Zero Waste am Arbeitsplatz – ist das überhaupt möglich?

Das Thema Plastik und Müll ist seit Jahren ein großes Thema. Nicht zuletzt durch die Fridays-for-Future-Bewegung und der immer höheren Aufmerksamkeit durch die Medien ist es heute in aller Munde. Den Alltag so gut es geht müllfrei – und noch wichtiger – plastikfrei zu bekommen, stellt sich jedoch immer wieder als besonders große Herausforderung dar. Aber auch wenn Zero Waste vielleicht nicht 100-prozentig erreichbar ist: Wie ihr den Arbeitsalltag etwas nachhaltiger und ökologisch besser gestalten könnt, werde ich euch jetzt in vier Tipps verraten!

1. Zero Waste beim Essen

Wer von euch kennt es nicht: Auf dem Weg zur Arbeit noch mal eben einen Kaffee to go und ein belegtes Brötchen beim Bäcker holen. Mittags ein Fertigessen in die Mikrowelle stecken oder beim Imbiss nebenan zum Mitnehmen bestellen. Zwischendurch etwas zum Naschen im Supermarkt kaufen. Alle diese für und selbstverständlichen Dinge rund um das Thema Essen haben vor allem eine Auswirkung: Müll.

Um diese Dinge zu vermeiden und dem Ziel Zero Waste ein ganzes Stück näher zu kommen, gibt es Alternativen, die nicht nur umweltfreundlich sind, sondern bei denen man auch noch Geld sparen kann.

  • Der Kaffee to go wird ab sofort einfach von zuhause mitgenommen – und zwar aus einem wiederverwendbaren Becher – zum Beispiel aus Aluminium oder Bambus. Achtet hierbei unbedingt auf alle Materialien, da beispielsweise in Bambusbechern oft giftige Klebstoffe verwendet werden.
  • Falls man auf das Brötchen beim Bäcker nicht verzichten möchte, kann man einfach eine Transportbox mit zum Bäcker nehmen und so auf die unnötige Papiertüte verzichten.
  • Für das Mittagessen ist Selberkochen die Divise. Dabei spart man nicht nur Geld, da man meist für mehrere Tage kochen und einfrieren kann, es ist obendrauf auch gesünder und spart viel Müll.
  • Wer trotz allem nicht immer auf das Essen beim Imbiss verzichten möchte, kann sich einen kleinen Beutel mit Besteck und einem Aluminium-Strohhalm in die Tasche oder ins Büro legen. Somit müssen keine Plastikgabeln oder Strohalme mehr weggeworfen werden.
Aufgereiht sind eine Glasflasche, ein Jutebeutel, ein Metall-Strohhalm, ein Becher und Holzbesteck.
Wer seine eigenen wiederverwendbaren Utensilien dabei hat, kann der Umwelt helfen, ohne auf liebgewonnene Gewohnheiten verzichten zu müssen.

2. Drucken Sie diese E-Mail nicht aus!

Zugegeben, dieser Satz ist so langweilig geworden, dass ihn die meisten Unternehmen schon wieder abgeschafft haben in der E-Mail-Signatur. Aber ein bisschen nachdenken, bevor alles gedruckt wird, sollte man schon.

Im Zeitalter der Digitalisierung muss ohnehin eigentlich nicht mehr viel gedruckt werden. Oder fällt euch ein guter Grund ein, eine E(lectronic)-Mail auszudrucken? Dank der Möglichkeit, Dokumente digital zu unterschreiben, muss ich nicht alles, was meinem Autogramm bedarf, erst drucken, um es dann wieder einzuscannen. Nutzt einfach Tools, mit denen ihr einmal eure Unterschrift hinterlegen könnt, um sie dann beliebig oft unter jedes Dokument zu setzen. Zero Waste durch digitales Arbeiten – der Papierkorb und die Umwelt werden es euch danken!

3. Das richtige Klima im Büro

Nein, hier sind ausnahmsweise nicht die Kollegen gemeint. Um dem Büro das richtige Klima zu verpassen, müssen eigentlich nur ganz einfache Dinge beachtet werden. Für alle, die an dieser Stelle neue Innovationen erwarten – sorry. Aber die folgenden Tipps müssen leider immer wieder neu ins Gedächtnis gerufen werden.

Richtiges Lüften! Ja, ich weiß: Es gibt immer den einen Kollegen, der scheinbar kanadisches Blut hat und sogar bei Minusgraden das Fenster geöffnet haben möchte. Und dann ist da die Kollegin, die sogar noch bei 35 Grad im Sommer zu frieren scheint. Die gute Mischung macht hier aber alles. Stoßlüften ist die Lösung: Fünf Minuten die Fenster weit öffnen und das Ganze ein paar Mal am Tag – that‘s it.

Im Winter bitte auch nicht die Heizung voll aufdrehen und den Einsatz von Heizstrahlern vermeiden. Wenn ihr jetzt noch ein paar echte Büropflanzen in eure vier Wände einziehen lasst, ist das Klima perfekt.

4. Stellt eure Geräte ab!

Auch der vierte Tipp schein so banal – und doch werden sich jetzt einige dabei erwischen, diese Marotten an den Tag zu legen. Energiesparen kann so einfach sein und das eigentlich auch ohne jeglichen Aufwand.

  • Zum einen solltet ihr euren Rechner so einstellen, dass er nach spätestens zwei Minuten in den Standby-Modus geht. Dabei ist wichtig, dass ihr keinen Bildschirmschoner einstellt, denn das frisst nur unnötige Energie. Kleiner schöner Nebeneffekt: Ihr könnt euren Rechner so einstellen, dass er sich automatisch sperrt, wenn er in den Standby-Modus schaltet (DSGVO).
  • Auch beim liebsten Thema der arbeitenden Gesellschaft – dem Kaffee – lässt sich in den meisten Fällen wertvolle Energie sparen, stellt man einfach die Kaffeemaschine nach der Benutzung ab.
  • Dasselbe gilt beim Licht im Büro, den Toiletten und und und.

Ihr merkt schon, Energiesparen ist oft einfach und kein Hexenwerk. Man muss es einfach nur machen. In diesem Sinne: Viel Erfolg!

Dajana Niesel

Das Leben mit dem füllen, was einem Spaß macht – dieses Lebensmotto verfolgt Dajana nicht nur privat, sondern auch immer wieder beruflich. Beim Institut für Berufliche Bildung (IBB) kann sie als Bildungsreferentin vielfältige Projekte und Aufgaben bearbeiten, die jeden Arbeitstag aufs Neue spannend und abwechslungsreich werden lassen.

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