7 Praxis-Tipps, um das Onboarding der Generation Z zu erleichtern

Ist das bei Ihnen auch so? Der Onboarding-Prozess bei den jüngeren Mitarbeitern scheint zunächst zu greifen. Und dann plötzlich kommen Probleme ans Tageslicht, die eigentlich keine sind. Teils haben diese Themen mit gängigen Kulturtechniken zu tun wie An- und Abmelden oder dem Signalisieren, wenn eine Aufgabe Schwierigkeiten bereitet. Teils liegt es auch an der unterschiedlichen Art und Weise der Kommunikation.

 

Woran liegen die Probleme?

Junge Menschen besitzen immer weniger Selbsterfahrung. Mit ihrem Studium oder der Ausbildung ist die „Gen Y“ so früh fertig und hat so viel Wissen angehäuft wie keine Generation je zuvor.  Ein altgedienter Meister würde vielleicht mit spitzer Zunge behaupten: „Die sind zu lange gepampert worden.“ Zugegeben, das liest sich etwas unhöflich. 

In jungen Jahren wird den Heranwachsenden viel abverlangt, aber auch eine ganze Menge abgenommen.

Dahinter verbirgt sich jedoch auch eine andere Wahrheit. Junge Menschen, die sehr früh ins Arbeitsleben eintreten, haben es kaum gelernt, eigene Erfahrungen zu sammeln. Diese Zeit sieht das Schul- und Studiensystem in der aktuellen Fassung zu wenig vor. Sie werden auf Leistung, auf Noten getrimmt. Alle Aktivitäten, die dazwischen liegen, sind meist durchgeplant und wohlorganisiert. In jungen Jahren wird den Heranwachsenden viel abverlangt, aber auch eine ganze Menge abgenommen.

Und das führt bei Eintritt in das Berufsleben zu ein paar Problemen, die Startphase wird leicht ruckelig. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die jüngere Generation durchaus eine Vorstellung davon hat, wie der zukünftige Arbeitgeber sein soll, wie die Zusammenarbeit organisiert und ein Einklang mit den eigenen Werten geschaffen werden könnte.

 

7 Praxis-Tipps für ein effektives und reibungsloses Onboarding

 

  1. Wir sind das Team: Board mit Fotos

In den ersten Tagen stürmen viele Eindrücke auf die neuen Mitarbeiter ein, sie müssen sich mit vielen neuen Fakten und Prozessen vertraut machen. Und dann all die Gesichter und Namen … Ein Board mit Fotos und Funktionen kann die Orientierung für neue Teamkollegen erleichtern. Die Möglichkeiten sind vielfältig: von digitalen Boards bis hin zu Bildern in der Küche.

 

  1. Wer ist wichtig?

Neue Mitarbeiter brauchen zunächst einige wenige Ansprechpartner. Am besten stellen Sie die jeweiligen Personen gleich am ersten Tag einander vor und erklären, wer für welches Anliegen in den nächsten Wochen wichtig ist.

 

  1. I´m your Buddy!

Damit sich neue Mitarbeiter nicht fremd und alleingelassen fühlen, ist es hilfreich und angenehm, am Anfang einen festen Kollegen zur Seite zu hab

en, der sich auch um die soziale Integration des Mitarbeiters kümmert. So kommt man im Kollegenkreis gut an und wird zum Beispiel auch schnell mit speziellen Gepflogenheiten vertraut.

 

  1. Gemeinsam Pause machen.

Der „Buddy“ sollte natürlich auch bei den ersten Pausen dabei sein, sodass neue Mitarbeiter nicht aktiv nach einer Begleitung suchen müssen oder allein am Tisch sitzen.

 

  1. Organisatorisches ordnen.

Arbeitszeitregelung, Krankmeldung, regelmäßige Meetings und andere Gepflogenheiten sind von Unternehmen zu Unternehmen oft sehr unterschiedlich. Am besten sammeln Sie entsprechende Informationen und Dokumente für jeden neuen Mitarbeiter in einer Mappe und sprechen die einzelnen Punkte bei Bedarf kurz an bzw. beantworten Fragen dazu.

 

  1. Werte erklären.

Neben Organisatorischem und vielen Prozessen und Abläufen müssen neue Mitarbeiter auch die Werte verstehen lernen, die ein Unternehmen kennzeichnen und die in bestimmter Weise ausgelegt und gelebt werden. Neue Mitarbeiter kann man Anfang dahingehend unterstützen und die Werte erklären. Auch die langfristige Strategie des Unternehmens sollten Sie vermitteln, damit neue Mitarbeiter ein besseres Verständnis dafür bekommen, sich entsprechend einbringen können und damit das Gemeinschaftsgefühl gestärkt wird.

 

  1. Von Anfang an fordern.

Neue Mitarbeiter starten meist mit großem Tatendrang, der in den ersten Tagen aber häufig ungenutzt bleibt. Nutzen Sie den hohen Energielevel und geben Sie neuen Mitarbeitern von Anfang an genug zu tun. So gewöhnen sie sich gleich an das reguläre Arbeitstempo und bekommen schnell die Chance, sich zu beweisen und arbeitstechnisch zu integrieren. Eine gute Vorbereitung passender Aufgaben ist hierbei hilfreich.

 

Was ist jungen Mitarbeitern wichtig?

Über die Bedürfnisse der Generation Y und Z ist schon sehr viel geschrieben worden. Vor allem, was ihnen wichtig ist – zum Beispiel:

  • Die Übereinstimmung der eigenen Werte mit denen des Unternehmens
  • Die Wichtigkeit von permanentem Feedback
  • Eine harmonische Work-Life-Balance
  • Die Entwicklungsmöglichkeiten
  • Ein vertrauensvolles Arbeitsumfeld
  • Digitale und persönliche Kommunikation

Jedoch wird über einen ganz wichtigen Punkt kaum berichtet. Die Arbeitspraxis zeigt, dass dieser Punkt für jüngere Generation extrem wichtig ist:

Benennen Sie klare Regeln und machen Sie Abläufe transparent!!

Die Nachwuchsgeneration wirkt häufig selbstsicher und fordernd.  Zu oft ist dieser Schein eine Fassade. Häufig genug sind sie komplett ratlos und verunsichert, wenn die Führungskräfte sie mit Aufgaben betrauen. Denn es hat ihnen bis dahin kaum jemand gezeigt, wie man strukturiert und planvoll an einen Arbeitsauftrag herangeht, welche Spielregeln es da gibt und welche Kollegen ggf. noch mit einbezogen werden sollten. Wie können sie dann die Erwartungen erfüllen?

 

Menschen weiterentwickeln:

Ausbilder, Führungskräfte und auch Kollegen tragen Mitverantwortung, auch die Nachwuchsgeneration im Zeitalter des Fachkräftemangels ein Stück weiterzubringen. In vielen Unternehmen rückt dieses Thema stärker in den Vordergrund. Neben speziellen Azubi- und Trainee-Programmen werden auch immer mehr Mentoren identifiziert, die besondere, wertvolle Kompetenzen haben, die sie anderen Kollegen weitergeben dürfen. Damit dieser Erfahrungs- und Kompetenzschatz nicht nur „einfach so“ weitergegeben wird, werden Mentoren durch ein Training auf ihre Aufgaben und Rolle als Mentoren vorbereitet.   

Erfahren Sie mehr: Mentorentraining für Fach- und Führungskräfte

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