Ausländische Fachkräfte: Mittelstand macht gute Erfahrungen mit internationalen Mitarbeitern

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, greifen immer mehr Unternehmen auf Mitarbeiter aus dem Ausland zurück. Laut einer aktuellen Studie des Bundeswirtschaftsministeriums machen die meisten Betriebe hier sehr gute Erfahrungen. Demnach schätzen Unternehmen bei ihren internationalen Mitarbeitern besonders deren Fachwissen, interkulturelle Kompetenzen, Offenheit, Lernbereitschaft und außerordentliche Motivation. Nur wenige berichten von Schwierigkeiten bei der Integration – in den meisten Fällen handelt es sich dabei um Sprachprobleme.

Auch die befragten Fachkräfte ziehen ein positives Fazit ihrer Arbeit und ihres Lebens in Deutschland. Sie fühlen sich in ihren Unternehmen wohl und stehen ihren deutschen Kollegen in puncto Karriere in nichts nach. 90 Prozent der Befragten finden, dass Deutschland ein gutes Land zum Leben sei. Sie loben vor allem die Wirtschaftskraft, die Karrieremöglichkeiten, die hohe Lebensqualität und die Qualität der Hochschulausbildung. Probleme bereiten den ausländischen Fachkräften allenfalls die deutsche Sprache und die Wohnungssuche.

Derzeit rekrutieren lediglich zehn Prozent aller Unternehmen Mitarbeiter im Ausland. Die Befragten machen dafür zum einen die gesetzlichen Rahmenbedingungen verantwortlich: Gerade KMU halten das Zuwanderungsrecht für komplex, restriktiv und unzulänglich. Zum anderen werden unzureichende Kompetenzen und Sprachbarrieren als Hindernisse genannt.

Für die Studie „Werdegang internationaler Fachkräfte und ihr Mehrwert für KMU“ wurden gut 600 mittelständische Unternehmen und 250 internationale Fachkräfte aus den Bereichen Gesundheit und MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) befragt.

Die komplette Studie steht auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zum Download bereit: http://www.bmwi.de/DE/Mediathek/publikationen,did=670296.html