„Ich bin glücklich – was will man mehr?“ - Durch Umschulung direkt in den neuen Job

(Buxtehude, 30.05.2013) Holger Janßen absolvierte von Februar 2011 bis Februar 2013 am IBB-Standort Wilhelmshaven eine Umschulung zum Kaufmann für Spedition und Logistik. Wie es ihm gefallen hat und was er heute macht, hat er uns in einem Interview verraten.

Herr Janßen, Sie haben 2011 eine Umschulung zum Kaufmann für Spedition und Logistik im IBB absolviert. Was war damals Ihre Motivation, einen neuen Beruf zu lernen?

Im Bereich der Finanzdienstleistungen und Versicherungen waren die Nachwehen der Wirtschaftskrise deutlich zu spüren. Mangelndes Vertrauen und Anlagebereitschaft der Kunden führten dazu, dass ich mir Gedanken um eine berufliche Neuorientierung gemacht habe, die dann durch eine entstehende Arbeitslosigkeit konkretisiert wurde.

Beschreiben Sie doch bitte kurz, was das Lernen in einer virtuellen Akademie aus Ihrer Sicht so besonders macht.

Das Besondere ist, dass die virtuelle Akademie Umschulungen in unserer Region erst möglich macht. Durch die VA ist der Start einer Umschulung garantiert, da sie das Zusammenfassen von Umschülern zu einer Klasse unabhängig vom Wohnort ermöglicht. Alle Vorteile des Internet und der verschiedensten Anwendungsprogramme wie MS Office schulen einen parallel zu den Fach­ unterrichten auf einen modernen Arbeitsplatz hin. Lehrinhalte werden durch Präsentationen und Lehrfilme unterstützt und vertieft. Projektarbeiten können den Mitschülern und Dozenten online ohne Zeitverzögerungen dargestellt werden. Aufgabenlösungen sind durch Moderatorenfunktio­nen in der Klassengemeinschaft als Gruppenarbeit durchführbar.

Wie häufig mussten Sie denn im Bekanntenkreis das virtuelle Lernen erklären? Wie waren die Reaktionen Ihrer Mitmenschen darauf?

Erklären musste ich nicht viel, meistens reichte den Bekannten die Information, dass man sich das wie eine Telefonkonferenz vorstellen muss, nur findet diese im Internet statt und besitzt deutlich mehr Möglichkeiten der Interaktion. Die Reaktionen waren fast durchweg positiv.

Wie war denn Ihr Tagesablauf bzw. Ihr Stundenplan? Wie kann man sich das in der Praxis vorstellen?

Der war knackig! Theoretische Unterrichtseinheiten von 90 min. im Wechsel mit Einheiten, in denen Projektarbeiten, Hausaufgaben, Sonderaufgaben und Übungszeiten anstanden. Ein 8-­Stunden­-Tag, der einen fordert, aber auch fördert. Das Wort Leerlauf kann man während der Umschulung beim IBB aus seinem Wortschatz streichen. Das ist gut so, denn die Lerninhalte müs­ sen ja auch in 2 Jahren vermittelt werden, die klassische Ausbildung gibt einem hier ja 3 Jahre Zeit.

Mussten Sie nach erfolgreicher Abschlussprüfung eigentlich lange auf Jobsuche gehen?

Nein. 14 Tage nach meiner Abschlussprüfung habe ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber, der L.I.T. Cargo GmbH in Brake, meine neue berufliche Heimat gefunden. Hier muss ich erwähnen, dass ich dort auch mein 6 Monate dauerndes Praktikum absolviert habe, so dass wir uns schnell einig über eine Anstellung waren. Hier vielleicht noch ein Tipp an alle jetzigen und zukünftigen Umschüler: Man muss einiges investieren, aber das zahlt sich am Ende deutlich aus. Selbstdisziplin, Eigenmoti­ vation und Engagement muss man selber mitbringen für den Erfolg.

Verraten Sie uns kurz, welche Position auf der „Karriereleiter“ Sie zurzeit innehaben?

Aktuell arbeite ich im Fuel-­Management der Firma L.I.T. Cargo GmbH. Zu meinen Aufgaben gehören u. a. die Administration der Tankkarten von über 700 eigenen LKW, Abrechnungen mit den verschiedenen Tankkartenunternehmen, Maut im Ausland und einiges mehr. Ich kann nur sagen: ich bin glücklich, tolles Unternehmen, klasse Kollegen und eine vielseitige fordernde Aufgabe. Was will man mehr?

Vielen Dank für das Interview!