5 Gründe, warum sich HR mit Digitalisierung beschäftigen muss

Digitale Transformation ist eines der TOP-Themen in der Wirtschaft. Ihre Konsequenzen für Unternehmen gehören zu den größten Fragestellungen – nicht nur für Unternehmensverantwortliche. Auch Human Resources (HR) wird dabei immer stärker in den Mittelpunkt gerückt, weil Entscheider erkennen, dass diesem Bereich eine tragende Rolle zukommt.

Was ist digitale Transformation?

Sehr vereinfacht dargestellt ist digitale Transformation ein fortlaufender Veränderungsprozess, der in digitalen Technologien begründet ist. Er betrifft die gesamte Gesellschaft und insbesondere Unternehmen. Technologien entwickeln sich immer schneller. Gerade die Weiterentwicklung von digitalen Netzen und Anwendungen hat der digitalen Transformation einen Schub gegeben. Die Entwicklung des Smartphones zum Beispiel hat das private Leben beeinflusst, aber auch das berufliche. Die Weiterentwicklung von Apps ermöglicht es, digital ganze Geschäftsprozesse online und papierlos abzuwickeln.

HR muss handeln!

Diese Veränderung der Arbeitsprozesse haben gravierende Auswirkungen auf unterschiedliche HR-Prozesse und das Rollenverständnis von Personalarbeit. HR muss sich zunehmend dieser Situation annehmen und noch stärker in die Verantwortung gehen.

 

5 praktische Gründe, warum sich HR der Digitalisierung noch stärker öffnen muss:

 

  • Zusammenarbeit: agil und crossfunktional

Die Dynamik der Märkte bestimmt die Tonlage in Unternehmen. Innovationen werden in immer kürzerer Zeit auf den Markt gebracht und dadurch der Druck auf die Wertschöpfung in Unternehmen deutlich erhöht. Diese Tatsachen machen eine Vernetzung der Mitarbeiter, der Abteilungen untereinander – aber auch zu Kunden, Bewerbern und Stakeholdern – unabdingbar. Mitarbeiter müssen in Zukunft viel stärker crossfunktional arbeiten, insbesondere bei Projekten. Das erfordert die Schaffung einer Kommunikations- und Arbeitsstruktur, die agiles Arbeiten ermöglicht. Hilfreich sind Kommunikationstools wie betriebseigene Social-Intranets, freie Wikis, kostenfreie Tools wie Trello oder Slack oder klassische Chats.

 

  • Recruiting: neue Außendarstellung und Bewerbungsformen

Der Kampf um die besten Köpfe läuft; in vielen Branchen und Berufsgruppen sind kaum mehr Bewerber vorhanden. Unternehmen müssen sich etwas einfallen lassen, um die Bewerber für sich zu gewinnen. Das geschieht derzeit verstärkt durch Maßnahmen von Employer Branding, strategische Candidate Experience,  Anschaffung einer Bewerberdatenbank, Produktion von Imagefilmen, Social-Media-Auftritte usw. Unternehmen müssen sich aber auch auf die digitalen Gewohnheiten der neuen Bewerbergenerationen einstellen, die ihre Bewerbung z. B. per Video versenden. Recruiting in der aktuellen Arbeitswelt ist untrennbar mit Digitalisierung verbunden.

 

  • Mitarbeiterentwicklung: digitale Lernformate

Die immer noch mit Abstand beliebteste Lernform ist Blended Learning, also die Verknüpfung von digitaler betrieblicher Weiterbildung und der klassischen Präsenzform. Die Bedeutung der digitalen Weiterbildung wird in den nächsten Jahren weiter steigen, Corporate-Learning-Lösungen werden immer gefragter werden. Die Mitarbeiterentwicklung befindet sich im Spannungsfeld zwischen modernen technischen Möglichkeiten und dem Menschen, der sich in der digitalen Lernwelt zurechtfinden muss. Das bedeutet in der Konsequenz, dass HR immer stärker gefordert sein wird, eine digitale Lernkultur zu gestalten.

 

  • Mitarbeiterentwicklung: Kompetenzen entwickeln

Darüber hinaus wird die Kompetenzentwicklung von Beschäftigten an Grenzen stoßen. Die Komplexität von Wissenserwerb nimmt zu. Wenn sich Wissen immer schneller überholt, braucht es verstärkt Problemlöser für bestimmte Themenfelder. Das macht eine Verzahnung zwischen Lernen und Arbeiten so bedeutsam. Die Problemlöser haben in der Regel kein Kompetenzprofil und werden somit durch klassische Filter, die die Personalentwicklung zur Verfügung hat, nicht berücksichtigt.

 

  • IT-Kompetenzen: intensive interne Zusammenarbeit

Alleine schon bei den Themen, die in den vorherigen Punkten angerissen wurden, kommt HR niemals an der IT-Abteilung vorbei – ob es nun um eine Bewerberdatenbank oder ein Lernmanagementsystem geht, die Themen Datenschutz und Datensicherheit oder die IT-Schnittstellen ganz allgemein. HR sollte hier den Anspruch haben, verstärkt auf Augenhöhe mit den verschiedenen Abteilungen seine Interessen zu vertreten, insbesondere aber im IT-Umfeld.

 

Zusammenfassung: Zukunft gestalten, Handlungsräume ermöglichen

Die Rolle der HR und die im Kontext der Digitalisierung vorhandene Erwartungshaltung von Stakeholdern, Bewerbern, Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten in Bezug auf Strategie, Wertschöpfung und Erfolg haben sich jetzt schon dramatisch verändert.

Die Wahrheit ist: Digitalisierung schleicht sich in Unternehmen, in HR-Prozesse einfach ein. HR hat nicht nur die Verantwortung, Personalprozesse neu zu entwickeln. Sie hat auch eine einmalige Chance, die Weichen der Zukunft zu gestalten und Handlungsräume zu ermöglichen.

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