Ausländischen Fachkräften einen guten Start ermöglichen

IBB unterzeichnet Qualitätsstandards für die Integration spanischer Zuwanderer

(Buxtehude, 19. Dezember 2014) Positive Rahmenbedingungen für die Beschäftigung spanischer Arbeitnehmer schaffen – das ist das Ziel der Qualitätsstandards, die die Botschaft des Königreichs von Spanien und das IQ Netzwerk Niedersachsen gemeinsam erarbeitet haben. Das Institut für Berufliche Bildung (IBB) hat den Entstehungsprozess dieser Mindestanforderungen von Anfang an begleitet und besiegelt sein Engagement nun durch seine offizielle Beitrittserklärung.

„Durch den engen Kontakt mit unseren Deutschschülern aus aller Welt wissen wir, wie wichtig für Einwanderer ein gut organisierter Start in der neuen Heimat ist“, sagt IBB-Vorstand Clemens Arnold-Hoffmann. Das Unternehmen unterstützt daher das Vorhaben der spanischen Botschaft und des IQ Netzwerks Niedersachsen, durch die Qualitätsstandards dafür zu sorgen, dass Zuwanderer in Niedersachsen gute Bedingungen für ihre berufliche und soziale Integration vorfinden. „Wir hoffen sehr, dass diese wegweisende Initiative noch viele weitere Unterstützer findet“, sagt Arnold-Hoffmann.

Die Vereinbarung geht sehr konkret auf die unterschiedlichen Punkte ein, die zu beachten sind, um für spanische Arbeitnehmer einen guten Start in Deutschland sicherzustellen. So wird etwa betont, dass wichtige Informationen und Verträge auch in spanischer Sprache vorhanden sein sollten. Auch die Unterstützung bei Behördengängen in Deutschland sowie die Stärkung der interkulturellen Kompetenz im anwerbenden Unternehmen spielen eine Rolle.

„Wir unterrichten seit einiger Zeit in berufsbezogenen Live-Online-Kursen Spanier, die nach Deutschland auswandern möchten“, berichtet Clemens Arnold-Hoffmann. Dabei legt das IBB großen Wert darauf, dass die Teilnehmer im Rahmen ihres Deutschkurses auch bereits auf kulturelle Unterschiede vorbereitet werden und umfassende Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten erhalten. „Außerdem ist es für uns selbstverständlich, dass alle unsere Vertragsunterlagen für unsere ausländischen Teilnehmer auch in deren Muttersprache übersetzt vorliegen“, sagt Arnold-Hoffmann.

Bereits in der Vergangenheit hatte das IQ Netzwerk Niedersachsen, landesweit aktiv für die Verbesserung der beruflichen Eingliederung von Migranten, eine enge Kooperation mit der spanischen Botschaft gepflegt. Dazu gehörte etwa die gezielte Information und Beratung von Unternehmen, die spanische Fachkräfte anwerben wollten. „Mit der Unterzeichnung der Mindestanforderungen und Qualitätsstandards setzen wir einen weiteren Meilenstein“, sagt Rainer Bußmann, Koordinator des IQ-Landesnetzwerkes: „Diese Vereinbarung ist die erste ihrer Art in Deutschland und wir hoffen, dass sie in den kommenden Monaten auch von vielen anderen Landesnetzwerken unterzeichnet wird.“

Weitere Informationen:

http://www.iq-niedersachsen.de/iq/fachkraeftesicherung/mindestanforderungen/qualitaetsstandards