Grüner wird´s nicht – Jobs mit ökologischem Mehrwert

Es scheint, als würde das Phänomen „Irgendwas mit Medien“ langsam von dem sogenannten „Irgendwas Sinnvolles“-Phänomen abgelöst werden.

Jeder war wahrscheinlich schon an dem Punkt im Leben, an dem es Zeit war, eine berufliche Entscheidung zu treffen, die das weitere Leben beeinflussen würde. Sei es die Entscheidung für einen Studiengang, eine Ausbildung oder den ersten „richtigen“ Job. Diese Entscheidungen sind niemals leicht und nicht selten mit schlaflosen Nächten, tagelanger Recherche und vielen Gesprächen mit Freunden und Verwandten verbunden.

Lieber was mit Umwelt statt irgendwas mit Medien

Für die letzten Generationen, die ins Berufsleben eingestiegen sind, war die immer relevanter werdende Rolle der Medien ein Kriterium, das die Entscheidung häufig beeinflusste. Wie oft habe ich von Menschen in meinem Umfeld gehört, sie wüssten noch nicht genau, was sie machen wollen, aber auf alle Fälle „irgendwas mit Medien“.

Auch ich habe mich für „irgendwas mit Medien“ entschieden, als ich mich 2016 für den Studiengang „Medien und Information“ einschrieb. Unter meinen Kommilitonen war es ein „running gag“. Und auch wenn gefühlt alle Menschen in meinem Alter den Wunsch hatten, in einem kreativen Bereich zu arbeiten – am besten online – schien der Bedarf nie ausgeschöpft zu sein.

Doch gerade in den letzten Jahren merke ich eine Veränderung. Die Gespräche mit jungen Menschen, die aktuell vor der Entscheidung stehen, was sie mal beruflich machen wollen, sind nicht mehr dieselben wie vor ein paar Jahren. Die sogenannte „Fridays for Future“-Generation scheint ganz andere Themen zu beschäftigen. Bei ihnen scheinen der Klimawandel, Umweltkatastrophen und das Versagen der Entscheidungsträger eine große Rolle bei beruflichen Entscheidungen zu spielen. Der Wunsch nach Jobs mit Mehrwert wird stärker, wie in einem früheren Artikel beschrieben. Besonders der Wunsch nach „grünen“, nachhaltigen Jobs nimmt dabei zu.

Alles auf grün … auch beruflich!

Steigende Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt

Auch auf Unternehmensseite sind Veränderungen wahrnehmbar. Fast jedes Unternehmen setzt sich mittlerweile mit klimaschonenden Alternativen zu seinen bisherigen Arbeitsweisen auseinander und mehr und mehr wird auch mit Nachhaltigkeit geworben. Oftmals handelt es sich dabei zwar um „Greenwashing“, dennoch scheint es auf jeden Fall einen Umbruch zu geben. Nachhaltige Unternehmen sprießen aus dem Boden, nachhaltige Produkte sind mittlerweile „in“ und somit stehen auch immer mehr Jobs mit Mehrwert zur Verfügung.

Orientierung und Angebote finden

Es gibt eine Menge Organisationen und sozialer Projekte, die es einem ermöglichen, einen Einblick in nachhaltige berufliche Bereiche zu erhaschen. So kann man herauszufinden, was einen auf lange Sicht erfüllen könnte.

  • Um auf begrenzte Zeit zu schauen, was einen interessiert und um sich zu orientieren, empfiehlt sich ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ).
  • Es gibt technische, naturwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Studiengänge mit Fokus auf Nachhaltigkeit.
  • Auch im Bereich Aus- und Weiterbildung gibt es Möglichkeiten, z.B. in den Bereichen Naturschutzrecht, Umweltrecht, -management oder -pädagogik.
  • Falls keine Orientierung oder Ausbildung mehr nötig ist und die Jobsuche direkt starten kann, sind Plattformen wie baitō eine gute Adresse. Auch www.goodjobs.eu ist eine super Anlaufstelle. Hierbei handelt es sich um eine Datenbank für nachhaltige Jobangebote. Unter anderem findest du hier die Kategorie „Umwelt schützen“ – und vielleicht einen Job, mit dem du die Welt ein kleines bisschen besser und grüner machst!
Stella Freund

Als Werkstudentin in der Marketing-Abteilung des IBB sammelt Stella neben ihrem Studium wichtige Berufserfahrungen, besonders im Bereich Social Media. Stella hat bereits eine Zeit in Venezuela und Spanien gelebt. Auf dem Blog schreibt sie am liebsten über Themen, zu denen sie selbst schon Erfahrungen gesammelt hat, wie z.B. das Leben in anderen Ländern oder über Themen für Studenten.

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