Neues Jahr, neuer Job? Jetzt durchstarten!

Wenn du noch Anreize brauchst, um 2019 zu deinem Jahr zu machen – hier sind einige Motivationshilfen.

Neues Jahr, neuer Job – das haben sich viele Arbeitnehmer vorgenommen. Gründe für einen Jobwechsel gibt es viele. Doch wie wird aus dem Wunsch Wirklichkeit? Wann lohnt sich ein Jobwechsel? Und was muss ein Traumjob haben, um uns glücklich zu machen?

Arbeitgeber wollen einstellen

Die gute Nachricht zuerst: Die Chancen, einen neuen Job zu finden, sind gerade am Anfang des Jahres gut. Laut aktuellem Arbeitsmarktbarometer der ManpowerGroup sind Arbeitgeber in Deutschland weiter auf Personalsuche. Mehr als jeder zehnte Arbeitgeber gibt an, zwischen Januar und März neue Mitarbeiter einstellen zu wollen. Diesen Trend beobachtet auch die Unternehmensberatung Ernst & Young (EY). „Viele Unternehmen investieren derzeit massiv in die Digitalisierung ihrer Produktion, ihrer Prozesse und ihrer Geschäftsmodelle. Gleichzeitig arbeiten sie aber zumeist noch auf traditionelle Art und Weise“, sagt Bernhard Lorentz, bei EY Leiter des Bereichs Government & Public Sector. Entsprechend hoch sei der Bedarf an Mitarbeitern. Nach der Prognose von EY sollen in diesem Jahr 440.000 neue Stellen in Deutschland entstehen.

Eine Bewerberin lächelt ihren Gesprächspartner an, der gerade ihre Unterlagen studiert.
Traumjob gesucht? Gerade am Jahresanfang stehen die Chancen besonders gut, ihn zu finden.
Bloß keine Kündigung im Affekt

Von Zahlen allein sollte man sich nicht blenden lassen. Von einer übereilten Kündigung rät Karriereexperte Jürgen Hesse vom Büro für Berufsstrategie Hesse/Schrader ab. Besser sei es, in Ruhe zu analysieren, was einen am Job wirklich stört und an welchen Stellschrauben gedreht werden kann. „Eine Bilanz der beruflichen Situation zum Jahresanfang ist sinnvoll, um nicht den Blick für die eigenen Ziele zu verlieren“, so Hesse.

Wer unüberlegt und im Affekt kündigt, laufe Gefahr, auch im neuen Job unzufrieden zu sein. Wenn die persönliche Bilanz – zu der vor allem das Verhältnis zu Vorgesetzten, zu den Kollegen und zu Kunden, sowie die Arbeitsaufgaben und die Bezahlung gehören – eindeutig negativ ausfällt, dann ist ein Jobwechsel anzuraten.

Die Traumjob-Formel: Freiheit, Sinn und Teamgefühl

Bei der Frage, ob sich ein Jobwechsel lohnt, schwingt eine weitere Frage mit: Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Menschen mit ihrem Beruf zufrieden sind? Die Online-Plattform StepStone hat genau das in einer Studie mit 17.000 Fach- und Führungskräften ermittelt. Das Ergebnis: Es müssen vor allem drei Faktoren stimmen. Ein Traumjob sollte Freiheit, Sinn und Teamgefühl bieten. Mitarbeiter in Deutschland wünschen sich eine sinnstiftende Tätigkeit, die Gestaltungsspielraum bietet. Sie wollen dem Job ihren persönlichen Stempel aufdrücken. Ein bedeutsamer Faktor für die Jobzufriedenheit ist zudem das Verhältnis zu Kollegen. Neun von zehn Befragten legen großen Wert darauf, mit Leuten zusammenzuarbeiten, die sie mögen.

Zu guter Letzt: Wenn es um den Traumjob geht, dann lohnt es sich immer, die Augen offen zu halten. Viele Fach- und Führungskräfte wissen das. So kommt es, dass sich rund 80 Prozent der Fachkräfte regelmäßig über die Situation auf dem Arbeitsmarkt auf dem Laufenden halten.

Mariella Höfle

Mariella Höfle ist Diplom-Soziologin und ausgebildeter Coach. Sie hat nach einem Aufbaustudium "Buch- und Medienpraxis" an der Frankfurter Goethe-Universität bereits viele Jahre als freie Journalistin ihr Wissen in zahlreichen Artikeln weitergegeben. Als Jobcoach für das Institut für Berufliche Bildung (IBB) setzt sie sich immer wieder aufs Neue dafür ein, Potenziale zu erkennen, um Menschen neue berufliche Perspektiven aufzuzeigen.

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