New Work: Das Fachpublikum ist sich noch nicht einig

Angeregte Diskussionen am IBB-Stand auf der Personal2015 Süd

New Work, die moderne, digitale Arbeitswelt: Ein Thema, welches in den nächsten Jahren in Unternehmen mehr und mehr Einzug halten wir. Auf der Personal2015 Süd in Stuttgart stellte die IBB Institut für Berufliche Bildung AG Konzepte für neue Formen der betrieblichen Weiterbildung vor und  diskutierte mit dem Fachpublikum über HR-Strategien für die neuen Arbeitswelten und deren Umsetzung.

(Buxtehude, 8. Juni 2015) Vielen Personalverantwortlichen ist zwar bewusst, dass sich die Arbeitswelt verändern wird, und zwar grundlegend. Allerdings ist die Notwendigkeit, sich mit dem Thema unternehmensbezogen auseinanderzusetzen, in den meisten mittelständischen Unternehmen noch nicht durchgedrungen. „Hier sind Großunternehmen deutlich weiter – Stichwort Transformation und Industrie 4.0“, so das Messe-Fazit von Stefanie Meise, Leiterin Geschäftskundenbereich beim IBB.

HR spiele jedoch bereits jetzt eine neue, integrative Rolle in Unternehmen. Es sei unabdingbar, veränderte Rahmenbedingungen in Personalmarketing und -entwicklung langfristig zu verknüpfen und dabei die Herausforderungen der immer komplexer werdenden Arbeitswelt mit den Ansprüchen der nachfolgenden Generationen zu berücksichtigen. Eine Mammut-Aufgabe. „Wir werden zukünftig immer mehr in Projekten und ortsübergreifende Datenbanksystemen arbeiten, die Entscheidungswege und -zyklen nehmen bereits jetzt an Komplexität zu, und es wird nicht weniger werden“, betont Meise. Umso stärker steige die Notwendigkeit klarer Handlungsrahmen und Kommunikationsanforderungen in der neuen Arbeitswelt.

Klar definierte Prozesse werden immer wichtiger

Ein Beispiel dafür sind die sogenannten Feedback-Loops, die Schleifen der Rückinformationen von bestimmten Projektentwicklungen oder Aufgaben in definierten Intervallen. Es gelte zu entscheiden, wie die Kommunikationswege sind, wer an Innovations- und Entscheidungsprozessen mitbeteiligt ist und wer wann wie häufig welche Mitarbeiter, Entscheidungsträger informiert. „Solche festgelegten Prozesse werden in der digitalisierten Arbeitswelt deutlich an Bedeutung zunehmen“, sagt Stefanie Meise.

Neue Wege in der betrieblichen Weiterbildung

Im Zuge dessen müssten sich Unternehmen auch die Frage stellen, welche Anforderungen in Zukunft auch die betriebliche Weitebildung erfüllen muss. Wieviel Digitalisierung wird es in einem Mitarbeiterentwicklungsprogramm zukünftig geben? Was werden sich die Mitarbeiter zukünftig hier wünschen, zumal digitalisiertes Lernen bereits in Universitäten „State of the Art“ zu werden scheint? „An diesen Stellen kann HR deutlich unterstützen“, betont Meise.

Auf der Personal2015 Süd präsentierte das IBB sein Seminarprogramm zu unterschiedlichsten Personalentwicklungsstrategien, um Mitarbeiter aller Ebenen an die neuen Arbeitswelten heranzuführen. Fachbesucher konnten sich darüber informieren, wie Führungskräfte und Teams mit Hilfe effektiver Potenzialanalysen für die neuen Arbeitswelten fit gemacht werden können, wie man den Digitalisierungstrend in der Personalentwicklung umsetzt und wie es gelingt, den Praxistransfer zu gewährleisten.