Ehrenamtlich arbeiten: Helfen hilft oft mehr als man denkt

Andere zu unterstützen, sich um die Umwelt zu kümmern und für die Mitmenschen da zu sein, ist nicht nur in der heutigen Welt besonders wichtig, sondern tut auch verdammt gut. Wie kurz oder wie lang, in welchem Bereich und von wo aus man ehrenamtlich arbeiten möchte, bleibt einem dabei selbst überlassen. Falls du dich dafür interessierst und dich gerne sozial engagieren würdest, aber viele offene Fragen hast und nicht weißt, wie du anfangen sollst, dann kann dir dieser Artikel womöglich die Entscheidung erleichtern. Wir klären ein paar wichtige Fragen, geben dir Anregungen, wie du dein eigenes Interesse herausarbeiten kannst – und eine Anlaufstelle für einen Selbsttest.

Was ist ehrenamtliche Arbeit überhaupt?

Unter ehrenamtlicher Arbeit verstehen die meisten eine freiwillige Tätigkeit, die gemeinwohlorientiert und unentgeltlich erfolgt. Man nennt es auch bürgerliches Engagement. Dass diese Tätigkeiten unvergütet erfolgen, ist nicht unbedingt Voraussetzung, aber in sozialen Bereichen häufig die Regel, besonders wenn die Organisation oder Einrichtung von Spenden lebt. Die Tätigkeit kann sehr regelmäßig oder nur sporadisch durchgeführt werden. Die Möglichkeiten sind unendlich. Verbreitete Tätigkeitsbereiche sind Umwelt-, Natur- und Tierschutz, Kultur und Musik, Gesundheit, Soziales, Bildungseinrichtungen, Politik oder Rettungsdienst.

Wie finde ich das richtige Ehrenamt für mich?

Es gibt so eine große Auswahl an Projekten, Organisationen und Tätigkeiten, dass es möglich sein sollte, für jeden das Richtige zu finden. Dafür solltest du dich erst einmal mit dir selbst, deinen Wünschen und Vorstellungen befassen. Vor allem, welches Interesse für dich dahintersteckt.

Dieses Interesse spielt auch für die Träger eine wichtige Rolle, da damit deine Verlässlichkeit einhergeht. Es ist nicht verwerflich, wenn du dich engagierst, um dir selbst ein gutes Gefühl zu geben oder zukünftigen Arbeitgebern zu zeigen, dass du dich für soziale Projekte eingesetzt hast. Es sollte aber nicht der einzige Grund sein, wenn du ehrenamtlich arbeiten möchtest.

Ob du dir ein Ehrenamt im Tierheim vorstellen kannst, Alte, Kranke oder Obdachlose unterstützen willst, Kindern helfen oder dich für die Umwelt einsetzen möchtest, ist die erste grundlegende Frage, mit der du dich befassen solltest.

Zwei Männer und zwei Frauen stehen lächelnd in einer Reihe und sind bunt bespritzt.
Bunte Vielfalt: So individuell wie die Interessenten ist auch die Auswahl an Beschäftigungsmöglichkeiten.
Wichtige Fragen, die du dir stellen solltest, sind:
  • Was möchte ich mit dem Ehrenamt erreichen?
  • Tue ich das für mich oder andere?
  • Wie viel Zeit habe ich zur Verfügung?
  • Wem möchte ich helfen (Zielgruppe)?
  • In welchem Bereich kann ich am besten helfen (Verwaltung, Spendensammeln, direkt mit dem Menschen/Tier etc.)?
  • Von wo möchte ich ehrenamtlich arbeiten (Büro, Zuhause, Natur, in Einrichtungen, auf der Straße etc.)?

Freiwilligenagenturen und Städteseiten können dich bei der Suche oder Entscheidung unterstützen. Im Internet kannst du auch Selbsttests durchführen, die dir Vorschläge für passende Projekte liefern. Beispielsweise hat das Hochschulmagazin FINK der HAW Hamburg einen solchen Test entwickelt, der dir interessante Antworten liefern kann:
https://fink.hamburg/2017/06/selbsttest-ehrenamt-hamburg/

Job und ehrenamtliche Arbeit, geht das?

Ehrenamtliche Arbeiten sind in der Regel zeitlich nicht festgelegt. Vor allem, wenn sie nicht oder nur gering vergütet werden, lassen sie sich meist mit dem eigenen Job oder Studium vereinbaren. Ehrenamtliche Arbeit findet freiwillig statt und sollte immer an deine persönlichen Möglichkeiten anpassbar sein. Am besten besprichst du das gleich zu Beginn mit der Organisation oder Einrichtung, wenn du dich dort bewirbst.

Was gibt’s sonst noch so?

Auch das FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr), FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr) und der Bundesfreiwilligendienst zählen zur Freiwilligenarbeit dazu. Auch bei dieser Art von Projekten gibt es eine riesige Auswahl. Die Mitarbeit bedeutet hier aber in der Regel einen höheren Zeitaufwand. Häufig hat man dabei geregelte Arbeitszeiten, oft sogar in Voll- oder Teilzeit.  Eine solche Beschäftigung ist also schwieriger mit einem anderen Job oder Studium vereinbar, wird aber im Normalfall vergütet.

Die Arbeit in sozialen Bereichen ist wichtig, kann aber auch belastend sein. Deshalb ist es so elementar, dass du für dich genau das richtige Projekt findest.

Ich hoffe, wir konnten dir die Entscheidung etwas erleichtern. Viel Spaß beim Helfen 🙂

Stella Freund

Als Werkstudentin in der Marketing-Abteilung des IBB sammelt Stella neben ihrem Studium wichtige Berufserfahrungen, besonders im Bereich Social Media. Für den Abschluss an der HAW im Studiengang Medien und Information fehlt ihr nur noch die Bachelorarbeit. Stella hat bereits eine Zeit in Venezuela und Spanien gelebt. Auf dem Blog schreibt sie am liebsten über Themen, zu denen sie selbst schon Erfahrungen gesammelt hat, wie z.B. das Leben in anderen Ländern oder über Themen für Studenten.

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