Diana Giesen, Autor bei Ich & mein Job Der Blog rund um Beruf, Bildung und Karriere Tue, 26 Nov 2024 10:45:49 +0000 de hourly 1 https://www.ibb.com/blog/app/uploads/favicon-150x150.png Diana Giesen, Autor bei Ich & mein Job 32 32 Wenn ich beruflich noch mal durchstarten könnte … https://www.ibb.com/blog/wenn-ich-beruflich-noch-mal-durchstarten-koennte/ https://www.ibb.com/blog/wenn-ich-beruflich-noch-mal-durchstarten-koennte/#respond Tue, 01 Feb 2022 09:00:22 +0000 https://www.ibb.com/blog/?p=6464

„Wenn ich beruflich noch einmal neu durchstarten könnte, würde ich Steuerfachangestellte werden.“, Nadine Simovics lächelt bei diesen Worten. Sie hat es gewagt und begann am 24. Januar 2022 mit fast 40 Jahren beim IBB ihre Umschulung zur Steuerfachangestellten. Aufmerksam wurden wir im Herbst 2021 durch einen Kommentar von ihr unter unserem Blogartikel „Neuanfang mit 50“: …

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„Wenn ich beruflich noch einmal neu durchstarten könnte, würde ich Steuerfachangestellte werden.“, Nadine Simovics lächelt bei diesen Worten. Sie hat es gewagt und begann am 24. Januar 2022 mit fast 40 Jahren beim IBB ihre Umschulung zur Steuerfachangestellten. Aufmerksam wurden wir im Herbst 2021 durch einen Kommentar von ihr unter unserem Blogartikel „Neuanfang mit 50“: „Ich finde das super. Man ist schließlich nie zu alt um etwas Neues zu lernen! Auch ich beginne im Januar eine Umschulung beim IBB, mit 40 Jahren. Ich freue mich schon sehr, wenn es endlich losgeht.“ Natürlich wollten wir wissen, wer mit so großer Begeisterung hinter dem Kommentar steckt und nahmen Kontakt zu Nadine auf. Ein Glück. Sonst hätten wir nie ihre Geschichte erfahren.

Traumberuf mit 40 durch Umschulung

Ursprünglich ist Nadine gelernte Einzelhandelskauffrau. Da es in diesem Beruf nur wenige Vollzeitstellen gab, ging sie vor 14 Jahren als Helferin in die Produktion und wurde bald Schichtleiterin. Durch eine chronische Erkrankung war diese Arbeit nicht mehr möglich und Nadine musste sich letztes Jahr entscheiden, wie es weitergehen soll. Die Rentenversicherung empfahl ihr eine Umschulung oder einen Antrag auf Erwerbsminderung. Für Nadine stand fest, dass sie beruflich umsattelt: „Ich war noch nie jemand, der zu Hause sitzen wollte. Außerdem bin ich viel zu jung, um gar nichts zu tun. Ich hatte oft den Gedanken daran, was ich machen würde, wenn ich beruflich noch mal neu durchstarten könnte. Für mich war rasch klar, dass ich eine Umschulung zur Steuerfachangestellten machen möchte, zumal ja auch die Zukunftsaussichten gut sind.“, sagt die IBB-Umschülerin entschlossen. Doch zunächst stand sie vor der Frage: klassische Ausbildung oder Umschulung? Sie entschied sich gegen die Ausbildung. Der Gedanke daran, in ihrem Alter zwischen all den jungen Leuten zu sitzen, erschreckte sie dann doch etwas. Bevor es jedoch losgehen konnte, musste der passende Anbieter für die Umschulung her.

Vom Probeunterricht in die Umschulung

In Facebook wurde sie auf das IBB aufmerksam, informierte sich über das Angebot und beschloss, am Probeunterricht teilzunehmen. So konnte Nadine besser abschätzen, ob die Umschulung beim IBB das Richtige für sie ist. „Uns wurde genau der Ablauf der Umschulung erläutert und Fragen dazu beantwortet. Gleichzeitig erhielten wir einen Einblick in den Online-Unterricht.“ Bereut hat die 40-Jährige ihre Entscheidung bisher nicht. An ihrem ersten Schultag wartete zwar niemand mit einer Schultüte auf sie, dafür wurde sie aber herzlich von den IBB-Mitarbeitern willkommen geheißen. Nach einer allgemeinen Einführung gab es die Schulbücher. „Die Menge der Schulbücher hat mich schon etwas schockiert, aber ich bin schon wahnsinnig auf die Inhalte gespannt.“ Für die Zukunft wünscht sie sich, dass sie ihre Umschulung mit einem guten Abschluss beendet und einen Job findet. Wir werden Nadine weiter auf ihrem Weg durch die Umschulung zur Steuerfachangestellten begleiten und sie bei wichtigen Meilensteinen besuchen.
Update Juni 2022: Inzwischen haben wir uns wieder bei Nadine erkundigt. Zum Artikel kommt ihr hier!

Habt ihr auch Lust, uns eure Geschichte zu erzählen? Vielleicht habt ihr auch eine Umschulung oder eine Weiterbildung beim IBB gemacht und einen neuen Job gefunden. Vielleicht steckt ihr aber auch gerade noch mitten in der Umschulung/Weiterbildung. Auch dann sind eure Geschichten für uns interessant. Meldet euch einfach bei mir (E-Mail: diana.giesen@ibb.com) oder Thomas (E-Mail: thomas.horn@ibb.com). Wir sind schon jetzt auf euch gespannt.

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Beweg dich, sonst bewegt sich nichts https://www.ibb.com/blog/beweg-dich-sonst-bewegt-sich-nichts/ https://www.ibb.com/blog/beweg-dich-sonst-bewegt-sich-nichts/#comments Tue, 14 Dec 2021 10:50:42 +0000 https://www.ibb.com/blog/?p=6364

Beweg dich, sonst bewegt sich nichts – so könnte Ersel Tekins Lebensmotto lauten. Und das ist auch der Grund, weshalb wir seine Geschichte erzählen. Sie zeigt, dass das Leben eine ständige Entwicklung ist, manchmal ein Kampf, aber immer etwas, für das es sich lohnt, zu kämpfen. Der Münchner hatte es nicht immer leicht im Leben. …

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Beweg dich, sonst bewegt sich nichts – so könnte Ersel Tekins Lebensmotto lauten. Und das ist auch der Grund, weshalb wir seine Geschichte erzählen. Sie zeigt, dass das Leben eine ständige Entwicklung ist, manchmal ein Kampf, aber immer etwas, für das es sich lohnt, zu kämpfen.

Der Münchner hatte es nicht immer leicht im Leben. Aufgrund einer Körperbehinderung traf er oft auf Widerstände – gerade im Beruf. Meist war es seine Behinderung, die ihm Chancen verbaute, die für andere selbstverständlich sind. Verstehen kann Tekin das nicht. „Schließlich benötige ich lediglich Krücken zum Laufen – für mich ist das kein Grund, nicht zu arbeiten“, betont er. Der junge Mann ging trotzdem seinen Weg und verwirklichte seinen Traum, eine Weiterbildung zur Betreuungskraft zu machen. Möglich machten es das Institut für Berufliche Bildung (IBB) und sein jetziger Arbeitgeber RENAFAN GmbH, bei dem er bereits als Betreuungskraft arbeitet.

Ersel Tekin hat seine Weiterbildung zur Betreuungskraft bald geschafft.
Ersel Tekin bei seinem Arbeitgeber RENAFAN in München

Weiterbildung lohnt sich immer

Ersel Tekin hatte eine genaue Vorstellung von seinem Berufsleben: Er wollte trotz seines eigenen Handicaps Menschen helfen, die Hilfe brauchen. Also beschloss er, beim IBB eine Weiterbildung zur Betreuungskraft zu machen. „Es gibt leider nicht viele Menschen mit Behinderungen, die sich für eine Weiterbildung entscheiden – erst recht nicht für die zur Betreuungskraft“, sagt Wiebke Wendt, Expertin für berufliche Rehabilitation beim IBB. Noch immer müssten Betroffene mit Vorurteilen kämpfen, die sie davon abhalten, beruflich das zu machen, worauf sie Lust haben. Dabei gibt es im Rahmen der beruflichen Rehabilitation eine Vielzahl von Unterstützungsangeboten auf dem Weg zum Traumberuf.

Mit beruflicher Rehabilitation zum Traumjob

Berufliche Rehabilitation konzentriert sich auf den Erhalt oder Erwerb eines Arbeitsplatzes und ist häufig mit einer medizinischen Reha verknüpft. Sie sichert aber nicht nur die Existenz, sondern nimmt auch Ängste. „Gerade nach einem Unfall oder einer schweren Krankheit haben viele Menschen Existenzängste, leiden an psychischem Stress, stellen sich selbst infrage, sind orientierungslos und haben Zukunftssorgen“, weiß Wiebke Wendt. Die Gefahr, in ein Loch zu fallen, ist groß. Die berufliche Reha bietet hier eine entscheidende Hilfe. Welche Hilfen ihr noch bekommen könnt, erfahrt ihr übrigens in unserem Blogartikel über berufliche Rehabilitation.

Auch das IBB fördert mit speziellen Angeboten den beruflichen (Wieder-)Einstieg von Menschen, denen Krankheit, Behinderung oder andere Gründe die Arbeit im ursprünglich erlernten Beruf unmöglich machen. Für den Erfolg der Rehabilitation entwickelte das Institut ein 5-Stufen-Programm, das aus vertrauensvollem Kennenlernen, optimaler Vorbereitung, passgenauer Bildung, praktischer Erprobung und individuellen Hilfen bei der Jobsuche besteht. „So stellen wir sicher, dass jeder Teilnehmer individuell optimal unterstützt wird“, erklärt Wiebke Wendt.

Die Geschichte Ersel Tekin zeigt deutlich, dass es sich lohnt, Grenzen zu überwinden und Neues auszuprobieren. Schon vor seiner Weiterbildung beim IBB fand er eine Anstellung beim Pflegedienstleister RENAFAN GmbH. Hier betreut, motiviert und begleitet er nun Menschen, die seine Unterstützung benötigen. Er malt und bastelt mit ihnen, erledigt mit ihnen handwerkliche Arbeiten und leichte Gartenarbeiten, unternimmt Spaziergänge und Ausflüge, liest ihnen vor, spielt Gesellschaftsspiele und bietet ein offenes Ohr bei Sorgen und Problemen. „Meine Aufgabe erfüllt mich sehr, und ich bin froh, dass ich mich für meinen Traumjob eingesetzt habe“, sagt Ersel Tekin.

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Neuanfang mit 50 oder warum gute Geschichten mit Mut beginnen https://www.ibb.com/blog/neuanfang-mit-50-oder-warum-gute-geschichten-mit-mut-beginnen/ https://www.ibb.com/blog/neuanfang-mit-50-oder-warum-gute-geschichten-mit-mut-beginnen/#comments Tue, 23 Nov 2021 07:43:34 +0000 https://www.ibb.com/blog/?p=6312

Jede gute Geschichte beginnt mit Mut – dem Mut, etwas Neues zu wagen oder eine Angst zu überwinden. Bei Anette v. D. war es beides. Sie wagte einen Schritt, vor dem sich viele scheuen: Mit fast 50 Jahren fing sie beruflich noch mal von vorn an. Mit dem Ende des Baubooms am Ausgang der 1990er …

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Jede gute Geschichte beginnt mit Mut – dem Mut, etwas Neues zu wagen oder eine Angst zu überwinden. Bei Anette v. D. war es beides. Sie wagte einen Schritt, vor dem sich viele scheuen: Mit fast 50 Jahren fing sie beruflich noch mal von vorn an. Mit dem Ende des Baubooms am Ausgang der 1990er Jahre stand die Mutter eines Sohnes wie viele Menschen vor der Frage, wie es weitergehen soll. Nach einer Zwischenetappe als Bürokauffrau in einem Bauunternehmen arbeitete Anette v. D. zehn Jahre lang in einem Callcenter und für kurze Zeit als Einzelfallhelferin an verschiedenen Schulen in der Region. Für sie stand von vornherein fest, dass sie nicht bis zur Rente so weitermachen wollte, wusste aber nicht, wohin die Reise gehen sollte. Erst ein Gespräch mit ihrer Arbeitsberaterin öffnete ihr die Augen. Warum sollte sie nicht mit fast 50 noch einen neuen Beruf erlernen? Schließlich lägen noch mindestens 17 Jahre Berufsleben vor ihr, so die Arbeitsberaterin damals.

Zwischen Angst und Hoffnung

Anfangs war Anette v. D. skeptisch: „Natürlich hatte ich Angst, dass ich zwischen jungen Hüpfern sitze und lerne.“ Anette v. D. lacht über ihre damaligen Ängste. Sie sprang über ihren Schatten und entschloss sich für eine Umschulung zur Industriekauffrau. Bereut hat sie diese Entscheidung bis heute nicht.

Die Weiterbildung suchte sie sich selbst über das Kursportal der Agentur für Arbeit und entschied sich für eine Weiterbildung beim IBB Institut für Berufliche Bildung. „Für mich war die zentrale Lage des Schulungsorts ideal. Direkt am Bahnhof gelegen, konnte ich problemlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln die Schulungsräume erreichen. Den letzten Ausschlag für meine Entscheidung gab aber der Online-Unterricht, den das IBB schon vor der Corona-Pandemie anbot“, so Anette v. D. Eine gute Entscheidung, wie sich ein halbes Jahr später herausstellte. Mit den Lockdowns aufgrund der Corona-Pandemie fielen bei zahlreichen Weiterbildungsanbietern die Schulungen aus. Anette v. D. war nicht davon betroffen. „Durch den Online-Unterricht fiel keine einzige Schulstunde aus“, so die Cottbuserin.

Von der Schulbank ins Büro

Zwei Jahre lang drückte die 50-Jährige die Schulbank. „Ich hatte keine Probleme mit dem Onlinelernen, da ich schon immer in meiner Freizeit gelernt habe – mal eine Fremdsprache, dann wieder etwas anderes, was mich interessierte. Das hat mir geholfen. Dazu kam, dass mir Referate, die ich halten musste, viel leichter fielen, da meine Mitschüler nur meinen Avatar sahen und nicht mich. Das hat mir viele Hemmungen genommen.“ Die Erleichterung ist noch immer aus Anettes v. D. Stimme zu hören.

Über das Praktikum im Rahmen der Umschulung lernte sie ihren neuen Arbeitgeber kennen. „Zuerst habe ich befürchtet, dass mich aufgrund meines Alters kein Betrieb nehmen würde. Gott sei Dank war das nicht so und ich hatte auch noch Glück. Der Betrieb wollte mich übernehmen, sodass ich bereits einen Monat vor dem offiziellen Ende der Umschulung meine neue Stelle antrat.“ Die Prüfung zur Industriekauffrau legte sie einen Monat später vor der IHK als Jahrgangsbeste ab. Heute arbeitet Anette v. D. in der Nähe ihrer Heimat in einem Maschinenbauunternehmen als Industriekauffrau.

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Weiterbildung als Option, wenn der eigene Beruf ausstirbt https://www.ibb.com/blog/weiterbildung-als-option-wenn-der-eigene-beruf-ausstirbt/ https://www.ibb.com/blog/weiterbildung-als-option-wenn-der-eigene-beruf-ausstirbt/#respond Wed, 20 Oct 2021 11:23:59 +0000 https://www.ibb.com/blog/?p=6217

Ich habe eine kleine Schwester, Mutter zweier halbwüchsiger Kinder, verheiratet und im Leben angekommen. Vor 20 Jahren erlernte sie den Beruf der kaufmännischen Assistentin mit dem Schwerpunkt Fremdsprachen. Sie arbeitete aber nie in diesem Bereich. Stattdessen war sie in einem Krankenhaus im Patientenmanagement tätig. Nach 20 Jahren Ehe mit dem Arbeitgeber spielte sie mit dem …

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Ich habe eine kleine Schwester, Mutter zweier halbwüchsiger Kinder, verheiratet und im Leben angekommen. Vor 20 Jahren erlernte sie den Beruf der kaufmännischen Assistentin mit dem Schwerpunkt Fremdsprachen. Sie arbeitete aber nie in diesem Bereich. Stattdessen war sie in einem Krankenhaus im Patientenmanagement tätig. Nach 20 Jahren Ehe mit dem Arbeitgeber spielte sie mit dem Gedanken, die Scheidung einzureichen. Leichter gesagt als getan. Zwar existiert noch ihr Beruf, nur nicht mehr in der damaligen Form. Heute zählen nicht mehr nur Fremdsprachenkenntnisse in diesem Beruf. Kaufmännische Assistenten müssen auch im Marketing, Vertrieb und Absatz firm sein – Bereiche, die nicht in der Ausbildung meiner Schwester enthalten waren.

Bleibt also das Patientenmanagement. Aber auch hier weit gefehlt. Als meine Schwester ihr Berufsleben vor 20 Jahren begann, wurde der Beruf der Kauffrau für Gesundheitswesen gerade erst geboren. Quereinsteiger aus der Administration waren die Regel. Zwar kann sie hier auf 20 Jahre Berufserfahrung blicken, hätte aber trotzdem Probleme, eine Anstellung zu finden. Bereiche wie Personal, Qualitätsmanagement und Beschwerdemanagement waren nicht Teil ihrer Tätigkeit. Was also tun? Bleiben, wo sie ist und im Leben stagnieren oder sich verändern?

Rund 47 % aller Berufe könnten verschwinden

Studien des McKinsey Global Institute und der University of Oxford zeigen deutlich, dass bis zum Jahr 2030 ca. 47 % der Berufe verschwinden könnten. 45 % der Tätigkeiten könnten Maschinen übernehmen. Wer jetzt glaubt, es wären nur Niedriglohnbereiche betroffen, irrt sich. Auch hochqualifiziertes Personal wie Rechtsanwälte oder Steuerberater könnte in wenigen Jahren allmählich vom Arbeitsmarkt verschwinden. Probiert doch mal aus, ob vielleicht euer aktueller oder angestrebter Job ebenfalls von der Digitalisierung betroffen ist. Dafür gibt es ein interessantes Tool – den Job-Futuromat. In unserem Artikel „Werden wir bald durch Roboter ersetzt?“ erfahrt ihr mehr darüber.

Trotzdem bergen diese Veränderungen auch Chancen. Neues entsteht, Altes ändert sich. Diesen Wandel müssen nicht nur Arbeitgeber, sondern auch Arbeitnehmer mitgehen. Umschulungen und Weiterbildungen können eine Lösung sein.

Die Industrie 4.0 sorgt für einen Wandel des Arbeitsmarktes.
Die Industrie 4.0 sorgt für einen Wandel des Arbeitsmarktes.
Weiterbildung – Weiter mit Bildung

Im Jahr 2019 nahmen ca. 7,41 Millionen Erwerbstätige an einer beruflichen Weiterbildung teil. Davon waren rund 3,62 Millionen Frauen und ca. 3,79 Millionen Männer. Die Gründe waren vielfältig. Einige wollten in ihrem Beruf weiterkommen, andere umsteigen, andere wiederum arbeiteten in Berufen, die aufgrund von Digitalisierung, Dematerialisierung, Industrie 4,0 etc. aussterben oder sich verändern. Das zeigt eines deutlich: zu leben und zu arbeiten bedeutet lebenslanges Lernen.

Möchtest du dich weiterbilden, gibt es ein umfangreiches Angebot an Weiterbildungen. Oft sind diese Weiterbildungen so gestaltet, dass du dich mit ihnen an den sich wandelnden Berufsbildern anpassen oder anderen sogar einen Schritt voraus sein kannst. Gehörst du zu den Menschen, deren Berufe keine Zukunft mehr haben – sei es aufgrund der Arbeitsmarktsituation oder des Wandels –, kannst du über eine Umschulung einen völlig neuen Weg einschlagen. Eine Umschulung kommt für dich auch in Frage, wenn du vielleicht aus gesundheitlichen Gründen den Beruf wechseln musst, oder einfach keine Perspektive mehr in deinem Beruf siehst. Oft ändern sich die Ansprüche ans eigene Leben. Vielleicht bist du eine Einzelhandelskauffrau, die nicht mehr am Wochenende und abends arbeiten möchte, um mehr Zeit für ihre Familie zu haben. Dann ist eine Umschulung eine gute Lösung. Der Bund und die Länder bieten dir hier verschiedene Fördermöglichkeiten, die dir eine berufliche Neuorientierung mit Alltag und Familie erlauben.

Klar, vermutlich stöhnst du in Erinnerung an deine Schul- und Lehrzeit und fragst dich, wie du das in deinen Alltag integrieren sollst. Ebenso wahrscheinlich fragst du dich, ob du überhaupt noch lernen kannst nach all den Jahren der Abstinenz. Natürlich kannst du das. Immer mehr Bildungsinstitute für Weiterbildungen und Umschulungen bieten, neben den Kursen, Lerncoachings an und begleiten dich durch deine Schulung.

Auch die Corona-Pandemie hat ihr Übriges getan. Waren vor zwei Jahren Online-Schulungen eher die Ausnahme, sind sie heute dank oder wegen der Pandemie fast selbstverständlich. Damit kannst du Beruf, Familie und Alltag hervorragend miteinander vereinbaren.

Geförderte Bildung – neue Perspektiven

Reisekosten, Teilnahmegebühren, Verdienstausfall: Bildung kostet Geld. Geld, das du nicht zwingend selbst in die Hand nehmen musst. Der Bund, die Länder und andere Stellen fördern die berufliche Weiterbildung, wenn bestimmte Voraussetzungen dafür erfüllt werden. Dein Arbeitsberater bzw. die Bundesagentur für Arbeit berät dich gern dazu. In unserem Überblick findest du ebenfalls hilfreiche Informationen zu den Fördermöglichkeiten.

Wichtige Förderungen im Überblick:

  1. Bildungsgutschein
  2. Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS)
  3. Weiterbildung von Beschäftigten in Unternehmen über das Qualifizierungschancengesetz
  4. Weiterbildungsgeld
  5. Weiterbildungsprämie (Umschulungsprämie)
  6. Zukunftsstarter – Initiative zum Nachholen eines Berufsabschlusses
  7. Aufstiegs-BAföG
  8. Aufstiegsstipendium
  9. Weiterbildungsstipendium
  10. Bildungsprämie
  11. Fördermöglichkeiten der Länder
  12. Bildungsurlaub

Hast du noch Anregungen oder Ergänzungen zum Thema oder vielleicht selbst Erfahrungen damit gemacht, in einem aussterbenden Beruf tätig zu sein? Dann freuen wir uns auf einen Kommentar von dir.

Übrigens: Kosten für die Weiterbildung kannst du in deiner Steuerklärung als Werbungskosten geltend machen.

 

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