Betreuungskraft - ein Beruf mit Perspektive

(Buxtehude, 08.06.2015) Um das Angebot an Betreuung und Aktivierung für pflegebedürftige Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz zu ergänzen, konnten voll- und teilstationäre Pflegeeinrichtungen schon seit dem Jahr 2008 zusätzliche Betreuungskräfte anstellen.

Am 1. Januar 2015 ist das Erste Pflegestärkungsgesetz in Kraft getreten, mit dem diese zusätzlichen Betreuungsangebote nun allen pflegebedürftigen Bewohnerinnen und Bewohnern bzw. Pflegegästen zur Verfügung stehen.

Um zu erreichen, dass den betroffenen Bewohnerinnen und Bewohnern in Pflegeeinrichtungen mehr Zuwendung und höhere Wertschätzung entgegen gebracht wird, begleiten und motivieren Betreuungskräfte unter anderem beim Basteln, beim Lesen, beim Spazierengehen, zu kulturellen Veranstaltungen und andere Aktivitäten, immer an den Erwartungen, Wünschen, Fähigkeiten und Befindlichkeiten der anspruchsberechtigten Personen orientiert. Dadurch soll der Austausch mit anderen Menschen gefördert und mehr Teilhabe am Leben in der Gesellschaft ermöglicht werden. Dieses geschieht in enger Absprache und Koordination mit den Pflegekräften und Pflegeteams. Pflegerische Tätigkeiten gehören nicht zu den Aufgaben der Betreuungskräfte.

Ein trägerinternes Zertifikat nach erfolgreich absolvierter Weiterbildung im Weiterbildungsmodul P-930-2, Betreuungskraft nach § 87 b SGB XI ermöglicht eine gute berufliche Chance, in einem zukunftsträchtigen Beruf im sozialen Bereich tätig werden zu können.