„Die Selbstständigkeit macht richtig Spaß“

Gewagt und gewonnen: Jan Szulczewski schaffte den beruflichen Neustart als Firmengründer.

(Rostock, 11.12.2017) Es gibt viele Gründe, sich beruflich zu verändern. Bei Jan Szulczewski war es ein eher ungewöhnlicher: Den Ausschlag gab sein damals noch ungeborenes Kind. Während Szulczewski in Berlin arbeitete, wohnte seine schwangere Frau in Rostock – angesichts der neuen familiären Situation zu weit weg. Also kündigte der gelernte Werbetechniker seinen Job und zog in den Norden. Eine neue Stelle in der Region zu finden, erwies sich allerdings als schwierig. „Warum sich nicht einfach selbstständig machen?“ fragte sich Szulczewski – und fasste beherzt den Entschluss, diese Idee in die Tat umzusetzen.

Er besuchte drei aufeinander aufbauende Photoshop-Kurse beim Institut für Berufliche Bildung (IBB) in Rostock, um seine Kenntnisse in der Bildbearbeitung und Druckvorstufe zu optimieren. Die Virtuelle Online Akademie ermöglichte ihm eine variable Organisation seines Lernstoffs. So blieb auch genügend Zeit, alle wichtigen Termine mit seiner schwangeren Frau wahrzunehmen, erzählt Szulczewski. „Das war in dieser Situation natürlich sehr praktisch“. Aber auch die Betreuung am IBB-Standort in Rostock sei ausgesprochen nett gewesen, berichtet der 37-Jährige.

Nach der fachlichen Weiterbildung folgte der letzte Schritt: die Kenntnisvermittlung für Existenzgründer, die ebenfalls beim IBB stattfand. „Vor allem das Aufstellen eines Businessplans war sehr hilfreich“, resümiert Szulczewski.

Am 1. August 2017 war es dann so weit: Jan Szulczewski gründete seine neue Firma „Plottfish Werbetechnik & Design“ in Ribnitz-Damgarten und bietet dort nun eine breite Palette an „Werbung, die man sieht“ – von Schildern, Fahnen und Werbemontagen über Schaufenster- und Fahrzeugbeschriftungen bis hin zu Roll-ups, Flyern, Visitenkarten und mehr.

Szulczewski freut sich, dass sein Angebot bei seinen kleinen und mittelständischen Kunden gleich so gut ankommt. Und er genießt die neue Freiheit, sein eigener Chef zu sein. „Das ist ganz anders als in Festanstellung, oft sogar entspannter“, findet er. Bei entsprechender Auftragslage sei nächstes Jahr auch die Einstellung von Mitarbeitern denkbar, aber das sei noch Zukunftsmusik. „Momentan freue ich mich einfach, dass ich die Projekte für meine Kunden selbst von A bis Z durchzuziehen kann. Das macht mir wirklich Spaß!“

Jan Szulczewski bei der Arbeit als eigener Chef

Bild: Jan Szulczewski bei Arbeit