Generationen XY … ungelöst?

(Buxtehude, 02.05.2013) „Rätselhaft nicht – die Generation Y ist aber anders.“ So lässt sich Thomas Sigi, Personalvorstand bei Audi, im Spiegel zitieren. Wie Sigi beschäftigten sich seit geraumer Zeit viele Personalverantwortliche mit der Frage, wie die zwischen 1980 und Mitte der neunziger Jahre Geborenen erfolgreich in vorhandene Firmenstrukturen integriert werden können. Insbesondere geht es dabei um das richtige Händchen bei der Einstellung und Entwicklung von Fachkräften und Führungsnachwuchs.

Auch eine Umfrage unter den 500 größten Unternehmen in Deutschland, die das Managermagazin jüngst durchführte, macht deutlich: Es gibt eine Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Unternehmen und den Profilen der Berufseinsteiger. So wird zum einen das Fachwissen der Bachelorabsolventen deutlich schlechter beurteilt als das der vorangegangenen Generation. Zum anderen geht es aber auch um bestimmte Schlüsselkompetenzen, wie die Fähigkeit zu selbstständigem Denken und die Bereitschaft, private Belange zu Gunsten des Jobs zurückzustellen. Ebenso halten die befragten Unternehmen die Bereitschaft der Nachwuchskräfte, Führungsverantwortung zu übernehmen, für zu gering. Hoch im Kurs steht bei den Einsteigern offenbar der Wunsch, häufiger Feedback für ihre Arbeit zu bekommen und auf einer Sachebene in Augenhöhe mit ihren Vorgesetzten agieren zu können. Insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels beginnen immer mehr Unternehmen, sich auf die veränderten Bedürfnisse der Bewerber einzustellen: Neue Arbeitszeitmodelle, veränderte Arbeitsorganisation, mehr Flexibilität beim Thema Beruf, Familie, Freizeit („work-life-balance“) sind einige Zugänge, um Fachkräfte an das eigene Unternehmen zu binden.

„Auf der anderen Seite sollte nicht darauf verzichtet werden, den Fachkräftenachwuchs mit den Skills auszustatten, die Führungskräfte von morgen benötigen“, so Stefanie Meise, Bereichsleiterin Firmenvertrieb der IBB AG. „Nach unseren Erfahrungen stehen die Personalverantwortlichen vor der Aufgabe, Arbeitsumfeld und Unternehmenskultur schrittweise so zu verändern, dass sie für die Generation Y attraktiv sind. Gleichzeitig müssen die Nachwuchskräfte über Schulungen oder gegebenenfalls Coaching-Programme so unterstützt werden, dass sie ihre Potenziale optimal für die Firmenziele einsetzen können. Wir sehen also einen Prozess, der seine Wirkung nach zwei Seiten entfaltet: in die Veränderung der Unternehmen und der Berufseinsteiger.“

Im Rahmen des Führungsentwicklungsprogramms IBB Leadership Box erhalten Nachwuchsführungskräfte die Möglichkeit, sich mit ihrer Führungsrolle sowie deren Anforderungen und Aufgaben auseinanderzusetzen. Dabei spielen die Vermittlung von methodischem und sozialem Know-how und ein großer Praxisbezug eine wesentliche Rolle. Begleitende Online-Meetings, Führungs-Webinare, individuelle Online-Coachings und Feedbackgespräche sowie ein schriftlicher Umsetzungsplan unterstützen den Führungsnachwuchs dabei, das Gelernte und Trainierte erfolgreich in den Berufsalltag zu transferieren.