Fachkräfte für den Mittelstand: Mitarbeiterbindung contra Rekrutierung?

(Buxtehude, 12.12.2013) Für mittelständische Unternehmen ist Mitarbeiterbindung das Top-Thema in der Personalpolitik. So jedenfalls das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young aus Stuttgart. Beteiligt hatten sich 700 Firmen. Fast zwei Drittel der Befragten messen der Aufgabe, gute Mitarbeiter im Unternehmen zu halten, eine große oder sehr große Bedeutung zu. Demgegenüber ist das Recruiting neuer Fachkräfte mit 45 % nur noch das fünftwichtigste Thema. Zunehmend setzen Mittelständler auf eigene nachhaltige Personalstrategien. Dabei spielt die Förderung der „Talente“ in der eigenen Firma eine zentrale Rolle. Wichtigster Hebel zur Bindung von Mitarbeitern sind Investitionen in Bildung. So gaben auf die Frage „Was tut Ihre Personalabteilung, um dem Fachkräftemangel zu begegnen?“ 52 % der Personaler an, sie würden „sehr intensiv“ oder „intensiv“ Trainingsmaßnahmen durchführen. Im Vergleich dazu planten nur 27 % eine Erhöhung der Gehälter.

Diese Befragungsergebnisse decken sich mit den Erkenntnissen aus einer ganzen Reihe anderer aktueller Studien. Sie belegen, dass die Vergütung nach wie vor eine wichtige Rolle bei der Mitarbeiterbindung spielt, dass aber Beschäftigte sich zunehmend auch an anderen Werten orientieren. Und hier können Mittelständler gegenüber großen Unternehmen durchaus Stärken ausspielen: mit einer Unternehmenskultur, in der mit allen Mitarbeitern konkrete Ziele vereinbart werden, sie für ihre Leistungen Rückmeldungen bekommen und wo auf die Weiterentwicklung des Einzelnen durch Weiterbildung gesetzt wird.

So kommt die Ernst & Young-Studie zu dem Schluss:  „Personalentwicklungsmaßnahmen und Trainings tragen maßgeblich zur Mitarbeiterbindung bei und haben einen positiven Einfluss auf den Unternehmenserfolg. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und eines intensiven Wettbewerbs um Talente sind  Maßnahmen zur Bindung von Talenten essenziell“ (1). Da in Unternehmen mit weniger als 1000 Beschäftigten die finanziellen Mittel für Weiterbildung oft geringer sind als in Großbetrieben, gibt es eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten. Eine aktuelle Übersicht findet man hier: www.foerderdatenbank.de.

Zunehmendes Interesse finden auch im Mittelstand die Personalentwicklungsprogramme externer Dienstleister. So hat sich die IBB AG auf die Unterstützung von Nachwuchsführungskräften spezialisiert und mit der Young Leadership Box® ein individuell gestaltbares Schulungsprogramm entwickelt. Nähere Informationen findet man unter: www.ibb.com/ylb.

(1) Den Link zur vollständigen Studie finden Sie hier