„Tschaka – wir schaffen das“

Die Erfolgsstory: Interview mit einer Umschülerin des IBB in Norden

(Buxtehude, 11.09.2013) Anfang August 2011 startete Sabine Ahrens (42), Mutter von drei Kindern, in ihre neue berufliche Zukunft. Ihr Ziel: in zwei Jahren die staatliche  Abschlussprüfung zur Einzelhandelskauffrau zu bestehen.

Wie haben Sie von der Möglichkeit, eine Umschulung zu machen, erfahren, und was hat Sie dazu motiviert?

Das hiesige Jobcenter hat mir diesen Weg vorgeschlagen. Ich wollte beruflich nochmal völlig neu durchstarten, denn da ich meine Kinder sehr früh bekommen habe, hatte ich bisher keine abgeschlossene Berufsausbildung. Zuletzt habe ich stundenweise in der Gastronomie gejobbt, aber das hat mich nicht zufrieden gestellt. Es musste einfach etwas passieren, was mir eine neue Perspektive gibt. Beim IBB habe ich meinen Platz gefunden. Nach Eignungstest und einem Orientierungskurs stand fest: Ich werde Einzelhandelskauffrau!

Welche persönlichen Höhen und Tiefen haben Sie während ihrer Umschulung erlebt?

Beginne ich mal mit den Tiefen. Ich hatte Angst, den Anforderungen nicht gerecht zu werden, die Prüfung nicht zu schaffen. Selbst wenn ich viel gelernt habe war ich mir nicht sicher, ob mein Wissen ausreicht. Auch im Kooperationsbetrieb gab es Zeiten, in denen ich in einem Bereich eingesetzt wurde, wo ich mich nicht so wohl fühlte. Zu den Höhen zählen sicher der gute Kontakt zu allen Ausbildern von IBB, Berufsschule und Betrieb und die gute Stimmung in der Berufsschulklasse.

Gab es Momente des Zweifelns? Wie haben Sie diese überwunden?

Ans Aufgeben habe ich nie gedacht. Die Gespräche mit den Ausbilderinnen des IBB haben mich immer wieder neu motiviert. Es war immer jemand da, mit dem ich über Probleme reden konnte. Außerdem habe ich mich durch die konsequente Anwendung von Lernmethoden immer etwas sicherer gefühlt. Vor allem das gemeinsame Lernen mit meinen Kindern hat viel Spaß gemacht, und zwar beiden Seiten. Mein Jüngster kennt sich jetzt im Einzelhandel auch schon gut aus (lacht).

An welchen ganz besonderen Moment Ihrer Umschulung erinnern Sie sich?

Das ist recht einfach. An die unerschütterlichen Motivationssätze meiner IBB-Betreuerin Britta Henschen: „Tschaka – wir schaffen das!“

Welche Perspektiven bieten sich Ihnen nun nach erfolgreich bestandener staatlicher Abschlussprüfung?

Ich wurde direkt im Anschluss an meine bestandene Abschlussprüfung von meinem Kooperationsbetrieb in Norden übernommen. Es macht mir sehr viel Freude, in meinem Wahlberuf zu arbeiten, vor allem die Beratung von Kunden, die etwas neues Modisches zum Anziehen suchen. Aber auch die hohe Akzeptanz als neue Mitarbeiterin, die mir entgegengebracht wird, motiviert mich. Außerdem hat die Umschulung meine eigene Persönlichkeit gestärkt.

Abschließend noch eine Frage. Was sagen Sie persönlich über uns als IBB AG?

Das IBB ist eine qualitativ gute Institution, menschlich wie inhaltlich. Schön, dass es solche Unternehmen gibt, die einem neue Perspektiven aufzeigen und bei der Umsetzung der eigenen beruflichen Ziele intensiv begleiten. Ich habe hier immer „ein offenes Ohr“ gefunden und mich die ganzen beiden Jahre wohlgefühlt. Die Zeit ist nur so verflogen.


Das Interview führte Anette Kraft, Dozentin im IBB Norden (Ostfriesland)