Erste Umschüler zum Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik starten Praxisphase beim HBZ Münster

Am 1. August sind die neuen Umschüler gestartet. Ab sofort erlernen die angehenden Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik neben der Theorie auch die Praxis beim Handwerkskammer Bildungszentrum in Münster.

(Münster,  26.09.2017) Seit dem ersten August schlagen sie einen neuen Weg ein: die ersten gewerblichen Umschüler beim Institut für Berufliche Bildung (IBB) stehen am Beginn einer neuen Karriere als zukünftige Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik (EEG). In den nächsten zwei Jahren erlernen sie die Planung, Installation, Wartung und Reparatur von elektrotechnischer Ausstattung von Gebäuden. Dazu gehören auch Bereiche der elektrischen Energieversorgung, der Sicherheitstechnik und der Klimaregulierung oder der Kommunikations- und Datentechnik. Deren Steuerung wird zunehmend komplexer – und unter dem Stichwort „Smart Home“ immer häufiger zu integrierten Systemen vernetzt.

Seit diesem Sommer wird die begehrte Umschulung zum EEG auch vom Institut für Berufliche Bildung angeboten, das hierfür mit dem Handwerkskammer Bildungszentrum (HBZ) in Münster kooperiert. Die Umschulung besteht aus 8 Monaten Theorieunterricht am IBB-Standort, 10 Monaten fachpraktischer Unterweisung beim HBZ und 6 Monaten Praktikum im Betrieb und ist unterteilt in verschiedene Blöcke von 2-6 Wochen.

Der erste Block des fachpraktischen Unterrichts ist  am 11. September gestartet. Ab sofort erlernen die Umschüler die die Grundlagen der Elektrotechnik und weitere berufsspezifische Kenntnisse und Fertigkeiten wie Energie- und Gebäudetechnik wie zum Beispiel Messarbeiten an einem Schaltschrank, die Installation von Telefonanlagen oder den Umgang mit diversen elektrotechnischen Anlagen. Das HBZ ist dafür mit modernen Lehrwerkstätten, Multimediaräumen und Unterrichtssälen ausgestattet und gehört seit Januar 2017 zu den Kooperationspartnern des IBB.

die EEG-Schüler versuchen sich an praktischen Übungen

Bild: die EEG-Umschüler versuchen sich an praktischen Übungen

 

Die Umschüler zum EEG verbringen ab dem 11. September ihren ersten fachpraktischen Unterricht in Münster. Anschließend setzen sie ab dem 25. September ihren theoretischen Unterricht an ihrem jeweiligen IBB-Standort fort – dank der Virtuellen Online Akademie VIONA jedoch weiterhin zusammen, nur eben im virtuellen Klassenzimmer -, bevor es im November zum nächsten Block zurück nach Münster geht.

In zwei Jahren schließt die Umschulung zum EEG mit der Gesellenprüfung ab und die Zukunftsaussichten sind gut. „Das Handwerk ist im Wandel, Digitalisierung ist auch hier das Schlagwort. Bei dieser Kooperation bewegen sich die Umschüler im Unterricht über VIONA schnell selbstverständlich im virtuellen Raum, profitieren aber genauso von der praktischen Anwendung vor Ort im HBZ – so werden sie zu gut ausgebildeten, anpassungsfähigen Spezialisten mit besten Aussichten in der Arbeitswelt", sind sich Frauke Pohl, Leiterin Umschulungsmanagement beim IBB, und Rudolf Mlynek, Abteilungsleiter beim HBZ, einig. Die Bandbreite potenzieller Arbeitgeber reiche dabei von Installations- und Versorgungsbetrieben über Unternehmen der Immobilienwirtschaft und Hausmeisterdienste bis hin zu technischen Herstellern.

Zukünftig möchte das IBB weitere gewerbliche Umschulungen wie den Mechatroniker für Kältetechnik und den Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik anbieten. Informationen dazu und zu den nächsten Umschulungsstarts erhalten Interessenten auf: www.ibb.com/umschulungen-im-bereich-mechanik-und-elektronik.

Gruppenfoto der Teilnehmer und Dozenten zum EEG vor dem HBZ Münster

Bild: Gruppenfoto mit den EEG-Teilnehmern und Dozenten