Unternehmen schützen Mitarbeiter vor permanentem Kommunikationsstress

Unnötige E-Mails kosten vier Arbeitsstunden pro Woche

„Pling“ – „Pling“ – „Pling“ – das Signal für eingehende E-Mails gehört fest zum Klangteppich im Büroalltag. Viele Unternehmen haben zumindest der ständigen virtuellen Erreichbarkeit in der Freizeit den Kampf angesagt: Angestellte von Daimler dürfen neuerdings im Urlaub ankommende Mails löschen lassen, bei BMW herrscht nach Feierabend E-Mail-Pause, und bei der Telekom schicken Chefs ihren Mitarbeitern am Wochenende generell keine elektronische Post.

Doch überquellende Mail-Postfächer sorgen nicht nur außerhalb der Geschäftszeiten für Ärger: Laut der Managementberatung Bain & Company werden jährlich Tausende wertvolle Arbeitsstunden mit überflüssigen E-Mails vertrödelt. Demnach verbringen die Mitarbeiter der 17 untersuchten US-Konzerne acht Arbeitsstunden pro Woche mit dem Schreiben und Beantworten von E-Mails - vier davon unnötigerweise.

Für Führungskräfte sieht die Bilanz noch schlechter aus: Sie erhalten im Schnitt 30.000 E-Mails pro Jahr – während ihre Kollegen in den Siebzigerjahren sich jährlich lediglich mit etwa tausend Anfragen auseinandersetzen mussten. „Setzt sich diese Entwicklung fort, werden Top-Manager bald mehr als einen kompletten Arbeitstag in der Woche für elektronische Kommunikation aufwenden“, sagt Bain-Partner Imeyen Ebong.