Job und familiärer Rückhalt verhindern Erschöpfungssymptome

Verantwortung schützt vor Burnout – das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts mafo.de. Demnach leiden Manager mit besonders großer Personalverantwortung seltener an Burnout-Symptomen als diejenigen, die für weniger Mitarbeiter zuständig sind. Sie haben außerdem eine deutlich höhere Motivation, ihre Ziele zu erreichen. Ein höheres Einkommen verstärkt diesen Effekt zusätzlich.

Einen wichtigen Beitrag zur Burnout-Resistenz von Top-Managern leistet offenbar auch die Familie. Kinder sind der Studie zufolge der wichtigste Gegenpol zur Arbeitsbelastung. Die Autoren konnten sogar einen auffälligen Zusammenhang zwischen einer überdurchschnittlich großen Kinderschar und Karriereerfolgen feststellen. Zwar verzichten Führungskräfte häufig auf Freizeit, das Familienleben ermöglicht ihnen jedoch den nötigen Ausgleich und damit hohe persönliche Zufriedenheit. „Dieses Gegengewicht, etwa Kinder, wirkt so stark, dass es Burnout kaum in Erscheinung treten lässt“, sagt Marco Schmidt, Geschäftsführer von Deininger Consulting, dem Auftraggeber der Studie.

Im Branchenvergleich fällt auf, dass Führungskräfte im Öffentlichen Dienst sich signifikant stärker Burnout-Symptomen ausgesetzt sehen als der Durchschnitt anderer Branchen. Gleichzeitig nimmt diese Gruppe der Befragten überdurchschnittlich viel Urlaub pro Jahr. Nicht nur dieser Umstand lasse vermuten, dass Erschöpfungssymptome zunehmen, wenn man bei seinen Zielen weniger  Gestaltungsmöglichkeiten hat, kommentiert Schmidt.

Für die Studie „Führungskräfte und… das ausbalancierte Leben“ wurden mehr als tausend Führungskräfte mit Personalverantwortung befragt. Interessenten können eine Übersicht über die Ergebnisse der Studie bei Dagmar Spitzenberger von Deininger Consulting bestellen (dagmar.spitzenberger@deininger.de).