Fördermöglichkeiten

Förderungsmöglichkeiten beruflicher Weiterbildung

 

Was wird gefördert?

Bund und Länder fördern individuelle und berufliche Weiterbildungen bei ausgewählten Bildungsträgern, indem sie teilweise oder auch vollständig die anfallenden Kosten für Ihre Weiterbildung erstatten. Die Förderungen richten sich an unterschiedliche Zielgruppen. Im Fokus stehen je nach Förderungsprogramm Mitarbeiter kleinerer und mittlerer Unternehmen, junge Absolventen oder auch ältere Beschäftigte. Wenn Sie sich beruflich weiterbilden möchten, haben Sie über diverse Förderprogramme unter Umständen Chancen auf einen Zuschuss von mindestens 50 Prozent der Weiterbildungskosten.

 

An wen richten sich die Fördermöglichkeiten?

Die Förderungen von Bund, Ländern und der Agentur für Arbeit richten sich nicht nur an arbeitslos gewordene Menschen. Berufliche Kompetenz ist auch eine wichtige Grundlage, um drohende Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Für die berufliche Qualifizierung von Beschäftigten stehen verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung.

Arbeitslose: 

In den meisten Fällen ist eine Förderung notwendig, wenn Sie arbeitslos geworden sind. Um Ihr bestmögliches Bildungsziel und die notwendige Dauer Ihrer Weiterbildung zu planen, bietet sich ein Beratungsgespräch bei einer Beratungsstelle des jeweiligen Förderprogramms vor Beginn Ihrer Weiterbildung an.

Berufstätige:

Weiterhin gibt es auch verschiedene Fördermöglichkeiten für Berufstätige. Zum einen haben Sie die Möglichkeit auf eine Förderung Ihrer Weiterbildung durch die Agentur für Arbeit, wenn Sie von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Eine Bedrohung durch Arbeitslosigkeit liegt beispielsweise dann vor, wenn Sie in einem Arbeitsfeld tätig sind, für das Sie nicht einschlägig qualifiziert sind. Ob dies der Fall ist, wird in einem persönlichen Beratungsgespräch mit Ihrem Sachbearbeiter bei der Agentur für Arbeit festgestellt.

Fördermöglichkeiten für Wen

Außerdem bieten Bund und Länder spezielle Förderprogramme für ältere Beschäftigte oder Aufstiegsförderungen wie zum Beispiel das Meister-BAföG. Die jeweiligen Förderkriterien können Sie den Richtlinien des entsprechenden Förderprogrammes entnehmen. Weiterhin ist es auch möglich, dass die Förderung Ihrer Weiterbildung beispielsweise aufgrund eines fehlenden Berufsabschlusses bewilligt wird.

Das 2019 in Kraft getretene Qualifizierungschancengesetz ist der indirekte und erweiterte Nachfolger des WeGebAU-Programms (Weiterbildung geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternhemen). Im neuen Qualifizierungsgesetz wurde die staatliche Förderung ausgeweitet und die Zielgruppe erweitert. Von der Maßnahme können Berufstätige profitieren, die mitten im Job stehen – jedoch nun unabhängig von ihrem Alter, ihrer Qualifikation oder der Betriebsgröße. Ihre Weiterbildung ist vor allem zukunftsorientiert darauf ausgerichtet, ihre Kenntnisse und Kompetenzen zu erneuern und zu erweitern, um ihren aktuellen Arbeitsplatz vor dem Hintergrund des (digitalen) Strukturwandels langfristig zu sichern. Ebenso gefördert werden Weiterbildungen in sogenannten Engpassberufen, in denen ein Fachkräftemangel besteht.

 

Wann muss ich die Förderung beantragen?

Wenn Sie eine passende Fördermöglichkeit gefunden haben, ist es wichtig, diese frühzeitig zu beantragen. Unter Umständen kann die Einhaltung von Fristen über die Bewilligung Ihres Förderantrages entscheiden. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihren Antrag vor Beginn der Weiterbildung stellen und sich schon vorab  über die Voraussetzungen der Förderungsmaßnahmen für die berufliche Weiterbildung informieren.

 

Wie beantrage ich eine Förderung?

Als Arbeitssuchender ist der erste Schritt zur Beantragung einer Förderung  ein persönliches Gespräch mit Ihrem Sachbearbeiter bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter. In diesem Beratungsgespräch vor Ort erörtern Sie, ob für Sie eine Weiterbildung sinnvoll ist, um eine dauerhafte Wiedereingliederung ins Berufsleben zu erreichen oder Ihre berufliche Perspektive zu verbessern. Ist dies der Fall, wird geklärt, in welchem Arbeits- oder Themengebiet, in  welchem zeitlichen Umfang und in welchem Ausmaß eine Weiterbildung für Sie individuell in Frage kommt.

Weiterbildung Förderung Antrag

Bei der Förderung von Berufstätigen müssen Sie je nach Förderprogramm spezielle Kriterien erfüllen. Diese entnehmen Sie den Richtlinien des jeweiligen Förderprogramms. Informieren Sie sich zunächst umfassend über die verschiedenen Programme und die entsprechenden Fördermöglichkeiten.

 

Welche Kosten werden im Falle einer Förderung übernommen?

Für Ihre berufliche Weiterbildung als Arbeitsloser oder Beschäftigter  können je nach Förderprogramm unter Umständen beispielsweise folgende Kosten übernommen werden:

  • Weiterbildungskosten bzw. Gebühren
  • Lohnfortzahlung während einer berufsbegleitenden Weiterbildung
  • Kosten für die Eignungsfeststellung
  • Fahrtkosten
  • Kosten für die Betreuung von Kindern
  • Kosten für Ihre Unterbringung und Verpflegung
Fördermöglichkeiten welche Kosten

 

Wann wird eine Weiterbildung gefördert?

Die Richtlinien und Förderkriterien der verschiedenen Förderprogramme sind sehr unterschiedlich. Durch die breite Auswahl an diversen Förderprogrammen, die unterschiedliche Zielgruppen abdecken, haben Sie eine gute Chance auf einen Zuschuss. Besonders Bund und Länder stellen eine Reihe Förderungszuschüssen zusammen. Diese können von unterschiedlichen Zielgruppen wahrgenommen werden, wie zum Beispiel von älteren Beschäftigten, Beschäftigten in kleinen und mittelständischen Unternehmen oder auch als Aufstiegsförderungen wie z. B. das Meister-BAföG.

 

Nach welchen Kriterien wird über eine Förderung entschieden?

Ihr individueller beruflicher Hintergrund wird geprüft und anhand dessen Entschieden, ob eine Förderung notwendig ist. Als Arbeitssuchender wird in den meisten Fällen zuerst geprüft, ob die Möglichkeit besteht, Ihnen ohne vorherige Weiterbildungsmaßnahme einen Job zu vermitteln.

Förderungen Vorraussetzungen

 

Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Die wichtigsten Fördermöglichkeiten im Überblick
Was wird gefördert?
Weiterbildungen speziell für Arbeitslose
Weiterbildungen allgemein
Berufsbegleitende Weiterbildungen allgemein
Weiterbildungen für beruflichen Aufstieg
Weiterbildungen in den jeweiligen Bundesländer
Wer wird gefördert?
Arbeitslose und Arbeitssuchende
Erwerbstätige und Arbeitssuchende
Erwerbstätige
Erwerbstätige und Arbeitssuchende mit Berufsabschluss sowie Auszubildende
Berufsrückkehrer und Erwerbstätige in KMU
Erwerbstätige ohne anerkannten Berufsabschluss oder über 45 Jahre

 

 

Der Bildungsgutschein

Mit dem Bildungsgutschein haben Sie die Möglichkeit, an einer förderfähigen Weiterbildung teilzunehmen, ohne selbst die Kosten dafür zu tragen. Wichtig ist, dass Sie den Bildungsgutschein innerhalb von drei Monaten nach Erhalt bei einem zugelassenen Träger Ihrer Wahl einlösen. Im Bildungsgutschein werden unter anderem Ihr Bildungsziel, die erforderliche Dauer Ihrer Weiterbildung oder Umschulung und der regionale Geltungsbereich ausgewiesen.

Bildungsgutschein

Wer wird gefördert?

Eine Förderung ist möglich, wenn Sie arbeitslos- oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Aber auch für Berufstätige kann eine Weiterbildung infrage kommen, um zum Beispiel Ihren Arbeitsplatz zu erhalten. Daher können Sie auch als Berufstätiger bei der Teilnahme an berufsbegleitenden Weiterbildungen unter Umständen über den Bildungsgutschein gefördert werden.

Welche Voraussetzungen gibt es für den Bildungsgutschein?

Voraussetzung ist in der Regel, dass der ausgewählte Bildungsträger sowie die Weiterbildung nach AZAV zertifiziert sind. Um einen Bildungsgutschein erhalten zu können, müssen Sie entweder arbeitslos, arbeitssuchend oder von Arbeitslosigkeit bedroht sein, bzw. die Fortbildung für Ihre berufliche Eingliederung oder zur Sicherung Ihres Arbeitsplatzes benötigen.

Welche Kosten werden übernommen?

Die Kosten für die Teilnahme an einer förderfähigen Weiterbildung werden in voller Höhe von der Einrichtung getragen, die Ihnen den Bildungsgutschein ausgestellt hat.

Alle Infos zum Bildungsgutschein

 

Die Bildungsprämie

Durch die Bildungsprämie fördert der Bund im Rahmen eines Prämiengutscheins verschiedene Weiterbildungen oder Umschulungen, wenn die jeweilige Weiterbildungsmaßnahme für die Ausübung Ihrer aktuellen oder zukünftigen beruflichen Tätigkeit relevant ist. Die Förderung durch die Bildungsprämie richtet sich insbesondere an Personen mit einem niedrigen Einkommen. Diese haben dank der Bildungsprämie die Möglichkeit,  durch eine berufliche Weiterbildung Ihre Kompetenzen zu erweitern und wichtige Kenntnisse zu erlernen.

Fördermöglichkeiten Bildungsprämie

Was wird gefördert?

Die Bildungsprämie fördert individuelle und berufliche Weiterbildung, indem sie teilweise die Kurs- oder Prüfungsgebühren erstattet. Sie umfasst einen Prämiengutschein und dem Spargutschein. Mit dem Prämiengutschein wird die Teilnahme an berufsbezogenen Weiterbildungen gefördert. Den Spargutschein können Sie verwenden, wenn Sie ein gefördertes Ansparguthaben nach dem Vermögensbildungsgesetz besitzen

Wer wird durch die Bildungsprämie gefördert?

Einen Prämiengutschein können Sie beantragen, wenn mindestens 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sind. Ihr zu versteuerndes Jahreseinkommen darf außerdem eine Summe von 20.000 Euro (oder 40.000 Euro bei gemeinsam Veranlagten) nicht übersteigen. Auch wenn Sie sich in Eltern- oder Pflegezeit befinden, können Sie einen Gutschein erhalten.

Wie hoch ist die Förderung?

Der Prämiengutschein deckt bis zu 50 % der Weiterbildungskosten, maximal jedoch einen Wert von 500 Euro. Pro Kalenderjahr können Sie einen Prämiengutschein erhalten.

Welche Voraussetzungen gibt es?

Voraussetzung für die Förderung ist die vorangehende Beratung einer Beratungsstelle, welche Ihnen dann auch den Prämiengutschein ausstellt.

 

Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS)

Was wird gefördert?

Gefördert werden können Maßnahmen eines zugelassenen Trägers, eine betriebliche Maßnahme / Probearbeit von bis zu sechs Wochen oder die Vermittlung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung durch einen privaten Arbeitsvermittler.

Wer wird gefördert?

Ausbildungssuchende und von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitssuchende und Arbeitslose sind förderfähige Personen nach SGB III § 45. Von Arbeitslosigkeit berohte Personen können auch Hochschulabsolventen, Berufsrückkehrer, Selbständige und Arbeitnehmer, die in Transfergesellschaften betreut werden, sein.

Welche Kosten werden übernommen?

Beim Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein erhalten Sie – wie der Name bereits vermuten lässt – einen Gutschein. Diesen können Sie dann bei einem zugelassenen Träger wie dem IBB einlösen. Die Kosten der Maßnahme werden dann vom Träger direkt mit der Agentur für Arbeit bzw. dem Jobcenter abgerechnet.

Alle Informationen zum Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS)

 

Zukunftsstarter

Was wird gefördert?

Gefördert werden Maßnahmen und Weiterbildungen, die auf einen anerkannten Berufsabschluss vorbereiten. Dazu zählen zum Beispiel Kurse zur Vorbereitung auf die sogenannte „Externenprüfung“ genauso wie Maßnahmen zum Erwerb von Teilqualifikationen oder Grundkompetenzen. Auch Umschulungen (vorrangig in einem Ausbildungsbetrieb) werden gefördert.

Wer wird gefördert?

Das Programm Zukunftsstarter unterstützt junge Erwachsene ab 25 Jahren dabei, einen Berufsabschluss zu erwerben. Es richtet sich an

  • geringqualifizierte Arbeitssuchende oder Berufstätige ohne Berufsabschluss
  • geringqualifizierte Personen, die seit mindestens vier Jahren eine an- oder ungelernte Tätigkeit verrichten und ihre erlernte Tätigkeit nicht mehr ausüben
  • Berufsrückkehrer / Wiedereinsteiger

Welche Kosten werden übernommen?

Neben den Kosten für die Weiterbildung oder Umschulung sind auch Fahrt- und Kinderbetreuungskosten sowie ggf. Unterbringungs- und Verpflegungskosten inbegriffen. Bei berufsbegleitenden Maßnahmen können Unternehmen Arbeitsentgeltzuschüsse für weiterbildungsbedingte Ausfallzeiten und eine Pauschale zu den Sozialversicherungsbeiträgen erhalten. Unter Umständen werden Prämien für die Zwischen- oder Abschlussprüfung gezahlt.

 

Die Qualifizierungschancengesetz

Was wird gefördert?

Gefördert werden zum einen die Kosten berufsbegleitender Weiterbildungen und zum anderen die Lohnkosten während der Weiterbildung. So können Sie Ihre Arbeit während der Weiterbildung bei vollen Bezügen ruhen lassen, während Ihr Arbeitgeber finanziell entlastet wird.

Wie hoch ist die Förderung?

Der Staat übernimmt je nach Betriebsgröße zwischen 15 % und 100 % der Weiterbildungskosten. Unabhängig davon kann der Zuschuss bei älteren und schwerbehinderten Menschen bis zu 100 % betragen. Die Lohnkosten während der Weiterbildung werden mit 25 % bis 75 % je nach Betriebsgröße bezuschusst.

Wer wird gefördert?

Gefördert werden „ganz normale“ Berufstätige, die in Absprache mit ihrem Arbeitgeber eine zukunftsorientierte Weiterbildung absolvieren möchten, um ihre Kenntnisse und Kompetenzen zu erneuern und zu erweitern. Dabei geht es darum, ihre aktuelle Position vor dem Hintergrund des strukturellen und digitalen Wandels zu festigen oder auch Berufswechsel und Weiterentwicklungen innerhalb des Unternehmens zu ermöglichen. Die letzte vergleichbare Weiterbildung oder ursprüngliche Ausbildung muss mindestens vier Jahre zurückliegen.

Alle Informationen zum Qualifizierungschancengesetz

 

Aufstiegs-BAföG

Das von Bund und Ländern gemeinsam finanzierte Aufstiegs-BAföG (ehem. Meister-BAföG) ist nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) eine Kombination aus einem Zuschuss und einem Darlehen. Die Förderung durch das Aufstiegs-BAföG unterstützt damit die Motivation zur Fortbildung und den Ausbau Ihrer beruflichen Qualifizierung.  

Bafög Förderung

Was wird gefördert?

Das Aufstiegs-BAföG (ehem. Meister-BAföG) fördert berufliche Aufstiegsfortbildungen im nicht-akademischen Bereich, das sind beispielsweise Meisterkurse, Fachwirt- und Technikerfortbildungen oder andere vorbereitende Lehrgänge mit einem vergleichbaren Abschluss.

Wer wird gefördert?

Gefördert werden können alle diejenigen, die sich mit einem Lehrgang oder direkt an der Fachschule auf eine berufliche Fortbildungsprüfung in Voll- oder Teilzeit vorbereiten. Folgende Punkte gelten außerdem:

  • Eine Altersgrenze besteht für die Förderung mit dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz nicht.
  • Auch Studienabbrecher oder Abiturienten ohne Erstausbildungsabschluss, aber mit der von der Fortbildungsordnung geforderten Berufspraxis können für ihre Fortbildung eine AFBG-Förderung erhalten.
  • Auch Interessenten, die bereits über einen Bachelorabschluss oder einen diesem vergleichbaren Hochschulabschluss verfügen können AFBG-Förderung erhalten. Dies muss allerdings ihr höchster Hochschulabschluss sein.
  • Ausländer sind förderungsberechtigt, wenn sie ihren ständigen Wohnsitz im Inland haben und über bestimmte Aufenthaltstitel beziehungsweise über eine Daueraufenthaltserlaubnis verfügen bzw. wenn sie sich bereits 15 Monate rechtmäßig in Deutschland aufgehalten haben und erwerbstätig gewesen sind – hierzu zählt auch die Zeit der Berufsausbildung.

Welche Kosten werden übernommen?

Sie können einkommens- und vermögensunabhängig einen Beitrag in Höhe der tatsächlich anfallenden Gebühren erhalten, um Ihre Lehrgangs- und Prüfungsgebühren zu finanzieren. Die Höhe beträgt maximal 15.000 Euro. Sie erhalten 40 Prozent der Förderung als Zuschuss. Für die restliche Fördersumme gibt es ein Angebot über ein zinsgünstiges Bankdarlehen von der KfW. Außerdem können auf Antrag und bei bestandener Prüfung 40 Prozent des zu diesem Zeitpunkt noch nicht fällig gewordenen Darlehens für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassen werden. Wenn Sie an einer Vollzeitmaßnahme teilnehmen, können Sie zusätzlich zur Förderung der Fortbildungskosten auch einen Beitrag zum Lebensunterhalt erhalten. Weitere Informationen hier

 

Die Umschulungsprämie (Weiterbildungsprämie)

Was wird gefördert?

Wer am oder nach dem 1. August 2016 mit seiner Umschulung begonnen hat, kann unter bestimmten Voraussetzungen mit satten Erfolgsprämien für das Bestehen der Zwischen- und der Abschlussprüfung rechnen.

Welche Beträge werden ausgezahlt?

Nach dem neuen Weiterbildungsstärkungsgesetz erhalten Sie als Teilnehmer einer abschlussbezogenen Weiterbildung 1.000 Euro für eine erfolgreich abgelegte Zwischenprüfung und 1.500 Euro bei Bestehen Ihrer Abschlussprüfung. Um die Prämie zu erhalten, müssen Sie einen Nachweis über das erfolgreiche Bestehen einer Zwischen- und Abschlussprüfung vor einer Kammer bei Ihrer Agentur für Arbeit vorlegen.

Wer wird durch die Umschulungsprämie gefördert?

Eine Prämienzahlung ist möglich, wenn Ihre Umschulung in einem Ausbildungsberuf erfolgt, für den eine Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren festgelegt ist.

 

Das Weiterbildungsstipendium

Das Weiterbildungsstipendium unterstützt junge Menschen bei der weiteren beruflichen Qualifizierung nach dem besonders erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung.

Es fördert fachliche Weiterbildungen, zum Beispiel zum Techniker, zum Handwerksmeister oder zum Fachwirt. Aber auch fachübergreifende Weiterbildungen wie EDV- oder Sprachkurse können gefördert werden. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht auch die Möglichkeit, ein berufsbegleitendes Studium zu fördern.

Ein Weiterbildungsstipendium kann auch Zuschüsse für Fahrtkosten, Aufenthaltskosten, notwendige Arbeitsmittel sowie Prüfungskosten enthalten. Auch ein IT-Bonus von 250 Euro zur Anschaffung eines Computers ist möglich. 

 

Die Rehabilitanden-Förderung

Die Rehabilitanden-Förderung wird oft auch als Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bei Behinderung, Berufsunfähigkeit oder Krankheit bezeichnet. Mit ihr sollen die Faktoren, die eine Ausbildung oder Berufsausübung erschweren, beseitigt oder entschärft werden.  

Für den Fall, dass der erlernte Beruf beispielsweise durch Berufsunfähigkeit oder Krankheit nicht länger ausgeübt werden kann, wird die Integration von Rehabilitanden am Arbeitsmarkt durch die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung, die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung (z.B. Berufsgenossenschaften) oder die Agentur für Arbeit gefördert.

Als Rehabilitand der Rentenversicherer und Berufsgenossenschaften erhalten Sie die sogenannten Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Im Rahmen dieser Leistungen können Sie zum Beispiel Weiterbildungen oder Umschulungen absolvieren, die dann zu 100 Prozent gefördert werden können.

Um diese Art der Förderung kümmern sich speziell qualifizierte Beratungskräfte bei den Rentenversicherungen, den Agenturen für Arbeit sowie den anderen Trägern. Als Mensch mit Behinderung oder anderer Einschränkung werden Sie hier individuell und umfassend zu Ihren Möglichkeiten, am Arbeitsleben teilzuhaben, beraten.

 

Förderung durch Landes- und Bundesprogramme

Viele Bundesländer bieten eigene Programme zur Finanzierung beruflicher Weiterbildung an. Die Inhalte, Förderungsvoraussetzungen und Zielgruppen werden von den jeweiligen Ministerien festgelegt. Die Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Förderung ist jeweils ein erster Wohnsitz im jeweiligen Bundesland.

Förderung Landes- und Bundesprogramm

 

Hinweis zu Fristen und Laufzeiten der Förderprogramme 

Sowohl die Bildungsprämie des Bundes als auch die verschiedenen Förderprogramme für Weiterbildung der Länder werden aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert. Zuverlässige Informationen zum aktuellen Stand der jeweiligen Laufzeiten und Förderperioden finden Sie in der Förderdatenbank des Bundes unter Förderdatenbank.

 

Steuerliche Förderung

Sie können die Kosten für Ihre Weiterbildung als Werbungskosten vollständig in Ihrer Einkommenssteuererklärung absetzen. Wenn Sie sich durch eine Weiterbildung gegen Arbeitslosigkeit absichern wollen, können die dadurch entstehenden Kosten als sogenannte Werbungskosten Ihr zu versteuerndes Einkommen reduzieren. So können mindestens die Ihrem persönlichen Steuersatz entsprechenden prozentualen Anteile Kurskosten gespart werden. Eine Anerkennung als Werbungskosten für das ganze Jahr ist nur möglich, wenn diese über dem Arbeitnehmerpauschalbetrag liegen.

Weiterbildung Steuerlich absetzbar

Außerdem sollten Sie als Nachweis für die aufgewendeten Kosten im Rahmen der Weiterbildung eine tabellarische Aufstellung anfertigen und die entsprechenden Belege aufbewahren. Zu den durch eine Fortbildung entstehenden Kosten zählen zum Beispiel die Kursgebühren, Literaturkosten, Fahrtkosten zum Lehrgang und zu Prüfungen, Übernachtungskosten oder Verpflegungsmehraufwand.

 

Stiftung Warentest berät über Weiterbildungs-Finanzierung 

Die Stiftung Warentest hat die wichtigsten Förderungen für Verbraucher im Leitfaden „Weiterbildung finanzieren“ zusammengestellt, den Sie hier finden.

 

Stand: 22.04.2019