Sprung ins kalte Wasser – Der erste Arbeitstag

Sieben Uhr. Der Wecker klingelt. Ich bin schon lange wach und denke über den bevorstehenden Tag nach. Ich versuche, meine Gedanken zu kontrollieren, damit die Nervosität nicht überhand nimmt. Leichter gesagt als getan. Die Nacht war voller wirrer Träume. Zweimal bin ich panisch aufgewacht, weil ich dachte, ich hätte verschlafen.

Wir alle kennen ihn. Den ersten Arbeitstag. Mit all der Nervosität, den Selbstzweifeln und der Unsicherheit, die er mit sich bringt. Doch worauf sollte man achten und wie kann man der Nervosität am besten entgegenwirken?

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Genauso wie jeder Mensch sich von anderen unterscheidet, sind auch Unternehmen unterschiedlich. Wie sich der erste Arbeitstag gestaltet, ist von vielen Faktoren abhängig und wird von niemandem gleich wahrgenommen. Dennoch ist der erste Tag im neuen Unternehmen für die meisten mit viel Druck verbunden. Was kannst du also tun, um eine so stressreiche Situation bestens zu meistern?

Sei gut vorbereitet
Informiere dich im Vorfeld über alle wichtigen Aspekte. Falls du Materialien erhalten hast, lies dich ein und versuche, dich so gut es geht auf deine neuen Aufgaben vorzubereiten. Auch mit dem Unternehmen solltest du dich auseinandersetzen. Schau dir die Website und den Internetauftritt an. Auch die Social-Media-Kanäle solltest du dabei nicht außer Acht lassen, falls es welche gibt. Je besser du vorbereitet bist, desto sicherer wirst du dich fühlen und so kann dich auch keine Frage aus der Bahn werfen.

Starte entspannt
Am Abend vorher solltest du früh schlafen gehen und vorher vielleicht noch etwas Gutes für dich tun. Sei es ein langes Bad, ein gutes Buch oder ein motivierender Podcast – versuche, dich bloß nicht noch kurz vorher unter Druck zu setzen. Am Morgen solltest du früh genug aufstehen, um stressfrei in den Tag zu starten. Trink einen Tee und frühstücke ausgiebig, das wird dir helfen, gelassener zu sein.

Positives Mindset
Konzentriere dich nicht zu sehr auf die Dinge, die dir Angst bereiten. Versuche, lieber alles so positiv wie möglich zu sehen. Denk daran, dass du deinen Chef bereits im Vorstellungsgespräch von dir überzeugen konntest und dass er Gründe haben wird, weshalb er sich für dich entschieden hat. Sei dir auch bewusst, dass keiner von dir erwartet, dass du an deinem ersten Tag alles weißt und perfekt umsetzen kannst. Fehler sind menschlich und nicht unverzeihlich. Vielleicht hilft es dir auch daran zu denken, dass jeder deiner neuen Kollegen und sogar dein Chef irgendwann einmal seinen ersten Arbeitstag hatte und womöglich genauso nervös war wie du.

Auf einem Schreibtisch liegen Block, Stift, Maus und Tastatur bereit; auf einem Zettel steht "New Job!".
Wer sich gut vorbereitet, kann am ersten Arbeitstag entspannter bleiben.

Der erste Eindruck zählt

Die genannten Punkte werden dir sicher dabei helfen, die ganze Sache etwas entspannter anzugehen. Mindestens genauso wichtig wie innere Ruhe und etwas Gelassenheit am ersten Arbeitstag ist das Auftreten und der Eindruck, den du bei deinen Kollegen und Vorgesetzten hinterlässt. Also versuche, dich zumindest an den Großteil der folgenden Liste zu halten, wenn du deinen neuen Job antrittst.

  1. Sei engagiert, motiviert, aufnahmefähig und offen für Neues.
  2. Pünktlichkeit ist wichtig, sei also am besten schon 10-15 Minuten vor Beginn da.
  3. Auch die Kleidung sagt viel aus. Du solltest dich vorher informieren, wie der Dresscode an deinem neuen Arbeitsplatz ist – und wenn es keinen gibt, zumindest gepflegt auftreten.
  4. Wenn dir Dinge erklärt werden, mach dir gerne Notizen. Das zeugt von Interesse und hilft dir anschließend beim Einstieg.
  5. Fragen stellen ist völlig in Ordnung am ersten Arbeitstag, dennoch solltest du deine Fragen vorher überdenken.
  6. Versuche, dir die Namen der Kollegen schnellstmöglich zu merken.
  7. Nutze die Pausen für Gespräche mit den anderen Mitarbeitern, so lernst du das Team schnell kennen und fühlst dich sicherer die nächsten Tage.
  8. Wenn keiner Zeit für dich hat und keine richtige Einarbeitung stattfindet, biete deine Hilfe an oder frage, ob du dich in etwas einlesen kannst.
  9. Dein Handy sollte während der Arbeitszeit in der Tasche bleiben.
  10. Je nach Unternehmen solltest du nicht duzen, solange es dir nicht angeboten wird.
  11. Kritik und Besserwisserei solltest du vor allem am Anfang vermeiden.
  12. Falls dir Fehler unterlaufen, versuche nicht, sie zu vertuschen. Das macht nichts besser.
  13. Am Feierabend solltest du dich möglichst von allen nett verabschieden.

 

Schneller vorbei, als du gucken kannst …

Hast du deinen ersten Arbeitstag hinter dir, kannst du dich erst einmal entspannen. Du weißt nun, was dich erwartet und kannst die restliche Woche mit mehr Sicherheit meistern. Den Feierabend kannst du nutzen, um den ersten Tag zu reflektieren. Was hat dir gefallen? Was hast du als weniger schön empfunden? Falls es dir am ersten Tag überhaupt nicht gefallen haben sollte, ziehe keine voreiligen Schlüsse. Warte etwas ab, mach dir genaue Gedanken darüber, wie es deiner Meinung nach stattdessen sein sollte. Und wenn du dich eingelebt hast und sicher fühlst, kannst du auch dein konstruktives Feedback anbringen.

In diesem Sinne: Einen schönen ersten Arbeitstag!

Stella Freund

Als Werkstudentin in der Marketing-Abteilung des IBB sammelt Stella neben ihrem Studium wichtige Berufserfahrungen, besonders im Bereich Social Media. Für den Abschluss an der HAW im Studiengang Medien und Information fehlt ihr nur noch die Bachelorarbeit. Danach wird sie sehen, wo es sie hin verschlägt. Stella hat bereits eine Zeit in Venezuela und Spanien gelebt. Auf dem Blog schreibt sie am liebsten über Themen, zu denen sie selbst schon Erfahrungen gesammelt hat, wie z.B. das Leben in anderen Ländern, oder über Themen, die für Studenten relevant sein könnten.

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