In Teilzeit zum Berufserfolg

Neue Variante bei kaufmännischen Umschulungen beginnt am 1. November 2017.

 (Buxtehude,  21.09.2017) Wer seine Arbeitsstelle aus gesundheitlichen Gründen aufgeben muss oder im ursprünglich erlernten Beruf einfach keine passenden Angebote mehr findet, kann mit einer Umschulung einen geeigneten Ausweg finden und in eine ganz neue berufliche Zukunft starten. Aber: Eine Umschulung macht man natürlich nicht einfach „nebenbei“. Der zeitliche Aufwand ist mit einem normalen Vollzeit-Job vergleichbar und erfordert ein hohes Arbeitspensum. Für diejenigen, die noch täglich private Pflichten erfüllen müssen, ist eine Umschulung damit bisher oft nur schwer vereinbar oder kommt gar nicht erst in Frage.

Aus diesem Grund bietet das Institut für Berufliche Bildung (IBB) nun auch Umschulungen in Teilzeit an. Angesprochen sind zum Beispiel Eltern, die ihre Kinder zumindest zeitweise selbst betreuen müssen, oder Menschen, die sich um pflegende Angehörige kümmern. Das neue Teilzeit-Angebot wird zunächst bei drei besonders beliebten kaufmännischen Berufen eingeführt: für angehende Kaufleute für Büromanagement, Kaufleute im Gesundheitswesen und Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen. Start ist der 1. November 2017.

„Durch die Verkürzung der täglichen Unterrichtszeiten auf  8:45 bis 13:30 Uhr bleibt den Teilnehmern mehr Zeit für private Verpflichtungen“, erklärt Frauke Pohl, Leiterin Umschulungsmanagement beim IBB. „Da sich das Unterrichtsvolumen insgesamt aber nicht von der Vollzeit-Variante unterscheidet,  verlängert sich die Umschulungsdauer von 24 auf 33 Monate.“

Ermöglicht wird die Teilzeit-Variante durch leichte Veränderungen beim Ablauf: Zwar finden viele Unterrichtsveranstaltungen zusammen mit Teilnehmern aus der Vollzeit-Umschulung statt, aber einige Bestandteile werden auch in zusätzlichen separaten Einheiten später nachgeholt, um den geringeren wöchentlichen Stundenumfang auszugleichen.

Das Pflichtpraktikum ist natürlich auch bei der Teilzeit-Variante ein fester und wichtiger Bestandteil. Dabei wird die tägliche Anwesenheit auf die gleichen Zeiten wie beim Unterricht am Standort verkürzt. Um auch hier auf die gleichen Gesamtstunden wie bei der Vollzeit-Variante zu kommen, schließt sich an die ersten sechs Praktikumsmonate ein weiterer sechsmonatiger Block an, in denen wöchentlich zwei Praktikumstage mit drei Unterrichtstagen am Standort kombiniert werden.

Die Umschulung kann wie üblich über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit finanziert werden. Die Teilnahme an der Teilzeit-Variante ist den meisten Regionen Deutschlands an mehr als 100 Standorten des IBB und seiner Kooperationspartner möglich.

„Natürlich profitieren auch die Teilzeit-Umschüler von der zusätzlichen Beratung und Vermittlungsunterstützung des IBB“, ergänzt Pohl abschließend. „Unsere regionale Vernetzung mit Kammern und Unternehmen und die langjährigen Erfahrungen kommen schließlich allen zugute.“

Weitere Informationen zu den Umschulungen beim IBB und zum Start der Teilzeit-Variante am 1. November gibt es auf www.ibb.com/umschulungen und telefonisch unter der Hotline 0800-7050000.

 

Frau vor dem Computer und Mann im Büro bei der Arbeit