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    Konfliktmanagement im Berufsalltag

    Konflikte zwischen zwei Menschen sind eine natürliche Sache und auch in unserem Berufsalltag nicht zu vermeiden. Eine Arbeitswelt ohne jegliche Arten von Streit ist deshalb Utopie. Verschiedene Meinungen und der Austausch von (unterschiedlichen) Meinungen sind grundlegende Bestandteile jeder Art von Kommunikation in einer Gesellschaft.

    Konflikte verlaufen nicht immer konstruktiv und nach einem vorgegebenen Schema. In vielen Fällen geht eine der Konfliktparteien immer davon aus, im Recht zu sein. Die eigene Meinung steht dann gleichbedeutend für die einzige zu akzeptierende Wahrheit. Folge dieses Denkens ist dann oft eine Verschärfung des Konfliktes und in schlimmen Fällen sogar eine Eskalation.

    Streit und Meinungsverschiedenheiten sind am Arbeitsplatz nicht ungewöhnlich

    Konfliktlösung und Konfliktvermeidung sind die Herausforderungen von Unternehmen und seinen Führungskräften. Arbeitgeber investieren oft viel Energie in das Konfliktmanagement, um Probleme im Team besser zu lösen. Selbstverständlich wünschen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Idealfall ein Arbeitsklima, in dem sich alle Kolleginnen und Kollegen gut verstehen und als Einheit funktionieren.

    Denn ein gutes Arbeitsumfeld steigert die Produktivität am Arbeitsplatz, was letztendlich gut für jedes Unternehmen ist. Dies haben auch die meisten Vorgesetzten und Unternehmensverantwortlichen inzwischen verinnerlicht. Ein immer noch verbreiteter Irrglaube ist es allerdings, dass es am Arbeitsplatz möglich ist, mit jedem gut auszukommen und ohne den Bedarf einer Konfliktlösung im Beruf zu funktionieren.

    Grundtypen von Konfliktteilnehmern

    In welche Richtungen sich ein Streit sich entwickelt, hängt meist davon ab, welche Typen von Konfliktparteien am Konflikt beteiligt sind. Es wird dabei zwischen folgenden Streittypen unterschieden:
     

    • Wettbewerb / Kampf (Typ 1)
      Für den ersten Typ Mensch zählt nur der Wettbewerb. Dieser Konflikttyp will um jeden Preis und ohne Rücksicht auf andere immer gewinnen. Er gibt deshalb in Konflikten eher selten nach.
       
    • Egoist / Egomane (Typ 2)
      Der Egoist sieht sich immer an erster Stelle und handelt hauptsächlich im eigenen Interesse ohne Rücksicht auf andere.
       
    • Kooperation (Typ 3)
      Der kooperative Typ ist eine Person, welche neben den eigenen Werten auch die Interessen von anderen berücksichtigt und für die Harmonie im Alltag und Beruf wichtig ist.
       
    • Fairplay / Anpassung (Typ 4)
      An letzter Stelle steht der Fairplay-Typus. Dieser möchte in erster Linie eine gleiche Behandlung für alle und ordnet gegebenenfalls seine eigenen Interessen dem großen Ganzen unter, auch wenn es für ihn Nachteile mit sich bringt.

    Welche Konfliktarten gibt es?

    Im Berufsleben treffen oft die verschiedensten Typen von Menschen aufeinander und Konflikte sind dann vorprogrammiert. Genauso wie sich die Konflikttypen unterscheiden, so unterschiedlich sind auch die daraus hervorgehenden Streitsituationen. Im Berufsalltag können einige Konfliktarten oft als Stereotypen auftreten und deshalb kategorisiert werden. Folgende vier Arten sind in der menschlichen Streitkultur vorzufinden:
     

    • Beziehungskonflikte
      Konflikte, die keinen eigentlichen Grund haben, sondern nur auf Antipathien zwischen Menschen beruhen. Sie beginnen mit subtilen Antipathien zwischen Menschen beruhen. Sie beginnen mit subtilen Reibereien und Angriffen und eskalieren oft in großen Streitereien.
       
    • Kommunikationskonflikte
      Die nächste Konfliktart sind Kommunikationskonflikte, welche schlicht auf Missverständnissen basieren. Diese entstehen deshalb, weil jeder Mensch anders mit seiner Umwelt kommuniziert. Wie sein Gegenüber verstanden wird, hängt dabei von Sprache, Erfahrung und Wissen ab, was deckungsgleich mit der anderen Person sein muss, um sich zu verstehen.
       
    • Sachkonflikte
      Die häufigste Art von Konflikten sind sogenannte Sachkonflikte. In diesen Fällen gibt es verschiedene Meinungen zu einem bestimmten Thema und keine der Parteien möchte infolgedessen von der eigenen Meinung abweichen.
       
    • Machtkonflikte
      Diese Konflikte treten häufig im Unternehmensalltag auf, wenn beispielsweise zwei gleichwertige Abteilungen zusammenarbeiten sollen, jede Abteilung aber die Oberhand behalten will.

    Beispielhaftes Konfliktmanagement in Beruf und Alltag

    Die wichtigste Grundregel beim Konfliktmanagement lautet immer: Sachlich bleiben. Sobald eine der Konfliktparteien anstatt sachlicher Argumente, persönlich wird, fällt die angestrebte Lösung schwer. Bewahren Sie Ruhe und bleiben Sie immer sachlich und souverän.

    Zweiter Tipp ist es, den Anderen immer ausreden zu lassen. Beide Konfliktparteien sollten die Zeit und das Recht haben ihren Standpunkt im Streitfall präsentieren zu können. Respektvoll ausreden lassen und der anderen Konfliktpartei auch zuhören. Neben dem Zuhören muss der anderen Seite auch das dazugehörige Wissen gegeben werden, damit diese die eigene Meinung verstehen und respektieren kann.

    Im letzten Schritt kommt es auf die Kompromissbereitschaft aller Teilnehmer an. Für eine Konfliktlösung, sollten alle bereit sein, einen Kompromiss einzugehen, mit dem beide Parteien gut leben und ihr „Gesicht wahren“ können.

    Seminare zum Thema Konfliktmanagement bringen Vorteile für Unternehmen und Mitarbeiter

    Obwohl die zuvor genannten Schritte einfach klingen, sind sie in Streitfällen oft nur schwer umsetzbar. Deshalb sollten Unternehmen und Führungskräfte sich rechtzeitig zum Thema Konfliktmanagement weiterbilden. So können auftretende Konflikte im Team gelöst werden, bevor ein großer Schaden entsteht. Doch auch, wenn ein Streit im Team bereits in der Vergangenheit liegt, lohnt sich eine Fortbildung für alle Mitarbeiter, um bestehende Probleme dauerhaft und zu aller Zufriedenheit lösen zu können.

    In einem Seminar zum Thema Konfliktmanagement lernen Arbeitnehmer und Arbeitgeber wie sie mit solchen problematischen Situationen richtig umgehen und wie sie ihre Konflikte im Team lösen können. Oft sind die Lösungen ganz einfach und ganz nahe, wenn jeder weiß, wie mit Konfliktthemen umzugehen ist.

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