Neu: Berufsbezogenes Deutsch für Menschen mit Migrationshintergrund

Leicht verständlich? Nicht immer – in der beruflichen Weiterbildung wird es bisweilen auch mal kompliziert, schließlich geht es darum, Neues zu lernen, zum Fachmann oder zur Fachfrau für ein Thema zu werden. Nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich geht es dann zur Sache. Fachsprache ist gefragt. Für Menschen mit Migrationshintergrund, auch wenn sie gut bis sehr gut Deutsch sprechen, ist dies oft eine Herausforderung. Vor allem Fachbegriffe oder Fremdwörter, die außerhalb des Fachgebietes ungebräuchlich sind, bereiten Nicht-Muttersprachlern Schwierigkeiten.

Damit es mit der beruflichen Weiterbildung trotzdem tadellos klappt, nehmen wir diese sprachlichen Hürden ernst. Zukünftig bieten wir daher viele unsere Weiterbildungen zusätzlich auch als Paket mit berufsbezogenem Deutsch an, das ganz konkret den jeweils notwendigen Fachwortschatz vermittelt.

So ist zum Beispiel mit dem zweimonatigen Zusatzmodul „Technisches Deutsch“ der „Drehmeißel“ am Ende endlich kein „Drehdings“ mehr, sondern ein „Zerspanungswerkzeug“. Und auch die schriftliche Dokumentation im Pflegebericht verliert ihren Schrecken, wenn vorab mit „Deutsch für die Pflege“ alle fit gemacht wurden für die anschließende Ausbildung im medizinisch-pflegerischen Bereich.

Den Anfang macht die Ausbildung „Betreuungskraft nach § 87b (neu § 43b)“. Sie ist als Cluster buchbar, bei dem die Teilnehmer vorab gezielt die Fachsprache und nützliche Redewendungen plus Grammatik für den Bereich der Pflege lernen. Je nach individuellem Bedarf werden alle in 1-2 Monaten auf den für dieses Berufsfeld notwendigen Sprachstand B2 gebracht. So klappt nicht nur bereits im ersten Schritt die Ausbildung und Prüfung besser, sondern später auch die Arbeit mit den Patienten, die Kommunikation mit den Angehörigen, Kollegen und Vorgesetzten – denn Berufe am Menschen sind immer Berufe, in denen Sprache und Kommunikation genauso entscheidend sind wie das fachliche Können.