Wertvolle Wärme

(Buxtehude, 22.05.2015) Vor einigen Jahren stießen Archäologen bei Ausgrabungen in der Nähe von Hanau auf die Überreste einer 3400 Jahre alten Hauswand. Sie bestand aus zwei Lagen Flechtwerk und war mit Lehm verputzt. Den Raum zwischen den Flechtgittern hatten die Bewohner zum Schutz vor Kälte dick und fest mit Gras ausgestopft. Als die Forscher die Dämmwirkung der Wand berechneten, staunten sie nicht schlecht: Die bronzezeitlichen Baumeister hätten damit die Vorgaben der Wärmeschutzverordnung von 1995 eingehalten.

Den meisten Gebäuden in Deutschland fehlt es an einer guten Wärmedämmung. So geht viel Heizenergie verloren. Wer diesen Verlust minimieren möchte und ein bestehendes Gebäude saniert, ausbaut oder erweitert, muss die Energieeinsparverordnung (EnEV) beachten. Bei Neubauten sowieso – hier steht 2016 sogar eine Verschärfung an. Die Anforderungen an den Wärmeschutz im Neubau steigen dann um ein Fünftel.

Gute Aussichten also für alle, die sich in diesem Bereich fortbilden möchten – zum Beispiel als Energieberater/-in oder Gebäudeenergieberater/-in.

 

 

Quelle: http://www.tuschinski.de/publikationen/150222_diermann_wertvolle_waerme_faz_waermedaemmung.pdf