler Träger diese Hürde genommen. „Man hat uns damals in der Branche noch belächelt“, erinnert sich Sigrid Baumann-Tornow, IBB-Vorstandsvorsitzende. „Heute sind solche Zertifizierungen der Standard“. Bärbel Peters ergänzt: „Der Aufwand für ein gut funktionierendes Qualitätssystem ist sehr hoch. Es geht ja darum, in der Erbringung der eigenen Leistung nichts dem Zufall zu überlassen, also Planung, Durchführung und Auswertung systematisch zu betreiben, mögliche Fehlerquellen im Vorfeld auszumachen und vor allem: uns ständig Rückmeldung von unseren Kunden einzuholen.“ Im IBB werden dazu permanent eilnehmerbefragungen durchgeführt und ausgewertet. Alle dort angesprochenen Probleme werden nachverfolgt, Fehler abgestellt. Die Folge: IBB-Teilnehmer sind überdurchschnittlich zufrieden und bewerten ihre Fortbildung durchweg mit den besten Noten.

Das lässt natürlich auch die internen Erwartungshaltungen wachsen: „Wenn bei uns eine Bewertung schlechter als 2 ist, läuten schon die Alarmglocken“, berichtet Holger Kaps, IBB-Bereichsleiter in Nordrhein-Westfalen. „Es nützt ja nichts, wenn wir die besten Regelungen nur in unsere Managementhandbücher schreiben. Hier vor Ort, wo der Kunde sitzt, muss auch alles umgesetzt werden. Erst wenn Kunde und Auftraggeber erfolgreich und mit uns zufrieden sind, können wir es auch sein.“