Was nicht passt, wird passend gemacht

Mit betriebsinternen Förderprogrammen aus geringqualifizierten Bewerbern Fachkräfte entwickeln

(Buxtehude, 12.12.2013) Personalverantwortliche stehen vor einem Dilemma: Auf die ausgeschriebenen Stellen bewerben sich immer weniger qualifizierte Bewerber. Im Umkehrschluss heißt das: Die Zahl der Arbeitsuchenden mit geringer Qualifikation steigt beständig. Derzeit soll es in Europa rund 70, 7 Millionen Erwachsene mit geringer Qualifizierung geben. Ist es da nicht naheliegend, aus einem geringqualifizierten Bewerber durch geeignete Fördermaßnahmen einen qualifizierten zu  machen, der anschließend auf das Anforderungsprofil der Stelle passt? Theoretisch schon, in der Praxis hat sich das allerdings bislang noch nicht durchgesetzt.

Wie sich mit einfachen Mitteln ein solches Förderprogramm im Unternehmen einsetzen lässt, zeigt eine Studie des Europäischen Zentrums für die Förderung der Berufsbildung (Cedefop). Das sogenannte „arbeitsplatzbasierte Lernen“ umfasst das Lernen direkt am Arbeitsplatz oder auch in einer simulierten Arbeitsplatzumgebung. Arbeitsplatzbasiertes Lernen kann die Probleme geringqualifizierter Erwachsener lindern, und zwar vor allem dank des ganzheitlichen Ansatzes, den diese Programme verfolgen. Sie bieten Menschen, die früh von der Schule abgegangen sind und die erfahrungsgemäß in einem Klassenraum nicht effektiv lernen, eine angemessene Lernumgebung.

Die Programme konzentrieren sich sowohl auf allgemeine beschäftigungsrelevante Kernkompetenzen als auch auf berufsspezifische Kenntnisse. Durch ihre engen Verknüpfungen mit einem Arbeitsplatz gewährleisten sie einen allmählichen Übergang vom  Lernen zum Arbeiten.

Weitere Informationen zur Cedefop-Studie finden Sie hier.