wegebau.jpg

WeGebAU – Ein Förderprogramm für die Weiterbildung von Arbeitnehmern

Das Sonderprogramm WeGebAU (Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen) soll vorrangig die Entstehung von Arbeitslosigkeit verhindern, die Beschäftigungschancen und -fähigkeiten der Arbeitnehmer verbessern und dem Fachkräftemangel entgegenwirken.

Das IBB bietet sehr viele zertifizierte Weiterbildungsmodule zur individuellen, arbeitsmarktrelevanten Qualifizierung Ihrer Mitarbeiter. Unsere Kurse sind flexibel miteinander kombinierbar und können bundesweit durchgeführt werden.

Welche Voraussetzungen bestehen für die Förderung im Rahmen von WeGeBAU?

  1.  Gefördert werden können gering qualifizierte Arbeitnehmer ohne oder mit Berufsabschluss. Bedingung hierfür ist, dass sie seit mindestens vier Jahren eine an- oder ungelernte Tätigkeit verrichten und ihre erlernte Tätigkeit nicht mehr ausüben können.
  2. Ebenfalls Chancen auf Förderung haben Arbeitnehmer, die in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit weniger als 250 Arbeitnehmern beschäftigt sind.

Was wird gefördert?

Gefördert werden können Weiterbildungen, die innerhalb des bestehenden Arbeitsverhältnisses absolviert werden und für deren Zeitraum der Arbeitgeber die Fortzahlung des Arbeitsentgeltes sicherstellt.
Bei geringqualifizierten Beschäftigten können Qualifizierungen gefördert werden, die abschlussbezogen sind, also zu einem anerkannten Berufsabschluss oder zu einer berufsanschlussfähigen Teilqualifikation führen.
Weiterbildungen für Beschäftigte in KMU müssen außerhalb des Betriebes stattfinden. Ebenfalls müssen diese über ausschließlich arbeitsplatzbezogene Anpassungsfortbildungen hinausgehen.
Hierfür müssen für den allgemeinen Arbeitsmarkt nutzbare Kenntnisse vermittelt werden. Förderung von Qualifikationen, zu denen der Arbeitgeber verpflichtet ist, sind hier ausgenommen.

Die Agentur für Arbeit bietet zwei Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung:

 1. Förderung der Weiterbildungskosten
In diesem Fall erhält der Arbeitnehmer einen Bildungsgutschein als verbindliche Zusicherung, dass die durch die Teilnahme an der Weiterbildung anfallenden Kosten von der Agentur für Arbeit übernommen werden. Diesen Gutschein kann er bei einem Weiterbildungsanbieter seiner Wahl einreichen.
Bei Arbeitnehmern in KMU, die das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, muss das Unternehmen mindestens 50 % der Lehrgangskosten tragen.

2. Förderung mit Arbeitsentgeltzuschuss
Für die Qualifizierung von gering qualifizierten Mitarbeitern besteht die Möglichkeit, darüber hinaus einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt sowie eine Pauschale zu den Sozialversicherungsbeiträgen zu beantragen.
Der Zuschuss gilt für den Zeitraum der Weiterbildung, in dem keine Arbeitsleistung erbracht werden kann. Die Förderhöhe wird entlang des Qualifizierungsbedarfs und des Arbeitsausfalls individuell festgelegt. Bei innerbetrieblichen Weiterbildungen kann die Zuschusshöhe bis zu 50 % betragen.