Kaufleute im Gesundheitswesen – jetzt und in Zukunft unentbehrlich

(Buxtehude, 12.12.2011) Sie tragen keine weißen Kittel und verabreichen keine Pillen – trotzdem würde im Gesundheitswesen ohne sie nichts laufen. Denn sie sind die „Macher“ im Hintergrund. Sie planen und organisieren Geschäfts- und Leistungsprozesse, entwickeln Dienstleistungsangebote und übernehmen Aufgaben im Qualitätsmanagement oder Marketing.

Hauptsächlich ist diese Berufsgruppe in Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, medizinischen Labors oder Arztpraxen beschäftigt. Auch bei Krankenversicherungen und Rettungsdiensten sind sie tätig. Darüber hinaus arbeiten sie in Altenpflegeheimen oder in der ambulanten Alten- und Krankenpflege.

Egal in welchem Einsatzgebiet, sie sind unentbehrlich: Die zunehmende Spezialisierung der Verwaltung im Gesundheitswesen machte die Einführung dieses anerkannten Ausbildungsberufes im Jahr 2001 notwendig.

Die Ausbildung dauert im Regelfall drei Jahre und endet mit einer Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Für arbeitsuchende Erwachsene, die bereits einen anderen Beruf erlernt haben oder zumindest mehrjährige Berufspraxis nachweisen können, gibt es auch die Möglichkeit zur Umschulung. Sie dauert in der Regel zwei Jahre und kann von der Bundesagentur für Arbeit oder anderen Leistungsträgern gefördert werden. Freie Umschulungsplätze zum 1.2.2012 bietet in der Region z. B. das Institut für Berufliche Bildung (IBB AG) an.