Weiterbildung 4.0: Digital und doch real

Immer mehr Bildungsanbieter setzen auf den virtuellen Klassenraum

(Buxtehude, 1. Dezember 2016) Früher war nicht alles besser, aber vieles beständiger: Man machte eine Lehre oder ein Studium, und das reichte oft für ein ganzes Berufsleben. Im Zeitalter der Digitalisierung sieht das schon ganz anders aus. Denn der stetige Wandel verändert immer wieder Berufsbilder und Tätigkeitsprofile. Die „Zusammenarbeit“ mit immer autonomer agierenden Maschinen und Systemen etwa bringt große Vorteile, stellt die Menschen aber auch vor neue Herausforderungen. Lebenslanges Lernen gilt daher als Schlüssel für langfristigen Berufserfolg. Und auch hierbei hält die Digitalisierung längst Einzug: Virtuelle Lernplattformen bilden die Grundlage für eine „Weiterbildung 4.0“, die der „Industrie 4.0“ Rechnung trägt.

Synchrones E-Learning: gemeinsam statt einsam

Dabei geht es nicht unbedingt darum, einfach Folien und Filmchen am Computer durchzuklicken: Vielmehr orientiert man sich am bewährten Präsenzunterricht und überträgt ihn auf neue technische Plattformen. „Im Zentrum steht der gemeinsame Live-Unterricht unter der Leitung von Dozenten – mit dem Unterschied, dass sie sich mit den Teilnehmern ortsunabhängig über das Internet in einem virtuellen Klassenraum treffen“, erläutert Katrin Witte, Vorstand des Instituts für Berufliche Bildung (IBB). Bereits vor fast zehn Jahren habe das IBB dafür den Grundstein gelegt und die Virtuelle Online Akademie VIONA® entwickelt, die in enger Zusammenarbeit mit Psychologen und Pädagogen entstanden sei.

„Im virtuellen Klassenraum gibt es Sitzplätze für alle – nur eben auf dem Computerbildschirm. Kommuniziert wird einfach per Headset, aber es gibt zusätzlich auch Funktionen wie Meldegesten oder Sprechblasen. In der Bildschirmmitte kann man Präsentationen und Arbeitsergebnisse betrachten oder auch zusammen bearbeiten“, so Witte. Auf diese Weise könnten Teilnehmer sogar noch stärker in den Unterricht eingebunden werden als im konventionellen Klassenzimmer; die Interaktion führe zu einer konzentrierten und effektiven Arbeitsweise. Auch technik-unerfahrene Teilnehmer kämen schnell mit dem System zurecht.

Immer mehr Bildungsanbieter folgen dem Trend

Beim IBB findet der Unterricht bei nahezu allen der mehreren Hundert Kursangebote virtuell über VIONA® statt. Die Lernenden nehmen vom nächstgelegenen IBB-Standort aus teil, wo sie ihren eigenen Computer-Arbeitsplatz bekommen und persönlich betreut werden – oder sie loggen sich von zu Hause oder vom Büro aus in den Online-Unterricht ein.

Nach den langjährigen Erfahrungen mit VIONA® werden die Kurse im virtuellen Klassenraum inzwischen auch anderen Anbietern zur Verfügung gestellt. Schon fast siebzig solcher Bildungspartner gibt es bundesweit. „Vor allem regionale Anbieter profitieren von der Möglichkeit, ihren Teilnehmern über VIONA® eine riesige Bandbreite an Kursen in unterschiedlichsten Fachbereichen zur Verfügung zu stellen, die sie selbst nicht alle vor Ort durchführen könnten“, berichtet Witte. „Und mehr Angebote führen natürlich automatisch zu mehr Interessenten und Teilnehmern.“

Weitere Informationen zu einer VIONA®-Partnerschaft finden interessierte Bildungsanbieter auf viona.online.