Durch virtuelles Networking zum Traumjob

Tipps für die Stellensuche in sozialen Netzwerken

Die Jobsuche über soziale Online-Netzwerke ist für viele Bewerber noch ungewohnt. Hatice Akin-Tutka vom Institut für Berufliche Bildung gibt Tipps, wie man im Internet seinen Traumjob aufstöbern kann.

(Buxtehude, 22.10.2014) Für viele sind soziale Netzwerke im Internet ein reines Freizeitvergnügen. Doch neben Fotos der Nachbarskatze und den neuesten Musikvideos lassen sich auf solchen Online-Portalen auch spannende Stellenangebote finden – wenn man weiß, wo und wie man danach suchen muss.

Hatice Akin-Tutka berät als Jobcoach beim Institut für Berufliche Bildung (IBB) täglich Arbeitssuchende, die eine Weiterbildung oder Umschulung absolvieren und Unterstützung bei ihren Bewerbungen benötigen. „Die Beziehungspflege im Internet wird für die Jobsuche immer wichtiger“, betont die Expertin. Denn über Kontakte und Empfehlungen erfahre man oft von freien Stellen, die noch nicht ausgeschrieben wurden und bei denen somit die Konkurrenz durch Mitbewerber gering ist.

Unterschiedliche Branchen nutzen unterschiedliche Netzwerke

Allerdings reicht es meist nicht aus, sich einfach auf die bekannten Netzwerk-Portale zu verlassen. Für viele Branchen und auch Regionen gibt es spezielle Online-Netzwerke oder Foren, die man erst einmal aufspüren muss. „In der Beratung wähle ich mit meinen Teilnehmern oft zuerst ein paar interessante Stellenanzeigen aus, und dann recherchieren wir, auf welchen Internetseiten sie noch veröffentlicht wurden“, berichtet Akin-Tutka. 

Hat man ein passendes Netzwerk für sich gefunden, sollte man dort ein aussagekräftiges Profil anlegen. „Wichtig ist, dass man seine Fähigkeiten, Kenntnisse und gerne auch Hobbys möglichst detailliert angibt, damit man auch gefunden wird“, sagt Akin-Tutka. Sie empfiehlt ihren Teilnehmern, immer die Interessen des potenziellen Arbeitgebers im Blick zu behalten: Wonach könnte er suchen? Welche Stichworte sind für ihn wichtig? 

Ist das Profil erstellt, geht es an den aktiven Netzwerkaufbau. „Schauen Sie, über welche Themen auf dem Portal diskutiert wird, und bringen Sie sich dort ein“, empfiehlt Akin-Tutka. Man könne auch Gruppen beitreten, die ein bestimmtes Thema im Fokus haben. „Auf diese Weise wird man für die Leute sichtbar und baut nach und nach Kontakte auf.“ 

Fürs Netzwerken braucht es Zeit und Geduld 

Wichtig ist, dass man sich Zeit für den Aufbau und die Pflege seines Netzwerks nimmt. „Zudem sollten die eigenen Erwartungen nicht zu hoch angesetzt werden: Über ein Online-Netzwerk wird man nicht von heute auf morgen einen neuen Job bekommen“, sagt Hatice Akin-Tutka. Trotzdem lohne sich der Einsatz im Internet: „Bereits heute wird jede zehnte Stelle mit Hilfe sozialer Netzwerke besetzt – und der Trend geht weiter in diese Richtung.“

Das individuelle Bewerbungscoaching ist beim Institut für Berufliche Bildung fester Bestandteil der Unterstützungsangebote für Teilnehmer. Darüber hinaus gibt es beim IBB regelmäßig Bewerbungstrainings sowie den IBB-Bewerberratgeber, in dem man wertvolle Tipps nachschlagen kann.

Hatice Akin-Tutka ist Jobcoach beim Institut für Berufliche Bildung (IBB) und berät dort Teilnehmer, die Unterstützung bei der Stellensuche benötigen. © IBB/Miriam Müller