Deutschland braucht mehr Arbeitskräfte

(Buxtehude, 27.07.2015) Der deutschen Wirtschaft werden bis zum Ende des Jahrzehnts rund 1,8 Millionen Beschäftigte fehlen. Das besagt eine neue Studie, die der FAZ vorliegt. Der größte Mangel wird an Nicht-Akademikern bestehen.

Ökonomen debattieren derzeit heftig darüber, welche Folgen die zunehmende Digitalisierung und die Vernetzung der Produktion (In-dustrie 4.0) auf den Arbeitsmarkt haben könnten. Dass diese Entwicklungen viele Beschäftigungsformen in Frage stellen oder gar überflüssig machen werden, stellt kaum jemand in Frage. Die Frage ist, welche Arbeitsplätze betroffen sein werden und welche neuen Tätigkeiten aus dem Wandel entstehen. Zu hören ist auch die These, dass dadurch die Folgen des demografischen Wandels in Deutsch-land, wo in den kommenden Jahren Millionen Babyboomer aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden, abgefedert werden können. Im besten Fall könnte der bislang prognostizierte Fachkräftemangel dadurch viel-leicht sogar ausfallen.

Diese Hoffnung scheint trügerisch, wie aus der Studie „Arbeitsland-schaft 2040“ hervorgeht, die das Forschungsinstitut Prognos im Auftrag der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) erstellt hat. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass sich bis 2020 eine Lücke von 1,8 Millionen Arbeitskräften in Deutschland auftun wird. Der Blick in das Jahr 2040 zeigt, dass die Kluft ohne gezieltes Gegensteuern sogar auf 3,9 Millionen wächst.

 

Quelle zum Weiterlesen: http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/neue-prognose-deutschland-braucht-mehr-arbeitskraefte-13603140.html