Zukunftstrends! Fange an, deine Denkmuster umzukrempeln

Wir tendieren dazu, über die Zukunftstrends zu sprechen, wenn es über die Entwicklungen in der Welt geht. Was aber, wenn diese Trends bereits ein Teil unseres täglichen Lebens sind? Was, wenn das Durchbrechen von bestimmten Denkmustern der Schlüssel zum Verstehen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft ist?

Wie wird es sein – oder besser gesagt – wie ist es jetzt schon, in der modernen Welt zu leben und zu arbeiten?

Vor einiger Zeit hatte ich die Möglichkeit, einen Kurzbeitrag vom ehemaligen Vorstandvorsitzenden der Werbeagentur Saatchi&Saatchi, Kevin Roberts, zu erleben. In diesem Beitrag möchte ich mit euch meine Gedanken dazu teilen, und vielleicht werden sie euch inspirieren (ich bin auf eure Rückmeldungen gespannt!).

Kevin Roberts (*1949, Großbritannien, Vorsitzender der Werbeagentur Beattie, ehem. CEO von Saatchi&Saatchi, Product manager bei Gillette, Marketing manager bei Procter&Gamble, Regionaler Vizepräsident von Pepsi Cola im Mittleren Osten, COO bei Lion Nathan

 

Eine Welt ohne Grenzen entdecken und erschaffen – und aus Siegen lernen

Kevin Roberts bricht jegliche Denkmuster mit Vergnügen, furchtlos und geradeaus. Er lebt fernab der allgemeinen Vorstellungen über das Alter, die Sprache, das Aussehen. Rahmen sind für ihn Grenzen, und Grenzen sind schädlich für die Kreativität, die die Welt um uns herum entfaltet.

Diese Welt möchte entdeckt und geschaffen werden, was nur zusammen mit kontinuierlichem Lernen funktioniert. Der Ansatz von Kevin Roberts sieht vor, aus eigenen Siegen zu lernen, nicht aus Fehlern. Noch ein Denkmuster gebrochen, sagt Ihr. Was, wenn es stimmt und am besten ist?

Ein Sieg lässt einen sich gut fühlen, treibt für weitere, noch bessere Versuche an. Selbst wenn etwas nicht funktioniert, hat ist es kein Fehler – es ist ein Sieg über die eigene Bequemlichkeit, eigene Ängste und Selbstunsicherheit. Eine Brücke dort zu sehen, wo andere eher einen Abgrund sehen würden – wie wäre es mit diesem Denkmuster?

Brücken sind das Gegenteil von Limits. Diese sind endlich und somit ein bisschen eine Fiktion. Weil das einzige reale Ende nur mit dem Tod erreicht wird. Der ist allerdings nicht das, worüber man während des Schaffens und Entdeckens der Welt denken möchte.

Eine Zeichnung, die eine kleine Mauer aus Backsteinen darstellt. Darauf ist ein farbiges Graffiti und die Silouette einer Glühbirnge
Stelle sicher, dass du in einer Umgebung arbeitest, die dich kreativ sein lässt. ©alphaspirit/depositphotos

 

In der Arbeitswelt tendieren die Menschen dazu zu sagen, dass der Lauf der Zeit mittlerweile so unvorhersehbar ist, dass man vom strategischen Denken zu den Strukturen übergehen soll, in denen auf jeder Ebene der Entscheidung ein großer Anführer sein soll. Aber war das nicht schon immer so? Die Welt dreht sich weiter, gerade weil es so viele große Anführer und Helden gab und gibt.

 

Die neue SUPER-VUCA-Welt

Die Welt wird seit über 20 Jahren als VUCA erklärt: Volatility, Uncertainty, Complexity and Ambiguity (deutsch Volatilität (Unbeständigkeit), Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit). Lasst uns hier mal kurz anhalten – die Welt wurde nicht erst vor 20 Jahren so (nach dem Ende des Kalten Krieges), sie war schon immer so, seit wir sie kennen. Die zwei Sachen, die sich dabei ändern, sind das Tempo der VUCA-Welt und die zunehmende Verfügbarkeit der Informationen. Deshalb spricht Kevin Roberts über den aktuellen Zustand der Welt als Super-VUCA. Das steht für Vibrant, Unreal, Crazy and Astounding (auf deutsch: lebendig, unecht, verrückt und erstaunlich). Das sind Eigenschaften der Welt, die unabhängig von den Zukunftstrends den Menschen Optimismus geben. Und Optimismus ist heute weiterhin von sehr großer Bedeutung.

Ein Mann steht auf einer schwebenden Fläche in der rechten Ecke des Bildes und lässt viele Papierflugzeuge fliegen
Habe keine Angst groß zu träumen. ©SergeyNivens/depositphotos

 

Ein Hoch auf die Kreativität

In der Super-VUCA-Welt ist es essentiell und ein großes Ziel, einen Traum zu haben. Außerdem ist es unglaublich wichtig, kreativ zu sein. Seid also sicher, dass Leute, für die oder mit denen Ihr arbeitet, euch kreativ sein lassen. Die einzige Voraussetzung, die sie erfüllen müssen: Sie sollen selbst einen Traum haben.

Um kreativ oder innovativ zu sein, sollte man furchtlos sein und Ziele haben. Unbedingt. Das ist das, was ich von Kevin gelernt habe.

Ich habe nun eine Aufgabe für mich selbst. Ihr könnt sie natürlich auch machen – viel Spaß! 

Ich stelle mir folgende vier Fragen (und bleibe sehr ehrlich):
  • Was ist mein K.E.W. – Kapital in einem Wort? In was bin ich sozusagen der ultimative Gewinn für diese Welt (für meine Kollegen, meine Freunde, meine Familie)? – Zur Beantwortung können Familie und Freunde hinzugezogen werden.

(in English: What is my O.W.E. (One Word Equity)

  • Wann gebe ich die beste Performance ab? Unter welchen Umständen? (When am I at my best? (Be true!))
  • Was werde ich NIE Machen? (What will I never do? (truly never!))
  • Was ist mein 5-Jahrestraum? (What is my 5 years dream?)
Wo liegen eure Prioritäten?

 

Noch was. Um in der Super-VUCA Welt leben zu können und sie für sich gut nutzen zu wissen, sollte man sich mit sich selbst beschäftigen (siehe die Fragen oben).

Kevin Roberts gab uns dazu eine kleine Tabelle. Schaut rein und überlegt, wie ist es bei euch. Wo sind die Prioritäten? Warum? Wollt ihr sie ändern? Warum ja? Warum nicht?

Arbeit Freunde Gesellschaft Freunde Ich
Zeit

 

Ich werde mich nun damit beschäftigen und eventuell eine neue Strategie ausarbeiten, mit der ich die Welt um mich herum effizient und kreativ nutzen und gestalten kann.

Meine Message an die Leute um mich herum: Habt keine Angst vor VUCA oder Super-VUCA!

Seid ihr selbst und gewinnt in dieser verrückten Welt!

Links zu weiteren Infos über Kevin Roberts, VUCA, Super-VUCA und Coaching

Kevin Roberts

Wir leben alle in der VUCA-Welt

Viel Erfolg!

Bis zum nächsten Mal, Eure Anastasia

 

 

 

 

Anastasia Egorova

Die Menschen für Großes, Neues und Wunderbares zu inspirieren – das hat sich Anastasia beim Institut für Berufliche Bildung (IBB) zur Aufgabe gemacht. Ihre Energie und Ideen schöpft sie aus unzähligen Quellen wie Fachveranstaltungen, Netzwerktreffen und Reisen.

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