Geeignet oder nicht? 10 Fragen zum Arbeiten im Homeoffice

Bitkom-Studie belegt: Arbeiten im Homeoffice wird zum Standard

Fast jedes dritte deutsche Unternehmen (30 Prozent) ermöglicht seinen Mitarbeitern, ganz oder teilweise von zu Hause aus zu arbeiten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Im Vergleich: 2014 lag der Anteil noch bei 20 Prozent. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzen wird. Denn gerade im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeitleben wünschen sich immer mehr Beschäftigte flexible Arbeitszeiten.

 

 

Dennoch stehen nicht alle Unternehmen Homeoffice derzeit offen gegenüber:
  • 63 Prozent der Befragten geben an, dass Homeoffice in ihren Unternehmen nicht für alle Mitarbeiter möglich sei. Eine Ungleichbehandlung solle aber vermieden werden.
  • 48 Prozent befürchten, die Produktivität sinke, weil zu wenig kollegialer Austausch möglich sei.
  • 39 Prozent erklären, dass gesetzliche Regelungen Homeoffice verhinderten.
  • 31 Prozent meinen, Mitarbeiter seien im Homeoffice nicht jederzeit ansprechbar.
  • Außerdem sorgen sich viele Unternehmen um die Identifikation ihrer Mitarbeiter, ebenso wie um das Thema Datensicherheit.
  • Wer Top-Leistungen im Büro zeigt, dem fällt das Arbeiten von zu Hause aus nicht automatisch leicht.

 

Auf welche Faktoren kommt es an?

Ein gutes Co-Working mit den Kollegen und den Vorgesetzten ist der Schmierstoff für eine erfolgreiche Arbeit im Homeoffice. Führungskräfte können Mitarbeitern dabei helfen, die Kommunikation ins Unternehmen und zu den Kollegen aktiv zu gestalten.

 

Folgende zehn Fragen erleichtern die Entscheidung

… und gegebenenfalls den Einstieg ins Homeoffice:

 

1. Warum möchte ich wirklich von zu Hause aus arbeiten? Was sind die Motive, die diesen Wunsch antreiben? Manchmal verbergen sich hinter solchen Wünschen auch Konflikte zwischen den Kollegen und Vorgesetzten vor Ort.

 

2. Bin ich der richtige Typ fürs Homeoffice? Im Business sind Mitarbeiter häufig fest in Arbeitsprozessen verankert und fester Bestandteil von sozialen Strukturen im Unternehmen. Das Arbeiten im Homeoffice unterliegt zwar ebenfalls Prozessen und Regeln, aber sie sind weniger sichtbar. Als Homeoffice-Mitarbeiter ist man bei festen Teams im Büro weniger präsent und wird nicht so stark wahrgenommen. Kann ich damit gut umgehen?

 

3. Bin ich technisch ausreichend gut ausgerüstet? Wie steht es um die Technik zu Hause und meine IT-Infrastruktur wie Laptop, Software und Internetleitung? Welche Ressourcen werden bereitgestellt und worum muss ich mich selbst noch kümmern? Es ist wichtig, diese Fragen bereits im Vorfeld zu klären.

 

4. Wird Home-Office schon erfolgreich praktiziert? Haben sich die Kollegen und die Vorgesetzten schon mit der Arbeitsform vertraut machen können, sind sie schon daran gewöhnt? Wie steht es um die Haltung der Kollegen zum Homeoffice, die täglich vom Büro aus arbeiten? Bekomme ich Unterstützung bei Fragen und Problemen?

 

5. Kann mein Vorgesetzter virtuelle Teams führen? Vielleicht gibt es noch keine Erfahrungen mit Homeoffice. Dann empfiehlt es sich auf jeden Fall im Vorfeld zu klären, in welcher Form Verbindung gehalten werden soll. Wie und wann sollen Informationen fließen und ist die Kommunikation gewünscht? Vermieden werden muss hier unbedingt eine Sollbruchstelle im Kommunikationsfluss!

 

6. Kann ich Arbeit und Privates gut voneinander trennen? Wenn man grundsätzlich Schwierigkeiten hat, von der Arbeit abzuschalten, sollte man aufpassen. Es ist manchmal ein schmaler Grat: Die Grenzen zwischen Arbeit und Privatem verschmelzen schnell ohne dass man es merkt – eine Folge ist das Erschöpfungssyndrom.

 

7. Welche Rolle nehme ich in meinem Team ein? Ist meine Aufgabe klar definiert und auch für die anderen Teammitglieder transparent, die entweder auch von zu Hause aus oder im Büro arbeiten? Man muss dafür sorgen, dass alle Erwartungen geklärt sind – die eigenen, die des Vorgesetzten und die der Teammitglieder.

 

8. Bin ich leicht ablenkbar? Kann ich mich zu Hause gut konzentrieren oder bin ich für Ablenkungen aller Art empfänglich? Zum Beispiel für den Haushalt, für das Schwätzchen mit dem Nachbarn und ähnliche Dinge? Dann muss schon im Vorfeld dafür gesorgt sein, dass auch zu Hause ein ungestörter Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Es ist wichtig, sich selbst eine verbindliche Arbeitsstruktur vorzugeben.

 

9. Wie steht es mit meinem Zeitmanagement? Bin ich ein Chaot oder jemand, der immer jemanden zur Motivation und Kontrolle braucht? Habe ich meine Arbeitsplanung fest im Griff – auch dann, wenn familiär oder persönlich etwas dazwischenkommen würde?

 

10. Kann ich zum Arbeiten auch zeitweise ins Unternehmen kommen? Auch das sollte im Vorfeld geklärt sein, damit später keine negativen Gefühle oder unterschiedliche Erwartungshaltungen aufeinander prallen. Denn möglicherweise steht dann kein Schreibtisch (mehr) zur Verfügung.

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